Das olympische Eishockey-Turnier der Herren ist Geschichte. In einer packenden und hochklassigen Begegnung zwischen Kanada und den USA hatten die „stars and stripes“ das bessere Ende für sich.
Alles war in der Santa Giulia Eisarena angerichtet: im Finale trafen die beiden Topfavoriten Kanada und USA aufeinander. Eben jene Begegnung, auf welche viele Fans gewartet hatten – und das seit vielen Jahren. Zum ersten Mal seit Sotschi 2014 nahmen wieder NHL-Cracks an den Titelkämpfen teil und die Superstars lieferten ab.
Die USA erwischte den besseren Start und konnte gleich zu Beginn Druck auf die Kanadier, die in diesem Turnier immer etwas Zeit brauchten, um ins Spiel zu kommen, ausüben. Nach exakt sechs Minuten dann der erste Treffer: Matt Boldy ließ die beiden Colorado Avalanche Teamkollegen Devon Toews und Cale Makar stehen und konnte Kanadas Schlussmann Jordan Binnington bezwingen. Kanada fand danach besser ins Spiel, doch es sollten keine weiteren Treffer in Abschnitt 1 fallen.
In den zweiten 20 Minuten übernahmen die Ahornblätter mehr und mehr das Kommando, die USA fasste aufgrund des höher werdenden Drucks zwei Strafen aus, überstand aber eine brenzlige 5on3-Unterzahlphase. Kurz vor der zweiten Pause fand dann auch Kanada den Weg aufs Scoreboard. Ein Bully in der Angriffszone wurde gewonnen, Devon Toews schob die Scheibe zum völlig frei stehenden Cale Makar und dieser bezwang den glänzend performenden Connor Hellebuyck „far side“.
Kanada hatte auch in Abschnitt 3 mächtig Feldüberlegenheit und dominierte die USA, die aber ab und an bei Kontern gefährlich wurden. Toews und auch Nathan MacKinnon vergaben im dritten Abschnitt richtige Sitzer: Toews scheiterte an der Kelle von Hellebuyck, MacKinnon traf bei leerem Tor nur das Außennetz. Die USA rettete sich über die Zeit und erzwang so eine 3on3-Overtime.
In dieser versuchte es Kanadas Superstar Connor McDavid zwei Mal im Alleingang, konnte aber keine zwingende Torchance kreiern. Die USA nutze seine Chance, Zach Werenski bediente Jack Hughes mustergültig, der die US-Amerikaner erlöste. Die Revanche für das Olympia-Finale von 2010 war gelungen.
Für die USA war es nach 1960 (Squaw Valley) und 1980 (Lake Placid) die dritte Goldmedaille. Für den neunfachen Goldmedaillengewinner Kanada gab es heute zum vierten Mal Silber. Connor McDavid wurde zum MVP des Turniers gewählt. Connor Hellebuyck zum besten Torhüter, Quinn Hughes zum besten Verteidiger. In das „all star team“ der Spiele von Mailand und Cortina schafften es: Connor Hellebuyck (USA), Quinn Hughes (USA), Cale Makar (CAN), Connor McDavid (CAN), Macklin Celebrini (CAN) und Juraj Slavkovsky (SVK). Eine schöne Geste gab es kurz nach Ende der Begegnung: ein Trikot von Johnny Gaudreau und seiner #13 wurde von Cracks des US-Teams in die Jubelszenen mit einbezogen.
Olympische
Winterspiele – Milano Cortina 2026 – Finale
Kanada : USA – 1:2 n.V. (0:1|1:0|0:0|0:1)
Tore: 0:1 Boldy (7.), 1:1 Makar (39.), 1:2 Hughes J. (62.)









