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Anna Meixner im Interview: „Olympia 2026 ist das große Ziel!“

Diesen Sonntag startet Österreichs Dameneishockey Nationalteam in Shenzhen (CHN) in die WM Division IA und kämpft gegen Norwegen, Dänemark, die Niederlande, China und die Slowakei um den ersehnten Aufstieg in die Top Division.

Sämtliche Spiele werden live auf LIVE.eishockey.at bzw. ORF SPORT + übertragen. Bevor man am Donnerstag ein letztes Testspiel gegen Dänemark auf chinesischem Eis absolviert, spricht Aushängeschild Anna Meixner im Interview über den außergewöhnlichen Termin, die Chancen auf den Aufstieg, das Nationalteam, die abgelaufene Saison, ihr aktuelles Karrierehoch und dem Traum von Olympia.

Anna, wie geht´s dir und wie hast du die letzten Monate verbracht und dich auf die WM vorbereitet?
Anna Meixner: „Mir geht es sehr gut. Ich habe definitiv einen schönen Sommer zuhause in der Heimat verbracht und konnte mich dabei auch optimal auf die kommende Saison vorbereiten. Dadurch, dass ich glücklicherweise mittlerweile einen Profivertrag habe, kann ich mein Training so planen, wie ich es brauche und gleichzeitig aber auch Zeit mit der Familie verbringen. Das ist ein großes Privileg, für das ich sehr dankbar bin.“

Wie fühlt sich für dich eine Sommer-WM an? Empfindest du es als Vorteil, dass man ausgeruht in ein Großereignis startet, oder fehlt doch ein wenig die Matchpraxis?
Anna Meixner: „Es ist, wie es ist, nehmen es hin und machen das Beste daraus. Jeder kennt das Gefühl, das erste Mal nach der Pause auf dem Eis zu stehen und wie steif man sich da fühlt. Wir konnten unseren Schedule hinsichtlich der WM anpassen, wodurch wir alle in der Vorbereitung schon auf dem Eis standen.“

Im Vorjahr hat es knapp nicht geklappt mit dem Aufstieg. Wie stehen die Chancen heuer, dass man in die Top Division aufsteigt?
Anna Meixner: „Wir haben die letzten Jahre immer vom Aufstieg gesprochen. Wir gehen heuer mit einer extrem jungen Truppe an den Start. Einige Spielerinnen sind neu im A-Nationalteam, bzw. bestreiten erstmals eine WM. Es gut zu wissen, dass wir vielleicht nicht zu 100 Prozent Favorit sind. Dadurch können wir ohne Druck in die WM gehen. Wir haben definitiv das Talent, Top 2 zu sein und das auch erreichen. Wir haben in jedem Spiel das gleiche Ziel: Gewinnen.“

Hat man konkrete Ziele definiert?
Anna Meixner: „Es gibt für jede Saison und für jedes Turnier persönliche Ziele und Ziele, die man sich als Team setzt. Das ist das, worauf man hinarbeitet: in jedem Spiel die beste Leistung bringen.“

Norwegen, Dänemark, Niederlande, China und die Slowakei sind die Konkurrenten. Wie schätzt du diese Gruppe ein?
Anna Meixner: „Sehr stark. Die meisten Nationen sind schon jahrelang in dieser Division. Es ist uns bewusst, wie nah diese Gruppe beisammen liegt. Es wird viel auf die Tagesverfassung ankommen. In den vergangenen Jahren sind schon einige Überraschungen passiert. Ich rechne damit, dass es harte Spiele werden.“

Du selbst bist seit einigen Jahren in Schweden engagiert, konntest in der abgelaufenen Saison einige Ehrungen entgegennehmen, wie bspw. den goldenen Helm für die beste Spielerin des Grunddurchgangs. Kann man sagen, du bist in der Form deines Lebens?
Anna Meixner: „Ich glaube schon. Gerade die letzte Saison wird mir lange in Erinnerung bleiben. Ich denke, ich bin in einem Alter, in dem Erfahrung und eine gewisse Lockerheit perfekt zusammenspielen. Ich habe definitiv den Spaß meines Lebens im Eishockey. Es ist gerade eine andere Welt. Ich mache das, wovon ich immer schon geträumt habe.“

Mit deinen 29 Jahren zählst du zu den erfahrensten Spielerinnen im heimischen WM-Aufgebot. Junge Talente drängen von unten nach. Wie interpretierst du deine Rolle im Nationalteam auf und neben dem Eis?
Anna Meixner: „Mir ist bewusst, dass ich mittlerweile ein Vorbild bin für junge Spielerinnen in Österreich. Ich übe diese Rolle mit viel Herz aus. Für mich war es immer wichtig, wie man Off Ice ist. Behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden willst. Es ist wichtig, wie wir Spielerinnen im Nationalteam aufnehmen. Da ist es egal, ob man noch keine oder bereits zehn Weltmeisterschaften gespielt hat. Ich bin überzeugt, dass sich im aktuellen Nationalteam alle wohl fühlen. Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, das erste Mal im Nationalteam zu stehen, wie nervös man da ist. Genau hier versuche ich, den Spielerinnen zur Seite zu stehen und sie ein wenig zu führen.“

Neben einem etwaigen Aufstieg in die Top Division, ist für dich eine Teilnahme an den Olympischen Spielen noch das große Ziel?
Anna Meixner: „Ja, das ist das große Ziel, auf das ich mit dem Nationalteam noch hinsteuere: Olympia 2026. Wir haben viele talentierte Spielerinnen. Der Weg ist der richtige. Die Chance lebt und die Olympischen Spiele stehen ganz oben auf meiner Liste.“

Abschließende Frage: Was macht das Nationalteam für dich so besonders?
Anna Meixner: „Besonders macht es für mich, dass meine allerbesten Freundinnen seit zehn, elf Jahren dabei sind. Es ist ein heimisches Gefühl die Mädels zu sehen. Im Nationalteam zu stehen hat auch etwas mit Stolz zu tun. Ich reise alle ein, zwei Monate nach Österreich zu einem Teamcamp und mache das mit Herz. Es wäre schön, mit einem Aufstieg dafür belohnt zu werden.“

2023 IIHF ICE HOCKEY WOMEN’S WORLD CHAMPIONSHIP DIVISION IA
20. August 2023 – 26. August 2023, Shenzhen (CHN)

Spielplan
Datum und Uhrzeit beziehen sich auf unsere heimische Zeitzone, in Klammer ist die Ortszeit angefügt.

Testspiel – Dänemark vs. Österreich
Do., 17. August, 11:15 Uhr (17:15 Uhr)

Österreich vs. Norwegen
So., 20. August 2023, 10:30 Uhr (16:30 Uhr)
Live auf LIVE.eishockey.at

Dänemark vs. Österreich
Mo., 21. August 2023, 07:00 Uhr (13:00 Uhr)
Live auf LIVE.eishockey.at

Niederlande vs. Österreich
Mi., 23. August 2023, 10:30 Uhr (16:30 Uhr)
Live auf LIVE.eishockey.at

Österreich vs. China
Do., 24. August 2023, 14:00 Uhr (20:00 Uhr)
Live auf ORF SPORT +

Slowakei vs. Österreich
Sa., 26. August 2023, 07:00 Uhr (13:00 Uhr)
Live auf ORF SPORT +

eishockey.at , Bild: fodo.at

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