Die spusu Vienna Capitals verstärken ihr Line-Up mit Darren Archibald. Der 30-jährige Kanadier wechselt von den Belleville Senators aus der American Hockey League nach Wien. Für den durchschlagskräftigen, technisch versierten Stürmer, der in seiner Karriere auch 55 Mal in der NHL auflief, sind die Caps die erste Europa-Station. Archibald wird in den kommenden Tagen in Österreichs Bundeshauptstadt erwartet.
Erste
Europa-Station
„Ein Wechsel nach Europa war in den
letzten Jahren schon immer in meinem Hinterkopf. Es ist der nächste
Schritt in meiner Karriere. Wien ist eine Weltstadt. Freunde, die
bereits hier waren, haben mir von der Metropole nur vorgeschwärmt.
Darüber hinaus sind die Capitals ein Top-Team in der Liga, in der
Tabelle ganz vorne zu finden. Diese beiden Faktoren machten mir die
Entscheidung natürlich um einiges leichter“, ist Darren
Archibald erleichtert, dass der angestrebte Wechsel über den
großen Teich geklappt hat.
Selbstbewusster
Teamplayer
Der 30-jährige Kanadier, mit dem Gardemaß von 191cm Körpergröße und
einem Kampfgewicht von 95 Kilogramm, bezeichnet sich selbst als
selbstbewussten Teamplayer, der sowohl defensiv als auch offensiv
hart arbeitet. „Ich fürchte mich nicht davor in die oft
zitierten „dirty areas“ zu gehen oder einem Teamkollegen in
brenzligen Situationen zu helfen. Gleichzeitig verfüge ich auch
über die nötigen technischen Fähigkeiten offensiv für gefährliche
Aktionen zu sorgen“, so der Linksschütze.
55 NHL- und
452-AHL-Spiele
Archibald bringt jede Menge Erfahrung
aus den zwei besten Ligen Nordamerikas mit nach Wien-Kagran. Der
bullige Stürmer wurde 2011, als damals 21-jähriger Free-Agent, von
den Vancouver Canucks verpflichtet und kam fortan in den folgenden
zwei Saisonen in den Farmteams Chicago Wolves (AHL) bzw. Kalamazoo
Wings (ECHL) zum Einsatz. Archibald entwickelte sich zu einem
wichtigen Bestandteil in der Franchise der Kanadier, fungierte bei
den Utica Comets drei Saisonen als Alternative Captain und
verzeichnete bis zum Ende der Spielzeit 2018/2019 386 Einsätze in
der AHL (90 Tore, 81 Assists), lief aber auch 52 Mal in der NHL (6
Tore, 8 Assists) für die Vancouver Canucks auf.
Zuletzt bei den Ottawa
Senators
Anfang Jänner 2019 wurde Archibald dann zu
den Ottawa Senators getraded, wo er – bis auf ein siebenmonatiges
Intermezzo bei den Toronto Marlies – für Ottawas Farmteam
Belleville Senators (gesamt 19 Tore, 18 Assists) auf
Punktejagd ging und im Zuge dessen auch drei Mal in der NHL
für Kanadas Hauptstadtklub auflief. „Darren ist ein großer,
körperlich starker, technisch versierter Stürmer, der dorthin geht,
wo es weh tut. Er wird uns vor dem Tor noch mehr Durchschlagskraft
geben, ist ein Typ, der bei den Rebounds zur Stelle ist. Seine
Erfahrung aus der AHL, aber auch NHL wird unserer jungen Mannschaft
sicher weiterhelfen. Ich freue mich sehr, dass sich Darren
entschieden hat unser Team zu verstärken“, so Wiens Head-Coach
Dave Cameron.
Archibald bekommt Nummer
„25“
Der Neuzugang – Hobbies sind Mountainbiken,
Fischen oder Stand-Up-Paddling – wird in den kommenden Tagen in
Wien erwartet. Sein künftiges Caps-Jersey ziert die „25“ – jene
Nummer, die Archibald bereits bei fast allen Stationen in seiner
Karriere trug. „Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt. Mein
älterer Cousin hatte diese Nummer. Ich habe immer zu im aufgeschaut
und deshalb wurde die „25“ zu meinem Favoriten.“
Capitals morgen in Linz zu
Gast
Auf seine zukünftigen Teamkollegen wartet morgen, nach dem
gestrigen 4:2-Heimsieg gegen Hydro Fehervar AV19, ein Auswärtsspiel
in Linz. Wien hat mit den Stahlstädtern noch eine Rechnung offen,
gingen doch beide bisherigen Saisonduelle mit den Steinbach Black
Wings 1992 verloren. Auswärts setzte es eine 1:3-Niederlage, zu
Hause gingen die Caps mit einem 1:2 vom Eis. „Linz war im
ersten Aufeinandertreffen das bessere Team. In Wien, wenn man
unsere Chancen und Überlegenheit betrachtet, hätten wir das Spiel
gewinnen müssen, doch Linz hat damals einen Weg gefunden uns erneut
zu schlagen. Morgen ist unser 29. Saisonspiel. Wir wissen, wie wir
auftreten müssen, um eine Partie für uns zu entscheiden. Wenn wir
uns an den Game Plan halten, haben wir gute Chancen zu gewinnen.
Tun wir dies nicht, dann kann es wieder anders ausgehen“, weiß
Head-Coach Cameron.
www.vienna-capitals.at, Pic: Leo Vymlatil









