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Große Trauer: Ex-Stanley-Cup-Sieger viel zu früh verstorben

Die Eishockey-Welt trauert um den ehemaligen NHL-Profi und Stanley-Cup-Sieger Troy Murray. Der langjährige Spieler und spätere TV- und Radio-Analyst ist im Alter von nur 63 Jahren nach einem langen Kampf gegen Krebs verstorben.

Murray spielte insgesamt 15 Jahre in der National Hockey League und galt über Jahrzehnte als prägende Persönlichkeit der Chicago Blackhawks. Der Stürmer wurde beim 1980 NHL Draft in der dritten Runde ausgewählt und verbrachte den Großteil seiner Karriere in Chicago.

Seine sportlich erfolgreichste Saison erlebte Murray 1985/86. Damals erzielte er 45 Tore und 54 Assists – insgesamt 99 Punkte – und gewann dafür die prestigeträchtige Frank J. Selke Trophy, die jährlich an den besten defensiven Stürmer der Liga vergeben wird.

Den größten Triumph seiner Karriere feierte Murray in der Saison 1995/96. In seinem letzten NHL-Jahr gewann er mit der Colorado Avalanche den Stanley Cup.

Insgesamt absolvierte Murray 915 NHL-Spiele und sammelte dabei 230 Tore und 354 Vorlagen. Neben Chicago und Colorado lief er auch für die Winnipeg Jets, Ottawa Senators und Pittsburgh Penguins auf. In den Playoffs steuerte er weitere 43 Punkte bei.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere blieb Murray dem Eishockey treu. Ab 1998 arbeitete er als Analyst und Kommentator rund um die Blackhawks und wurde zu einer festen Stimme für die Fans des Traditionsklubs. Gemeinsam mit Radiokommentator John Wiedeman begleitete er auch die drei Meisterschaften der Blackhawks in den Jahren 2010, 2013 und 2015.

2021 wurde bei Murray Krebs diagnostiziert. Trotz intensiver Behandlungen kehrte er noch mehrfach ans Mikrofon zurück und kommentierte Spiele. 

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