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ICEHL: Überraschende Wende um die Pioneers Vorarlberg?

Noch vor wenigen Wochen schien das Ende der Pioneers Vorarlberg besiegelt. Nach dem angekündigten Rückzug von Präsident und Mäzen Pit Gleim stand der ICE-League-Klub vor einer ungewissen Zukunft. Nun deutet sich offenbar doch eine mögliche Wende an.

Pioneers planen ICE-Liga-Verbleib

Wie die „NEUE“ berichtet, arbeiten die Feldkircher aktuell an einem Minimalbudget, um auch in der kommenden Saison in der ICE Hockey League antreten zu können.

Demnach soll eine stark verjüngte Mannschaft aufgebaut werden. Neben jungen Importspielern könnten vor allem österreichische Nachwuchstalente das Gerüst des Teams bilden. Laut Informationen aus dem Umfeld der Liga erkundigen sich die Pioneers derzeit intensiv nach jungen heimischen Spielern.

Rückkehr von Pit Gleim?

Besonders brisant: Bei einem Sponsorentreffen Anfang der Woche soll Ex-Präsident Pit Gleim Bereitschaft signalisiert haben, den Klub weiterhin – wenn auch in deutlich geringerem Umfang – zu unterstützen.

Noch Ende März hatte Gleim seinen Rückzug als Präsident und Mäzen bekanntgegeben. Eine teilweise Rückkehr würde zwar neue Hoffnung bringen, gleichzeitig aber auch die schwierige und unübersichtliche Situation rund um den Klub unterstreichen.

Konkurrenzfähigkeit bleibt großes Fragezeichen

Ob ein Verbleib in der ICE Hockey League tatsächlich eine positive Entwicklung wäre, wird intern und ligaweit offenbar kritisch gesehen.

Die Sorge: Mit einem extrem kleinen Budget könnten die Pioneers sportlich kaum konkurrenzfähig sein. Bereits in der vergangenen Saison verpassten die Feldkircher deutlich die Pre-Play-offs, am Ende fehlten 20 Punkte auf Rang zehn.

Sollte beim Kader nun noch stärker gespart werden, droht eine weitere schwierige Spielzeit.

Auch wirtschaftlich ein Risiko

Entscheidend wird laut „NEUE“ vor allem sein, ob die kommende Saison vollständig finanziert werden kann. Denn eine Mannschaft ohne realistische sportliche Perspektive dürfte wohl auch kaum für volle Ränge in der Vorarlberghalle sorgen.

Die Verantwortlichen stehen damit vor einer schwierigen Gratwanderung zwischen sportlichem Überleben und wirtschaftlicher Vernunft.

Fan-Spendenaktion mit geringer Resonanz

Parallel dazu läuft weiterhin eine von Fans initiierte Spendenaktion zugunsten der Pioneers. Unter dem Motto, dass Kinder in Vorarlberg weiterhin vom Profi-Eishockey träumen sollen, wird Geld gesammelt.

Die Resonanz bleibt bislang jedoch überschaubar: Nach rund eineinhalb Wochen kamen laut Bericht lediglich 205 Euro zusammen. Das erklärte Ziel liegt bei 18.000 Euro.

 

Pic: Dorner_pioneers.hockey

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