Genève-Servette gewinnt den Spitzenkampf in Biel 3:2 nach Verlängerung und baut seinen Vorsprung an der Spitze der National League auf zwei Punkte aus, während der erste Verfolger, der EHC Biel, den Sprung an die Spitze verpasst.
Fabio Hofer und Yanick Stampfli bringen die Seeländer im ersten Drittel 2:0 in Front und durften sich bis fünf Minuten vor Schluss gute Hoffnungen darauf machen, Genéve-Servette erstmals seit dem 25. September wieder von der Spitze zu verdrängen. Doch dann konnten die Calvinstädter ausgleichen und kamen in der Overtime sogar noch zum 3:2-Sieg. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Bieler die Möglichkeit für den Sprung an die Tabellespitze vergaben.
Die Rapperswil-Jona Lakers
festigten mit ihrem 4:1 Auswärtssieg beim Tabellenletzten ihren 3.
Platz
Aus gemeinsamen Zeiten in der NLB weiss man, dass
es in Pruntrut selten einfache Spiele gibt. Insbesonders jetzt,
weil Ajoie zuletzt sehr formstark auftrat und gleich wie die Gäste
vom Obersee je 4 Siege in 5 Spielen feierten. Die Lakers erzielten
nach einer guten Torchance des Heimteams nach einem schnellen
Konter über Cervenka und Åberg das erste Tor der Partie. Danach
waren die Lakers spielbestimmend, doch die Ajouluts agierten in
Überzahl gefährlich.
Bern verliert auch zweites
Heimspiel gegen Davos
Beim SCB kehrte Sven Bärtschi ins
Line-up zurück, dennoch traten die Berner in der Defensive noch
dezimierter auf als zuvor. In der Offensive musste Bern auf
Captain Simon Moser verzichten, der für vier Wochen ausfällt. Also
keine guten Vorzeichen für den SCB. Die Berner mit klar die
besseren Chancen und gewannen mehr Zweikämpfe und gingen mit einem
2:0 Vorsprung in den Mittelabschnitt. Dort kam der SCB zu einem
zweiten Powerplay, doch statt zu einem 3:0, kam der Davoser
Nordström zu einem Konter, netzte zum 2:1ein und drehte die Partie.
Bristedt traf in der 34. Minute im PP. Zum Ausgleich und in der 40.
Minute erzielte D.Egli das 2:3 und Ambühl versenkte die Scheibe ins
leere Tor zum 2:4.
Zug reagiert auf das
unglückliche Ausscheiden im Champions-League-Halbfinal im Stil
eines Champions
Der in der Meisterschaft bisher
enttäuschende Titelverteidiger gewinnt im Kampf um die direkte
Playoff-Qualifikation das wichtige Duell gegen Fribourg-Gottéron
mit und bleibt mit den Playoff-Plätzen auf Tuchfühlung.
Kloten arbeitet sich auf den
siebten Tabellenrang vor
Kloten gewinnt zum ersten Mal seit
dem Oktober 2016 und nach neun Niederlagen wieder einmal in der
Leventina gegen Ambri-Piotta. Dabei erzielte Reinbacher zwei
Assists zum 0:1 und 1:2. Zweimal konnten die Biancoblu ausgleichen.
Erst der zweite Treffer von Arttu Ruotsalainen in der 52. Minute
sichert dem Aufsteiger den vierten Erfolg hintereinander. Die
Leventiner liegen jetzt nur noch einen Punkt vor dem Kantonsrivalen
Lugano, welches den 10. Platz belegt, der noch zu den Vor-Playoffs
berechtigt.
Hoffen darf auch der Lausanne HC
nach seinem 5:0-Sieg Heimsieg gegen die Emmentaler. Der
Österreicher Michael Raffl verbuchte in diesem Duell zwei weitere
Punkte (1 Assist und ein Tor)
Langnau Coach Thierry
Paterlini musste sein Time-out bereits in der 12. Minute nehmen,
welches jedoch nicht fruchtete. Zu diesem Zeitpunkt lag sein Team
bereits vorentscheidend 0:2 in Rücklage undzeigte auch im
Nachhinein kaum Biss. Die Langnauer traten weiterhin ohne
Durchschlagskraft auf. Ohne sich gross anstrengen zu müssen, kam
Lausanne letztlich zu einem klaren Heimsieg und fuhr nach zuletzt
zwei Nullern die drei Punkte ein. Die Tigers hingegen mussten zum
dritten Mal in Folge vom Eis.
Die ZSC in der Krise,
fünfte Pleite der Lions in Serie
Lugano mit wichtigem
Mini-Sieg gegen die ZSC Lions. Sie führten dank Arcobello und Marco
Müller und dem Gegentreffer von Lammiko nach 40 Minuten mit 2:1 und
brachten den Sieg trotz einigen kritischen Situationen über die
Distanz. Die Zürcher konnten wieder auf Azevedo und Andrighetto
zählen. Bei den Luganesi gab Julian Walker sein Comeback, Markus
Granlund und Troy Josephs kehrten zurück, dafür fehlten Calle
Andersson und Samuel Guerra krankheitshalber aus. Schnell bemerkte
man, dass dies ein Duell zweier formschwacher Equipen sein würde.
Einfache Pässe kamen beiderseits nicht an, Automatismen
griffen nicht und die Powerplays funktionierten nicht. Daher
versuchten beide Teams, über den Kampf ins Spiel zu finden.
Lugano legte den Grundstein für den gestrigen Erfolg durch eine solide Defensivarbeit. Je ein Tor im ersten und zweiten Drittel genügen dem HC Lugano für den Vollerfolg. Den ZSC Lions jedoch gelang nicht mehr als der Anschlusstreffer von Lammikko zum 1:2 gegen Ende des zweiten Drittels. Für die Zürcher war es bereits die fünfte Niederlage in Folge ohne einen einen Punktgewinn. Eine solche Pleitenserie erlebten die Limmatstädter letztmals in der Saison 2005/2006.
Lugano hatte sich den Sieg verdient, da sie vor allem die kleinen Sachen richtig machten und vor allem keine Eigenfehler wie in den vorherigen Partien beging. Die Mannschaft von Marc Crawford aber konnte heute Abend nicht verbergen dass man in einer Krise steckt, offensiv harmlos, im Spielaufbau viel zu unpräzis.
Sämtliche Partien werden am Samstag oder Sonntag – mit umgekehrtem Heimrecht wiederholt.
Telegramme vom 20.01.23
Biel – Genève-Servette 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:1)
n.V.
Tore: 2. Hofer (Haas, Grossmann)
1:0. 4. Stampfli (Rajala, Kessler) 2:0. 28. Chanton (Hartikainen)
2:1. 56. Rod (Praplan) 2:2. 63. Omark (Praplan) 2:3.
Bemerkungen: Biel ohne Hischier, Schneeberger
(beide verletzt) und Sheahan (überzähliger Ausländer),
Genève-Servette ohne Filppula, Jacquemet und Vatanen (alle
verletzt).
Lugano – ZSC Lions 2:1 (1:0, 1:1,
0:0)
Tore: 4. Arcobello (Connolly,
Morini) 1:0. 34. Marco Müller (Alatalo, Klok) 2:0. 38. Lammikko
(Weber, Bodenmann) 2:1. Bemerkungen: Lugano ohne
Andersson, Guerra (beide krank), Vedova (verletzt), Bennett und
Koskinen (beide überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Marti,
Waeber (beide verletzt) und Roe (überzähliger Ausländer).
Bern – Davos 2:4 (2:0, 0:3,
0:1)
Tore: 6. Kahun (Ennis, Sceviour)
1:0. 14. Scherwey (Bärtschi, Untersander) 2:0. 25. Nordström
(Unterzahltor!) 2:1. 35. Bristedt (Powerplaytor) 2:2. 40. (39:11)
Dominik Egli (Corvi/Powerplaytor) 2:3. 59. Ambühl (Nordström) 2:4
(ins leere Tor). Bemerkungen: Bern ohne Gelinas,
Colin Gerber, Mika Henauer, Lehmann, Loeffel und Moser (alle
verletzt), Davos ohne Frehner, Jung, Prassl und Wellinger (alle
verletzt).
Ambri-Piotta – Kloten 2:3 (0:1, 1:0,
1:2)
Tore: 8. Ness (Reinbacher) 0:1.
31. Heed (Pestoni, Bürgler/Powerplaytor) 1:1. 47. Ruotsalainen
(Reinbacher, Kellenberger) 1:2. 50. Kneubuehler
(Formenton/Unterzahltor!) 2:2. 52. Ruotsalainen (Ekestahl-Jonsson)
2:3. Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Kostner
(verletzt) und McMillan (überzähliger Ausländer), Kloten ohne
Dostoinov, Riesen, Schmaltz (alle verletzt), Bougro, Capaul und
Peltonen (alle krank).
Lausanne – SCL Tigers 5:0 (2:0, 0:0,
3:0)
Tore: 10. Maillard (Hügli) 1:0.
12. Pedretti (Genazzi) 2:0. 48. Jäger (Bozon, Raffl) 3:0. 58. Sekac
(Frick) 4:0 (ins leere Tor). 60. (59:59) Raffl (Sidler) 5:0.
Bemerkungen: Lausanne ohne Almond, Emmerton,
Heldner, Krakauskas (alle verletzt), Panik und Salomäki (beide
überzählige Ausländer), SCL Tigers ohne Salzgeber (krank).
Zug – Fribourg-Gottéron 4:3 (0:0, 2:0,
2:3)
Ajoie – Rapperswil-Jona Lakers 1:4 (0:1,
1:0, 0:3)
Bild: Marcel Kaul (szeneemagazin.ch)






