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National League

Exporte: Benjamin Baumgartner mit drei Toren in den Pre-Playoffs!

Der HC Davos gewann das zweite Spiel der Pre-Playoffs in Bern mit 0:3 und glich die Best-of-three Serie zum 1:1 aus. Somit kommt es heute Abend zum entscheidenden Spiel in Davos. Will der SC Bern noch etwas bewirken muss er sich aber deutlich steigern, ansonsten geht es in die Ferien.

Der HCD traf mit Verspätung in Bern ein, konnte deswegen auch den geplanten Stopp in Deitingen nicht einhalten. Er startete aber wach und engagiert ins erste Drittel. Die Führung in der 9. Minute durch Palushaj war mehr als verdient und hätte im ersten Drittel durchaus auch höher ausfallen können. Die knappe Führung hielt bis kurz vor Ende der regulären Spielzeit, dann hatte der junge Österreicher mit Schweizer Lizenz, Benjamin Baumgartner, einen Energieanfall und setzte mit seinen zwei Toren zum 2:0 und 3:0 den Deckel drauf.

Die Berner mit einem uninspirierten, ineffizienten und ideenlosem Auftritt. So wollte zum Beispiel Kyen Sopa aus dem eigenen Drittel drippeln, verlor aber den Puck in der Vorwärtsbewegung an Oliver Heinen und Palushaj konnte dessen Zuspiel verwerten. Bei diesem Treffer machte der Berner Goalie nicht gerade die beste Figur. Ein klein wenig Reaktion zeigte Bern im Mitteldrittel, ging aber mit den Chancen viel zu fahrlässig um.

Den Schwung des 2.Drittels konnten die Berner nicht mitnehmen, wenig bis gar nichts mehr kam von ihnen. Auch in einer vierminütigen Überzahl (zwei mal zwei Minuten gegen Magnus Nygren) kam nichts gefährliches zustande.

Trotz des laschen Auftritts des SCB hatte man dennoch ab und zu gute Abschlussmöglichkeiten. Aber alles was auf das HCD-Tor zukam, wurde zur sicheren Beute ihres Goalie’s Sandro Aeschlimann. Er wehrte sämtliche 35 Schüsse des Gegners souverän ab und brachte die Einheimischen zur puren Verzweiflung. Dieser Schachzug des Davoser Coach Christian Wohlwend mit Aeschlimann anstelle von Robert Mayer im Tor, hatte sich im Gegensatz zum ersten Spiel vom Mittwoch als Glücksgriff erwiesen.

Bis zur 57. Minute war der Ausgang der Partie noch offen und Davos lag immer noch mit 0:1 in Front. Bevor aber der SC Bern dazu kam, seinen Goalie Karhunen gegen einen sechsten Feldspieler zu ersetzen, beendete der junge Benjamin Baumgartner mit seinen zwei Treffern zum 0:2 in der 57. Minute und zum 0:3 in der 59. Minute die letzte Berner Hoffnung in dieser Partie.

Nach dem ersten Pre-Playoff-Spiel vom letzten Mittwoch hatte man eigentlich von den Berner mehr erwartet als diesen uninspirierte Auftritt. Doch der gehört bereits der Vergangenheit an, denn der SCB hat bereits am heutigen Sonntag die Möglichkeit, alles besser zu machen als im zweiten Spiel. Doch dazu braucht es eine deutliche Steigerung des Teams, vor allem Dingen von ihren ausländischen Stürmern, die am Samstag praktisch unsichtbar waren.

Mit viel Geduld, Willen und Leidenschaft bezwingen die Rapperswil-Jona Lakers den EHC Biel ein zweites Mal und stehen im Playoff.
Nach dem gestrigen zweiten Spiel der Pre-Playoffs sorgten die Rapperswiler für eine große und unerwartete Überraschung, indem sie als Zehnplatzierter die Bieler mit 3:1 schlugen und die „Best-of-three“ Serie mit 2:0 beendeten und den EHC Biel aus den Playoffs warfen. Wie schon im ersten Spiel in Biel, war die Basis zum Lakers-Sieg auch am gestrigen Abend eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein überragender Goalie Melvin Nyffeler.

Beinahe symptomatisch war, dass nicht etwa der Lakers Topscorer Cervenka oder Goalgetter Clark das bisher wichtigste Saisonspiel der Rosenstädter entschied. So gelang dem Arbeiter Michael Loosli aus der vierten Linie, in der 43. Minute das erlösende 2:1. Loosli konnte davon profitieren, dass der Puck von Forrer via Schlittschuh eines Bielers vors Tor kam und er die Scheibe souverän an Joren van Pottelberghe vorbeischieben konnte.

Daraufhin spielten die Rapperswiler befreiter auf und erhöhten den Druck auf die Bieler dermaßen, dass die Gäste ihre guten Tugenden aus den ersten 40 Minuten vergasen. Rappi konnte sein Spiel anders als noch als im ersten Spiel spielerisch wie auch körperlich einteilen. In der Startphase war es aber Biels Mike Künzle, der es mit seinen bekannten Playoff-Mätzchen immer wieder schaffte, die Rapperswiler zu provozieren, doch wusste er auch spielerisch zu überzeugen. Mit seinem genialen Pass nach 97 Sekunden erzielte er die frühe Führung für den EHC Biel.

Auch gelang es den Seeländern mit der 0:1 Führung, die Gäste in den ersten 40 Minuten immer wieder einzuschnüren. Zudem kam den Bielern zugute, dass mit Jason Fuchs und Tino Kessler zwei Stürmer zurück ins Lineup kamen. Dass dem EHC Biel trotz ihrer starken Druckphase kein weiteres Tor gelang, lag vor allem am bärenstarken Lakers-Goalie Melvin Nyffeler, welcher zurzeit mental unglaublich stark spielt.

Während der Rappi-Goalie hinten dicht hielt, wartete die Rapperswiler Offensive auf eine günstige Gelegenheit zum Ausgleich, die sich in der 25. Minute bot. Künzle fasste eine Strafe wegen eines Stockschlags von hinten in die Schlittschuhe Cervenka, dann kassierte Biel auch noch eine Wechselstrafe. In dieser doppelten Überzahl spielte Cervenka den Pass zu Captain Andrew Rowe, welcher die Partie zum 1:1 ausgleichen konnte.

Obwohl sich Rappi in den ersten beiden Dritteln von den Bielern dominieren lassen mussten, spielte man auch nach dem Führungstreffer von Loosli das gewünschte Playoff-Hockey weiter. Auch gelang es den Lakers körperliche Akzente zu setzen und Nyffeler wurde durch die Defensive noch besser abgeschirmt. Ohne große Probleme konnten die Rapperswiler ihren Vorsprung in die 60. Minute retten, wo Kevin Clark auf Pass von Cervenka noch zum 3:1 ins leere Tor traf.

Dank der solidarischen Mannschaftsleistung die dieses Team auszeichnet, der nötigen Playoffhärte und einem äußerst starken Torhüter, gelang es der Mannschaft vom oberen Zürichsee den EHC Biel in zwei Spielen zu

schlagen und sich damit für die Playoff-Viertelfinale zu qualifizieren. „Diesen Erfolg werde ich immer in Erinnerung behalten“ erklärte ein überglücklicher Jeff Tomlinson und betonte einmal mehr, dass diese Arbeit in Rappi etwas magisches an sich hat. Erkannte aber auch mit einem weinenden Auge über das Scheiden seiner Liebe vom Obersee und kann in dieser Saison auf dem Höhepunkt abtreten. All die gesteckte Ziele hatte er und sein Team erreicht.  Dass er dabei die erste Playoffqualifikation seit 2008 schaffte, hebt Tomlinson auf eine Stufe mit den Trainerlegenden Pekka Rautakallio und Bill Gilligan, welche den Club in den 90ern und den 2000ern geprägt hatten.

Für die Rapperswil-Jona Lakers geht es damit am Dienstag, den 13. 4. in den Playoffs gegen den HC Lugano weiter.

SC Bern vs. HC Davos 0:3 (0:1 / 0:0 / 0:2)
Tore: 08:59 Palushaj (Heinen) 0:1; 56:20 Baumgartner (Nussbaumer, Sund) 0:2; 58:25 Baumgartner (Herzog, Palushaj) 0:3
SC Bern ohne Sciaroni, Blum, Rüfenacht (verletzt), Sterchi, Burren (überzählig)
HC Davos ohne D. Wieser, Du Bois, Paschoud, Rubanik (verletzt), Kienzle, Ullström (SWE / überzählig)

Rapperswil – Biel 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)
Tore: 2. Brunner (Künzle, Cunti) 0:1. 27. Rowe (Cervenka/bei 5 gegen 3) 1:1. 43. Loosli (Wetter, Forrer) 2:1. 60. (59:13) Clark (Cervenka, Moses) 3:1 (ins leere Tor).
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Dünner, Lhotak, Payr und Vukovic (alle verletzt), Biel ohne Fey, Hischier, Lindgren und Lüthi (alle verletzt).

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