Drittes Spiel, dritter Sieg: die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft gewinnt auch gegen Lettland und ist bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz noch immer ungeschlagen. Das Team von Headcoach Roger Bader jubelte über einen 3:1 Erfolg.
„Wir fühlen uns unglaublich. Es macht so viel Spaß mit den Jungs zu jubeln nach dem Sieg“, strahlte Benjamin Nissner, der in der 45. Minute im Powerplay das Game Winning Goal zum 2:1 erzielte. Davor lieferten sich die beiden Teams einen Kampf auf Augenhöhe, mit hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten. Edelmetall verhinderte im ersten Drittel sowohl bei Österreich wie auch bei Lettland einen Treffer.
Zu Beginn des zweiten Drittel gab es eine kurzen Schreckmoment, als Ramon Schnetzer nach einem geblockten Schuss humpelnd vom Eis ging. Der 29-Jährige zeigte einmal mehr Nehmerqualitäten und kehrte wenig später zurück.
In der 26. Minute verhinderte Tolvanen zunächst den Rückstand. Auf der Gegenseite gewann Lettland das Bully in der eigenen Zone, doch Österreich setzte nach. Tim Harnisch kam schließlich an die Scheibe und hatte Zeit und Platz vor dem Tor. Sein Schuss rutschte unter dem Schoner von Kristers Gudlevskis durch zum 1:0. In der 34. Minute hatte Vinzenz Rohrer das 2:0 auf der Schaufel, scheiterte jedoch am lettischen Schlussmann. Kurz darauf fand auch Simeon Schwinger eine Riesenchance vor, doch es blieb bei der knappen Führung.
Nur wenige Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels brachte Rudolfs Balcers sein Team aufs Scoreboard und sorgte für das 1:1. Bis dahin gab es noch auf beiden Seiten kein einziges Powerplay. In der 44. Minute checkte Oskars Batna Dominic Zwerger ohne Scheibe, der danach auch am Eis liegen blieb und für einen kurzen Augeblick in die Kabine ging. Dadurch versäumte er die neuerliche Führung durch Benjamin Nissner. Fortuna war Rotweißrot dabei hold. Der Puck sprang hinter Gudlevskis auf dessen Schlittschuh und kullerte über die Linie. Und auch Zwerger kehrte kurz darauf wieder zurück.
Der WM-Dritte von 2023 machte nun Druck, doch Österreich verteidigte hart und konsequent. 95 Sekunden vor Spielende nahm der Gegner auch seinen Torhüter vom Eis, probierte alles, zerbrach aber an der Abwehr Österreichs. Vinzenz Rohrer setzte schließlich den Schlusspunkt mit dem 3:1 ins leere Tor.
Drei Siege in den ersten drei Spielen gab es in der Historie bei A-Weltmeisterschaften für Österreich noch nie. Jahr für Jahr schreibt man damit bereits Geschichte. Die fünf Tore-Aufholjagd gegen Kanada 2024 war ebenso historisch, wie der erste Viertelfinaleinzug nach 31 Jahren 2025 in Stockholm. „Jetzt darf man vom Viertelfinale sprechen, das ist definitiv das nächste Ziel“, bekräftigte Head Coach Roger Bader, der zum Spiel meinte: „Natürlich macht mich diese Bilanz stolz. Wir haben gegen einen starken Gegner gespielt, der viele Torchancen hatte. Mich macht besonders stolz, wie solidarisch die Mannschaft ist. Wir müssen eigentlich gar nicht coachen an der Bande, weil das so läuft. Sie spielen diszipliniert, so wie wir uns das vorgenommen haben vom Spielsystem her. Wir verteidigen exzellent und der kämpferische Einsatz der Mannschaft ist so, dass man Gänsehaut bekommt. Dazu hatten wir mit Atte Tolvanen heute einen sehr guten Torhüter. Dass man sich dann am Schluss auch das Glück verdient, passiert im Sport und auch im Eishockey. Sie haben vielleicht mehr Spielanteile gehabt, aber auch wir hatten gute Torchancen. Wir haben extrem gut verteidigt, haben sie immer außen gehalten, konnten sie vom sogenannten guten Eis weghalten.“
89.
Eishockey-Weltmeisterschaft
Lettland : Österreich – 1:3 (0:0|0:1|1:2)
Tore: 0:1 Harnisch (28.), 1:1 Balcers (41.), 1:2 Nissner (45./PP),
1:3 Rohrer (60./EN)
hockey-news.info , eishockey.at , Bild: ÖEHV-Nicolas Zangerle








