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HC Bozen

ICEHL: HC Bozen akzeptiert die Strafverifizierung nicht!

Der HC Bozen hat nach dem Urteil und der Strafverifizierung der beiden Auswärtsspiele in Klagenfurt und Fehervar eine Stellungnahme abgegeben:

Die Aussendung im Wortlaut:

Wie zuvor bereits in den Schreiben an die ICE Hockey League von Montag 7. Februar, Mittwoch 9. Februar und Donnerstag 10. Februar mitgeteilt, stehen dem HCB Südtirol Alperia zum heutigen Stichtag 11.02.2022 nur 11 Spieler mit dem Status „Fit to play“ zur Verfügung.

Der COVID-19 Appendix der ICE Hockey League sieht auf Seite 32 wie folgt vor: “…decision will include teams that cannot provide a minimum 9 forwards, 4 defenseman and 1goalie to play a game, otherwise a team shall be considered fit to play.” Auf Basis dieser eindeutigen Regelung bzw. allgemeiner Mindestanzahl von einsatzfähigen Spielern, welche explizit und gemeinschaftlich von den ICE Hockey League Vereinen festgelegt wurde, sind wir nicht spielfähig.

Der mehrmalige Verweis auf die im Kaderblatt gelisteten U24 Spieler ist aus unserer Sicht ebenfalls kein seriöser Problemlösungsansatz. Wie bekannt hat der HCB Südtirol Alperia kein eigenes Farmteam und die Spieler Daniel Gellon, Hannes Kasslatter und Marco Luisetti, sowie Leonardo Felicetti stehen im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit den jeweiligen Vereinen HC Meran, HC Gherdeina und HC Fassa nur von Fall zu Fall zur Verfügung. Wie seitens der jeweiligen Stammvereine schriftlich mitgeteilt, erhalten diese Spieler keine Freigabe, insbesondere die 2 Spieler des HC Gherdeina welche diese Woche bereits 3 Spiele der Finalrunde der nationalen Italienischen Serie A Meisterschaft bestreiten, was selbstverständlich Priorität hat. Auch ist uns nicht bekannt, dass andere Vereine bei so massiven durch Covid bedingten Ausfällen ein ICE Hockey League Spiel mit dem Farmteam bestritten hätten.

Wir sind der Überzeugung, dass man mit 2 Torhütern, 2 Verteidigern und 7 Stürmern, sprich 1 Verteidigungslinie und 2 Sturmlinien grundsätzlich kein Meisterschaftsspiel auf dem Niveau der ICE Hockey League bestreiten kann. In Rücksprache mit unserem Ärzteteam besteht, abgesehen von den offensichtlichen spielerischen Limits, in erster Linie auch eine nicht tragbare Erhöhung des Verletzungsrisikos für unsere Athleten. Da die Gesundheit unserer Spieler unsere 1. Priorität darstellt können wir leider nicht an den vorgesehenen Nachholspielen von Freitag 11.02. und Sonntag 13.02.2022 antreten.

Wie ebenfalls im Rahmen der in Absatz 1 erwähnten Schreiben mitgeteilt können sich die Covid betroffenen Spieler am heutigen Freitag 11.02.2022, nach Ablauf der siebentägigen gesetzlichen Pflichtisolation freitesten. Dank der großen Unterstützung der Sportmedizinischen Abteilung der Südtiroler Sanitätseinheit konnten ausreichend Termine für die obligatorisch vorgesehenen Post Covid-Sportvisiten für Montag, 14.02.2022 festgesetzt werden und auf dieser Basis sollten wir mit Dienstag 15.02.2022 wieder einsatzbereit sein.

Diese 12-tägige Unterbrechung liegt genau im Durchschnitt sämtlicher bisheriger Meisterschaftsunterbrechungen der von Covid Fällen betroffenen ICE Hockey League Teams. Ein vorzeitiger Einsatz der Spieler hätte eine zivil- und strafrechtliche Verantwortung zur Folge, die nicht nur den HCB Südtirol Alperia sondern auch die ICE Hockey League involvieren und belasten könnte. Auch versicherungstechnische Problematiken sind aufgrund der fehlenden Covid Sportvisiten vorhanden.

Trotz der oben angeführten Unterlagen hat die ICEHL entgegen ihrer eigenen Vorschriften und ohne Berücksichtigung der Anzahl unserer einsetzbaren Spieler entschieden, die Spiele gegen den EC KAC und Hydro Fehervar AV19 mit 5:0 am grünen Tisch für den jeweiligen Gegner zu werten. Der HCB Südtirol Alperia wird sich weiterhin gegen diese Entscheidung an die zuständigen Stellen zur Wehr setzen.

www.hcb.net, Pic: HCB/Vanna Antonello

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