Am Freitag ist die win2day ICE Hockey League-Saison 2022/23 mit dem achten Meistertitel in der Vereinsgeschichte des EC Red Bull Salzburg zu Ende gegangen. Ein Rückblick auf eine enorm spannende Spielzeit.
In einer dramatischen Finalserie kürte sich der EC Red Bull Salzburg gegen den HCB Südtirol Alperia zum Champion. Im siebenten und alles entscheidenden Finalspiel war es Nicolai Meyer, der 108 Sekunden vor Ende des dritten Spielabschnitts für das Championship-Winning-Goal sorgte. Mit der Meisterfeier am morgigen Dienstag in der Stiegl Brauwelt (17:00 Uhr) erfolgt nun der Abschluss der Saison 2022/23. PULS 24 überträgt ab 18:15 Uhr live.
Spielzeit startete mit zwei
neuen Teams
Der Saisonstart erfolgte am 16. September 2022. Mit den BEMER
Pioneers Vorarlberg und Migross Supermercati Asiago Hockey nahmen
zwei neue Teams an der multinationalen Liga Teil. Während die
Italiener prompt den Einzug in die Pre-Playoffs schafften,
beendeten die Pioneers die Saison auf dem dreizehnten und letzten
Tabellenplatz.
Innsbruck die Überraschung
im Grunddurchgang
Die große Überraschung im Grunddurchgang war der HC TIWAG
Innsbruck, der vom 9. Dezember bis 18. Jänner durchgehend an der
Tabellenspitze lag und auch zuvor schon mehrmals die Führung
innehatte. Schließlich beendeten die Haie den Grunddurchgang auf
Platz drei und wurden mit der erstmaligen Champions Hockey
League-Qualifikation belohnt. In den Playoffs musste sich Innsbruck
im Viertelfinale den spusu Vienna Capitals mit 2:4 geschlagen
geben. Der HCB Südtirol Alperia beendete die Regular Season
souverän an der Tabellenspitze . Mit 106 Punkten hatten die Füchse
acht Punkte Vorsprung auf den späteren Champion Salzburg.
Saison ohne
COVID-Beschränkungen
Nach zweieinhalb Jahren ICE-Betrieb mit starken
Zuschauereinschränkungen bzw. teilweise vor komplett leeren
Tribünen, konnte die gesamte Saison ohne COVID-Beschränkungen
gespielt werden. Das machte sich auch in den Zuschauerzahlen
bemerkbar. Insgesamt besuchten 908 986 Zuschauer die 359 Spiele in
der Saison 2022/23. Alleine in den Playoffs verfolgten 177 788 Fans
die Spiele in den Hallen.
Spektakuläre
Playoffs
Belohnt wurden die Fans mit spektakulären Spielen, vor allem in den
Playoffs. Finalist Bozen musste gleich im Viertelfinale gegen die
Steinbach Black Wings Linz in ein entscheidendes Spiel sieben, in
welchem er erst in der Overtime den Halbfinal-Einzug
fixierte. In der Vorschlussrunde eliminierten die Südtiroler
die spusu Vienna Capitals mit 4:1 und so kam es zum dritten Mal in
der Geschichte der ICE zum Finale zwischen Bozen und Salzburg. Die
Red Bulls marschierten mit einem 4:0 gegen Hydro Fehérvár AV19 und
einem 4:1 gegen den EC-KAC ins Finale. Die Niederlage zum
zwischenzeitlichen 1:1 gegen die Rotjacken war die erste
Postseason-Niederlage für Salzburg nach zuvor 17 Siegen am
Stück.
Im Finale gegen Bozen konnte zwar der Grunddurchgangs-Sieger aus Südtirol mit 1:0 in Führung gehen, danach zogen aber die Red Bulls auf 3:1 davon. Doch wie auch in den bisherigen zwei Finalserien zwischen dem HCB und RBS ging es in ein Entscheidungsspiel, heuer aber erstmals mit dem besseren Ende für Salzburg, das sich in Spiel sieben knapp mit 2:1 durchsetzte.
Drei individuelle
Auszeichnungen
Auch in der Saison 2022/23 wurden wieder drei Ehrungen für
individuelle Leistungen vergeben. Brady Shaw vom HC TIWAG Innsbruck
wurde von den Fachjournalisten zum Most Valuable Player (MVP) der
Regular Season gewählt. Damit gewann erstmals ein Spieler der Haie
diese Auszeichnung. Auf dem zweiten Platz landete Teamkollege Adam
Helewka, Dritter wurde Nick Mattinen vom EC iDM Wärmepumpen
VSV.
Mit Abschluss der Finalserie wurde auch die Auszeichnung zum Most
Valuable Player (MVP) der Playoffs vorgenommen. Diese erhielt, wie
auch in der vergangenen Saison, Torwart Atte Tolvanen von Meister
Salzburg. Mit wichtigen Paraden und einer Fangquote von beinahe 95
Prozent in den Playoffs hatte der 27-jährige Finne großen Anteil am
Titelgewinn. Die von Fans, den Experten von TV-Partner PULS 24 und
Journalisten vorgenommene Wahl zum Young Star der Saison gewann
Fabian Hochegger vom EC-KAC.
Die Einzelkönner
Matt Bradley von den spusu Vienna Capitals war mit 74 Punkten
(30G|44A) Top-Scorer der abgelaufenen Saison. Die Wiener stellten
mit Max Zimmer (34) auch den besten Torschützen. Die
Torhüter-Wertung gewann Salzburgs Schlussmann Tolvanen mit einer
Fangquote von 93 % und einem GAA von 1,71. Der meistbestrafte
Spieler der Liga war Mike Dalhuisen von Vizemeister HCB Südtirol
Alperia (123 PIM).
Endtabelle win2day ICE
Hockey League Saison 2022/23:
1. EC Red Bull Salzburg *
2. HCB Südtirol Alperia **
3. EC-KAC
4. spusu Vienna Capitals
5. HC TIWAG Innsbruck ***
6. EC iDM Wärmepumpen VSV
7. Steinbach Black Wings Linz
8. Hydro Fehérvár AV19
9. Migross Supermercati Asiago Hockey
10. Moser Medical Graz99ers
11. HC Pustertal Wölfe
12. HK SZ Olimpija
13. BEMER Pioneers Vorarlberg
* win2day ICE Hockey League-Champion
2022/23 sowie Österreichischer Eishockey-Meister und CHL-Teilnehmer
2023/24
** win2day ICE Hockey
League-Vizemeister 2022/23 und CHL-Teilnehmer 2023/24
*** Drittplatzierter nach dem
Grunddurchgang und CHL-Teilnehmer 2023/24
www.ice.hockey, Bild: GEPA pictures/ David Geieregger









