EC KAC

ICEHL: Fünf bestätigte Ausfälle beim KAC – ein weiterer Crack ist fraglich!

Nach den dramatischen Szenen rund um Jordan Murray im ursprünglichen Auftaktspiel der Serie am Dienstag wird das Playoff-Viertelfinalduell zwischen dem EC-KAC und Fehérvár AV19 am Sonntagabend neu eröffnet.

Hinter dem EC-KAC liegen ausgehend von den dramatischen Szenen rund um Jordan Murray im Heimspiel am Dienstag emotional herausfordernde Tage. Am Donnerstag wurde vereinbart, die Playoff-Viertelfinalserie zwischen den Rotjacken und Fehérvár AV19 zu neuen Spielterminen auszutragen, sodass das „Best-of-Seven“-Duell zwischen dem Zweiten und dem Zehnten der Grunddurchgangstabelle am Sonntag, dem 15. März 2026, seinen Neustart in der Heidi Horten-Arena erlebt. Die Begegnung wird auf Sporteurope.TV(Öffnet in neuem Fenster) live übertragen, das Opening Faceoff erfolgt um 18.00 Uhr.

 

Ausgangssituation:

Der EC-KAC hat sich am letzten Sonntag bei seinem sechsten Pick der Klubgeschichte zum fünften Mal hintereinander für den zum Zeitpunkt seiner Auswahl am schlechtesten platzierten unter allen möglichen Gegnern entschieden und trifft im Viertelfinale auf Fehérvár AV19. Seit der Einführung des Picks (2012/13) sind die Rotjacken in sechs Fällen noch nie an einem von ihnen ausgewählten Kontrahenten gescheitert, wohl aber mussten sie in den beiden vergangenen Jahren in der Auftaktrunde der KO-Phase jeweils in ein sechstes Spiel. Die Post Season nahmen die Klagenfurter bisher neun Mal vom zweiten Platz der Grunddurchgangstabelle aus in Angriff, in sieben Fällen standen sie später auch im Finale.

Zum Viertelfinalstart baut der Rekordmeister auf seine starke heurige Heimbilanz gegen Teams außerhalb der Top-Sechs: 14 Auftritte in der Heidi Horten-Arena gegen Mannschaften auf den Rängen sieben bis 13 brachten 13 Siege und 39 von 42 möglichen Punkten. Auch die jüngere Playoff-Geschichte des EC-KAC liefert dem rot-weißen Lager Grund für Optimismus: Von den letzten 15 “Best-of-Seven“-Serien haben die Athletiker elf gewonnen, den Kürzeren zogen sie in diesem Zeitraum nur drei Mal gegen den EC Salzburg und ein Mal gegen die Vienna Capitals. Ebenfalls sehr positiv gestaltet sich die Bilanz der Kärntner gegen nicht-österreichische Opposition in der Post Season, ging doch von neun „Best-of-Seven“-Konfrontationen mit außerhalb der Alpenrepublik beheimateten Klubs nur eine – das Viertelfinale 2018 gegen den HCB Südtirol – verloren.

Fehérvár AV19 drehte in der vergangenen Woche das Pre-Playoff-Duell mit den Vienna Capitals nach einer 1:5-Niederlage zum Auftakt noch zu seinen Gunsten: Auf einen (allerdings erst im letzten Spielabschnitt fixierten) 7:3-Heimsieg folgte ein 1:0-Auswärtserfolg in Wien, wodurch die Ungarn zum dritten Mal in vier Jahren den „Best-of-Three“-Umweg in das Viertelfinale erfolgreich meisterten. Das Team von Head Coach Ted Dent rettete damit eine Saison, der die Einordnung in die Kategorie verkorkst drohte, war der erreichte Punkteschnitt im Grunddurchgang (1,25) doch der fünftniedrigste in 19 Jahren der Ligazugehörigkeit. Speziell auswärts stotterte der Motor der Magyaren gehörig: Aus bislang 26 Partien in der Fremde stehen erst sieben Siege zu Buche, weniger hatte der Klub zuletzt in der Spielzeit 2009/10 auf seinem Konto. Spezielle Bedeutung kam dabei häufig der Anfangsphase der Begegnungen zu: Von den 26 Auswärtsspielen Székesfehérvárs gewann 23 jene Mannschaft, die mit 1:0 in Führung ging. Begünstigt wurde diese einseitige Bilanz von der nur beschränkt durchschlagskräftigen Offensive: Bei 19 seiner 24 Auftritte außerhalb von Ungarns Grenzen wurde Fehérvár AV19 von seinen jeweiligen Gegnern auf maximal zwei erzielte Tore limitiert.

Im Duell mit dem EC-KAC streben die Roten Teufel eine Verbesserung ihrer eher bescheiden glorreichen Playoff-Historie in der win2day ICE Hockey League an: Bislang qualifizierten sie sich zehn Mal für das Viertelfinale, das dann in neun Fällen auch Endstation war. In eine auswärts eröffnete „Best-of-Seven“-Serie startete Székesfehérvár seit 2010 stets mit einer Niederlage.

Personelles:

Rotjacken-Verteidiger Jordan Murray, der im abgebrochenen ersten Viertelfinalspiel am Dienstag kollabierte und nach Herzstillstand auf der Spielerbank reanimiert werden musste, befindet sich auf dem Weg der Besserung. Er konnte im Klinikum Klagenfurt auf die Normalstation verlegt werden, wo er sich an der Seite seiner Lebensgefährtin und seiner umgehend aus Kanada eingeflogenen Eltern erholt.

Dem EC-KAC fehlen beim Neustart der Viertelfinalserie am Sonntag wie zuletzt die Langzeitverletzten Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc, die ihre Saison bereits im Dezember vorzeitig beenden mussten. Ebenfalls nicht dabei ist Mathias From, der von seiner Erkrankung genesen ist, sich aber präventiv erst langsam an Off-Ice- und in weiterer Folge Eistraining herantastet. Zum Serienauftakt ebenfalls noch kein Thema ist Mario Kempe (Oberkörperverletzung), der das Mannschaftstraining am Freitag abbrechen musste und noch einige Tage an zusätzlicher Pause einlegt. Positiv gestaltete sich hingegen der Heilungsverlauf der Oberkörperverletzung von David Maier, der bereits wieder am Eis steht. Eine finale Entscheidung hinsichtlich seiner Mitwirkung fällt am Spieltag.

eckac,at Bild: HCB/Vanna Antonello

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