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Startrainer verlässt Nationalteam und übt Kritik!

Der Abschied ist endgültig: Jukka Jalonen verlässt Italiens Eishockey-Nationalmannschaft nach nur zwei Jahren wieder und kehrt in seine finnische Heimat zurück. Nach dem bitteren WM-Abstieg meldete sich der Startrainer mit großer internationaler Erfahrung noch einmal ausführlich zu Wort – und fand dabei deutliche Worte über den Zustand des italienischen Eishockeys, wie „Sportnews“ berichtet.

Bitteres Ende bei der WM

Vor allem die entscheidende Niederlage gegen Slowenien sitzt Jalonen noch immer tief in den Knochen. Für den Finnen waren dabei zwei Faktoren ausschlaggebend: „Die Niederlage war vor allem mental und praktisch bedingt. Unser schlechtes Powerplay hat uns viel Energie gekostet, dazu kamen unsere Offensivprobleme“, erklärte Jalonen.

Tatsächlich hatte Italien während des gesamten Turniers große Schwierigkeiten im Angriffsspiel. Am Ende stand der Abstieg aus der Top-Division fest – und damit auch das Ende von Jalonens Amtszeit.

Vertrag wird nicht verlängert

Der italienische Verband entschied sich nach dem enttäuschenden WM-Auftritt gegen eine Vertragsverlängerung. Gleichzeitig lockte Jalonen bereits ein attraktives Angebot aus der finnischen Liiga. Trotz des Abstiegs lobte FISG-Sportdirektor Stefan Zisser die Arbeit des erfahrenen Trainers. Auch Jalonen selbst sieht eine solide Basis für seinen Nachfolger: „Es gibt einen starken Trainerstab. Der neue Coach muss nicht bei null anfangen.“

Talente sollen ins Ausland

Besonders deutlich wurde Jalonen bei der Entwicklung junger Spieler. Der Finne empfiehlt Italiens Talenten frühzeitig den Schritt ins Ausland. „Im modernen Hockey geht alles sehr schnell. Die Qualität in Ländern wie der Schweiz, Schweden, Finnland, Kanada oder den USA ist höher als in Italien“, betonte der 63-Jährige. Vor allem junge Spieler könnten dort schneller reifen und sich besser auf den Profibereich vorbereiten.

Kritik an den italienischen Strukturen

Zwischen den Zeilen übte Jalonen auch Kritik an den Strukturen im italienischen Eishockey. Seiner Meinung nach fehle es weniger an Talent, sondern vielmehr an professionellen Rahmenbedingungen. „Es gibt im Grunde nur zwei echte Profivereine: Bozen und Pustertal. Dort einen Platz zu bekommen, ist schwierig“, erklärte der Finne.

Sein Fazit fällt klar aus: „Im italienischen Hockey fehlt es nicht an Talent oder Einstellung. Was es braucht, ist ein höheres Niveau in der täglichen Arbeit.“

 

Bild: Don Bigileone, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons

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