Nur wenige Wochen nach dem historischen Titelgewinn stehen die Graz99ers vor einer schwierigen finanziellen Situation. Massive Einsparungen bei öffentlichen Sponsoren könnten den Meister hart treffen – vor allem abseits der Kampfmannschaft.
Holding Graz halbiert Unterstützung
Laut Berichten der „Kronen Zeitung“ und der „Kleine Zeitung“ soll die Holding Graz ihre Unterstützung für die 99ers um rund 50 Prozent kürzen. Damit wären ausgerechnet die frischgebackenen Champions einer der am stärksten betroffenen Sportklubs der Stadt.
Auch die Energie Steiermark reduziert aktuell zahlreiche Sponsorings deutlich. Hintergrund sind umfassende Sparmaßnahmen und eine Neubewertung aller Kooperationen.
Soziale Projekte und Akademie gefährdet
Für die 99ers hätte das weitreichende Folgen. General Manager Bernd Vollmann spricht gegenüber der „Krone“ von einem „schweren Schlag“. Besonders betroffen wären soziale Projekte wie Para-Hockey oder Initiativen zur Förderung von Mädchen im Eishockey.
Auch im Nachwuchsbereich und in der Akademie drohen Einschnitte, sollte die Finanzierung tatsächlich in diesem Ausmaß reduziert werden.
Kritik an öffentlicher Sparpolitik
Mehrere Grazer Sportvereine sprechen bereits offen von existenzbedrohenden Szenarien. Vor allem kleinere Klubs befürchten massive Auswirkungen auf Nachwuchsarbeit und Breitensport.
Die Einsparungen sorgen in der Grazer Sportlandschaft zunehmend für Unverständnis. Klubvertreter verweisen auf die gesellschaftliche und soziale Bedeutung des Sports – insbesondere für Kinder- und Jugendarbeit.
Für die Graz99ers könnte die aktuelle Situation damit zur ersten großen Bewährungsprobe nach dem Meistertitel werden – diesmal jedoch nicht auf dem Eis, sondern wirtschaftlich.
Bild: VSV/STEFAN










