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Ermittlungen um Mailands Olympia-Eishockeyhalle

Der Rechnungshof der italienischen Region Lombardei hat Ermittlungen wegen möglicher finanzieller Schäden im Zusammenhang mit der Eishockeyhalle Santa Giulia in Mailand eingeleitet – das berichtet „Sportnews“. Die Arena war während der Olympischen Winterspiele 2026 Austragungsort der Eishockeybewerbe und steht nun wegen stark gestiegener Baukosten im Mittelpunkt der Untersuchungen.

Geplante Privatfinanzierung scheiterte

Ursprünglich sollte die Halle ohne öffentliche Gelder errichtet werden. Verantwortlich dafür war die Eventim-Tochter Evd Milan Srl. Aufgrund deutlich höherer Baukosten beantragte das Unternehmen laut italienischen Medien zusätzliche öffentliche Förderungen in Höhe von 134 Millionen Euro.

Eine technische Prüfung der Stadtverwaltung Mailand kam jedoch zu einem anderen Ergebnis. Demnach wären lediglich etwas mehr als 50 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln gerechtfertigt gewesen.

Polizei stellt Unterlagen sicher

Im Rahmen der Ermittlungen wurden bereits Unterlagen von der Polizei sichergestellt. Geprüft werden vor allem die sogenannten „Extrakosten“, die beim Bau der Halle entstanden sind.

Die Behörden wollen herausfinden, ob öffentliche Gelder zu stark belastet wurden und ob der italienischen Staatskasse dadurch ein finanzieller Schaden entstanden ist.

Die Ermittlungen könnten nun neue Fragen zur Finanzierung öffentlicher Großprojekte und zur Verwendung von Steuergeldern aufwerfen.

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