Der langjährige Kapitän des HC Bozen, Daniel Frank, hat sich nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus in der ICE Hockey League erstmals gegenüber „Sportnews“ ausführlich zu Wort gemeldet – und macht dabei eines klar: Aufhören ist für ihn derzeit keine Option.
Rund drei Wochen nach dem bitteren Saisonende zeigt sich der 32-Jährige selbstkritisch, aber auch kämpferisch. „So werde ich nicht gehen“, betont Frank entschlossen gegenüber „Sportnews“. Trotz seiner persönlich schwächsten Saison sei sein Ehrgeiz ungebrochen. Er wolle noch einmal angreifen und eine starke Spielzeit abliefern – am liebsten weiterhin im Trikot seines Herzensvereins aus Bozen.
Selbstkritik statt Ausreden
Frank nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er auf die verkorkste Saison zurückblickt. Punkteausbeute und Leistungen seien klar unter den eigenen Erwartungen geblieben. „Ich habe nie richtig Tritt gefasst“, gibt er offen zu. Gleichzeitig deutet er an, dass auch das schwindende Vertrauen seitens Trainerteam und Umfeld eine Rolle gespielt habe – insbesondere in schwierigen Phasen, in denen seine Linie kaum mehr Eiszeit bekam.
Dennoch stellt er klar: Die Verantwortung liege nicht nur bei Trainern oder Vereinsführung. „Vor allem wir Spieler auf dem Eis haben Fehler gemacht“, so der Kapitän.
Zwischen Fanliebling und Kritik
Als langjähriger Leistungsträger steht Frank besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Die teils heftige Kritik – vor allem in sozialen Medien – ist auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen. Während er gelernt habe, mit sportlicher Kritik umzugehen, ziehe er eine klare Grenze bei persönlichen Angriffen, insbesondere wenn Familie und Angehörige betroffen seien.
Blick nach vorne – mit jungen Spielern
Für die Zukunft wünscht sich Frank eine klare sportliche Ausrichtung. Neben einer Rückbesinnung auf defensive Stabilität plädiert er vor allem für mehr Mut im Umgang mit jungen Spielern. Sowohl einheimische Talente als auch hungrige Legionäre sollten mehr Chancen erhalten, um langfristig eine starke Mannschaft aufzubauen.
Zukunft offen – Herz in Bozen
Ob er auch kommende Saison für den HCB aufläuft, ist noch unklar. Die Entscheidung liege nicht allein bei ihm, betont Frank. Doch seine Worte lassen keinen Zweifel: Seine Zukunft sieht er – wenn möglich – weiterhin in Bozen.
Bild: Vanna Antonello









