Die vergangene ICEHL-Saison hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig dominante Leistungen von der blauen Linie für den Erfolg eines Teams sein können. Mehrere Verteidiger überzeugten mit starken Offensivwerten und enorm viel Einfluss auf das Spiel ihrer Mannschaften. Besonders interessant: Einige dieser Defender sind aktuell noch ohne bestätigte Zukunft und könnten damit zu spannenden Namen am Transfermarkt werden. Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf drei Verteidiger, die in der Saison 2025/26 nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht haben.
Max Gildon (D)
Max Gildon entwickelte sich in seiner ersten Saison beim HC Bozen sofort zu einem der komplettesten Verteidiger der Liga. Der US-Amerikaner absolvierte 48 Spiele im Grunddurchgang und verbuchte dabei starke 37 Punkte. Besonders beeindruckend: Mit einem Plus/Minus-Wert von +33 führte der ehemalige Florida-Panthers-Draftpick sogar die gesamte ICEHL an. Gildon überzeugte mit seinem starken ersten Pass, viel Ruhe an der Scheibe und seiner Fähigkeit, sich offensiv immer wieder gefährlich einzuschalten. Bereits zuvor machte der 26-Jährige mit starken Leistungen in der Slowakei auf sich aufmerksam, wo er mit HC Kosice Meister wurde und zu den besten Verteidigern der Liga zählte. Zudem sammelte der großgewachsene Defender Erfahrung in der AHL sowie in der DEL bei Adler Mannheim. Direkt nach der Saison verdichteten sich die Gerüchte rund um einen möglichen Wechsel zum EC Red Bull Salzburg, offiziell bestätigt wurde bislang allerdings noch nichts. Aufgrund seiner starken Saison dürfte Gildon jedenfalls zu den gefragtesten Verteidigern am ICEHL-Markt gehören.
Rasmus Bengtsson (D)
Auch Rasmus Bengtsson wusste in seiner ersten ICEHL-Saison voll zu überzeugen. Der Schwede kam beim Liganeuling Ferencvárosi TC in 46 Spielen auf starke 31 Punkte und war damit einer der wichtigsten Eckpfeiler in der Defensive der Ungarn. Der ehemalige Zweitrundenpick der Florida Panthers brachte enorm viel Erfahrung aus der SHL und HockeyAllsvenskan mit nach Budapest und verlieh dem Team speziell im Powerplay viel Stabilität und Übersicht. Bengtsson galt über Jahre hinweg als verlässlicher Zwei-Wege-Verteidiger in Schweden und konnte dort mehrfach seine Offensivqualitäten unter Beweis stellen. Unter anderem wurde er 2021 zum besten Verteidiger der HockeyAllsvenskan ausgezeichnet. Darüber hinaus sammelte der mittlerweile 32-Jährige auch internationale Erfahrung mit den schwedischen Nachwuchsnationalteams und gewann sowohl bei der U18- als auch U20-Weltmeisterschaft die Silbermedaille. Nach seiner starken Premierensaison in der ICEHL könnte Bengtsson nun auch für größere Klubs innerhalb der Liga interessant werden.
Jon Blum (D)
Die Verpflichtung von Jon Blum sorgte im vergangenen Sommer ligaweit für Aufsehen. Der ehemalige NHL-Verteidiger und langjährige Topspieler des EHC München wechselte mit großen Erwartungen zum HC Pustertal und brachte dabei die Erfahrung aus NHL, KHL, SHL und DEL mit nach Südtirol. In seiner ersten ICEHL-Saison kam der mittlerweile 37-Jährige auf 26 Punkte in 42 Spielen, dazu weitere sieben Zähler in den Playoffs. Zwar zeigte Blum speziell im Powerplay immer wieder seine enorme Klasse und Übersicht, insgesamt konnte der Routinier die hohen Erwartungen allerdings nicht vollends erfüllen. Dennoch bleibt die Vita des US-Amerikaners beeindruckend: Der ehemalige Erstrundenpick der Nashville Predators absolvierte über 100 NHL-Spiele und gewann 2023 mit München den DEL-Titel. Zudem gehörte Blum über Jahre hinweg zu den offensivstärksten Verteidigern Europas. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass sich die Wege von Blum und dem HC Pustertal nach nur einer Saison wieder trennen könnten. Damit könnte der erfahrene Defender trotz seines Alters weiterhin eine interessante Option für mehrere europäische Klubs darstellen.
Bild: EC Red Bull Salzburg









