Exportcheck-Nordamerika

Vom Playoff-Kurs in den Tabellenkeller: Marco Rossi vor Vancouver-Debüt!

Gestern hat ein echter Blockbuster-Trade die Eishockey-Welt überrascht. Mittendrin Austro-Export Marco Rossi, auf den bereits heute sein Debüt für seinen neuen Arbeitgeber wartet.

Schon im vergangenen Sommer bekundeten die Vancouver Canucks Interesse am österreichischen Mittelstürmer, doch damals konnte man sich noch nicht auf einen Deal einigen. Rossi blieb bei den Minnesota Wild und wurde von General Manager Bill Guerin mit einem 3-Jahresvertrag ausgestattet. Doch nun trennen sich die Wege der US-Amerikaner und des Vorarlbergers dennoch. In einem Trade um Superstar Quinn Hughes wechselte Rossi zu den Canucks.

Vom Playoff-Kurs in den Tabellenkeller

Sportlich gesehen ist der Wechsel natürlich ein Abstieg – im wahrsten Sinne des Wortes. Im NHL-Gesamtranking liegen die Wild derzeit auf Rang 5 und klar auf Playoff-Kurs. Vancouver rangiert mit nur elf Siegen in 31 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Man befindet sich im Rebuild, der vor Jahren schon mit dem Trade um Captain Bo Horvat indirekt eingeleitet wurde. Nach dem Transfer von J.T. Miller war die Richtung klar – Neuaufbau.

Neue Linemates

Und in diesem soll nun Marco Rossi eine zentrale Rolle übernehmen. Im ersten Training wurde Rossi weitestgehend von Brock Boeser und Jake DeBrusk „beflügelt“. An Eiszeit wird es bei seinem neuen Arbeitgeber nicht mangeln. Top Six, Powerplay, Rossi wird jede Menge Möglichkeiten bekommen, sich schnell bei den Kanadiern einzufinden. Ob man in Vancouver auch schon auf den Draft 2026, in welchem mit Gavin McKenna ein echter Ausnahmestürmer wartet, schielt? Neben dem jungen Kanadier, der derzeit an der Penn State aufs Eis geht, gibt es mit dem Schweden Ivar Stenberg und dem kanadischen Verteidiger Keaton Verhoeff echte „future stars“.

„Dank“ Trade auch zur WM?

Auch für das österreichische Nationalteam ändert sich durch den Trade von Marco Rossi einiges. Denn zum jetzigen Zeitpunkt sieht es danach aus, als ob Rossi und die Canucks keine Rolle hinsichtlich der Playoffs spielen, somit wäre zumindest ein Einsatz bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz denkbar.

Schon heute könnte das Debüt für Vancouver auf dem Programm stehen: um 18:30 gastieren die Canucks bei den New Jersey Devils. Ob der Austro-Crack aber definitiv auflaufen wird, kann noch nicht gesagt werden.

Bild: facebook.com/Canucks

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