Gestern wurde der HC Milano bei der ordentlichen Generalversammlung der win2day ICE Hockey League in die multinationale Liga aufgenommen. Doch die Abstimmung zugunsten der Italiener fiel denkbar knapp aus.
Es ist unter Dach und Fach, die ICEHL wächst auf 14 Teams an – der HC Milano wird ab der Saison 2026/27 am Spielbetrieb teilnehmen. Mehr Konkurrenz, mehr Reisekosten – nicht alle Clubs waren mit der Aufnahme einverstanden, die das knappe Ergebnis widerspiegelt.
Zweidrittelmehrheit knapp erreicht
Wie die „Oberösterreichischen Nachrichten“ berichteten, fiel das Abstimmungsergebnis mit 8:4 denkbar knapp aus. Davon war vor der Wahl nicht unbedingt auszugehen, denn es soll eine „Allianz“ aus österreichischen Vereinen gebildet haben, die eine Aufnahme Mailands abgelehnt hätten. Dazu sollen Meister Graz, Wien, Linz, Villach, Innsbruck und die Pioneers Vorarlberg gezählt haben. Doch sowohl die Tiroler, als auch die Vorarlberger sollen sich umentschieden haben.
Reisestrapazen und Konkurrenzdenken
Fakt ist, die ICE-Clubs werden ein Mehr an Kilometer abspulen. Ferencvaros Budapest, die erst 2025 aufgenommen wurden, bei der Abstimmung aber nicht zugelassen waren, ist fast 1.000 Kilometer von der Mode-Metropole in der Lombardei entfernt. Von Linz nach Mailand sind es über 700 Kilometer, Meister Graz spult knapp unter 700 Kilometer ab. Die kürzeste Anreise haben natürlich die italienischen Clubs: der HC Pustertal ist zirka 350 Kilometer entfernt, der HCB Südtirol „nur“ 285. Ein bemerkenswerter Fakt: Mailand ist verpflichtet als Gastgeber für die Nächtigungskommen der Gäste aufzukommen.
Mit einem Team mehr steigt aber auch der Konkurrenzkampf um die Playoff- und Pre-Playoff-Plätze. Sollte das Format gleich bleiben – und davon ist auszugehen – kämpfen nun 14 Teams um die Plätze.
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