Er stand für sein Heimatland USA bei den letzten Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeonchang im Tor, absolvierte ingesamt 14 Länderspiele und entwickelte sich in der KHL mit Top-Save zu einem bewährten Schlussmann.
Nach drei Jahren beim finnischen Spitzenklub Jokerit Helsinki wechselt Ryan Zapolski nach Wien zu den spusu Vienna Capitals. Was der 32-Jährige Schlussmann mit den Caps vor hat, warum er sich selbst als „Spätzünder“ bezeichnet und welches Instrument er unbedingt in Österreichs Bundeshauptstadt erlernen will, hat er uns im ersten Interview verraten.
Ryan, willkommen in Wien!
Was waren die Beweggründe für dich nächste Saison das Tor der spusu
Vienna Capitals zu hüten?
„Ich habe viele großartige
Sachen über die Caps-Organisation, die Caps-Fans und die Stadt
gehört. Ich wollte unbedingt eine neue Herausforderung annehmen.
Für ein Team wie die spusu Vienna Capitals spielen zu können,
welches in den letzten Jahren immer an der Spitze der Liga war, ist
natürlich eine tolle Sache. Ich will um den Titel kämpfen, bei den
Caps besteht diese Chance und mein Gefühl sagt mir, dass meine
Entscheidung absolut richtig war.“
Du hast die letzten Jahre
in der KHL für Jokerit Helsinki gespielt. Was können die Caps-Fans
von Ryan Zapolski erwarten?
„Ich habe in den drei
Saisonen in der KHL sehr viel gelernt. Du musst in jeder Situation
geduldig, ruhig bleiben und versuchen genau diese Eigenschaften in
jedem Spiel auf das Eis zu bringen. Die KHL ist eine intensive Liga
mit sehr knappen Spielen. Du musst also immer bereit sein und deine
beste Leistung abrufen. Das entspricht exakt meiner Einstellung zum
Eishockey-Sport.“
Werfen wir einen genaueren
Blick auf deinen Karriereweg. Es gibt einige interessante
Stationen. Du bist nie von einem NHL-Team gedraftet worden, hast es
dennoch als Einser-Goalie für die USA zu den Olympischen Spielen
geschafft. Wenn du auf deine bisherige Karriere zurückblickst, wie
würdest du sie in drei Sätzen beschreiben?
„Ich war
definitiv ein „Spätzünder“ und bekam eigentlich nie eine echte
Chance bis ich älter war. Oft wurde ich übersehen, aber das hat
mich noch mehr motiviert besser zu werden und härter zu arbeiten.
Ich bin glücklich, wo ich jetzt stehe und will mich natürlich
weiter kontinuierlich verbessern.“
Triffst du auf den einen
oder anderen Bekannten bei den Caps?
„Um ehrlich zu
sein, für mich sind alle Teamkollegen neu. Vielleicht erinnert sich
Riley Holzapfel an mich. Als er bei Wilkes Barre/Scranton Penguins
in der Saison 2012/2013 spielte, wurde ich für ein paar Wochen
ebenfalls in dieses Team in die AHL beordert. Und Sondre Olden hat
bei den Erie Otters, in meiner Heimatstadt, Junior Hockey gespielt.
Sein Name kommt mir daher bekannt vor.“
Wie verbringst du deine
Freizeit? Hast du spezielle Hobbies?
„Ich lese gerne,
zocke aber auch gelegentlich Video-Games. Im Sommer zieht es mich
oft auf den Golfplatz. In Wien werde ich weiter an meine
Gitarren-Fähigkeiten feilen. Bislang habe ich leider noch nicht
viel Zeit gefunden.“
Du kommst Ende Juli nach
Wien, am 7. August 2019 startest du dann mit den Caps in die neue
Saison. Wie wirst du die letzten Wochen in den USA noch
verbringen?
„Ich haben den Sommer bislang in Erie,
Pennsylvania genossen. Im Fokus stand natürlich die persönliche
Vorbereitung auf die neue Saison. Als Ausgleich habe ich oft den
Golfschläger geschwungen. Und natürlich versuche ich viel Zeit mit
meiner Familie zu verbringen, denn während der Saison werde ich sie
ja nicht wirklich sehen.“
www.vienna-capitals.at, Pic by William O’Shields – Own work, CC BY-SA 4.0









