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ICEHL

ICEHL: So holten die Vienna Capitals den achten Sweep ihrer Vereinsgeschichte:

Die spusu Vienna Capitals zogen gestern Abend, als erstes Team in den ICE Play-Offs 2021, ins Halbfinale ein. Nach dem 4:0-Sweep gegen Hydro Fehervar AV 19 – dem achten in der 20-jährigen Vereinshistorie der Wiener – heißt es nun warten. Denn der nächste Gegner entscheidet sich erst in den kommenden Tagen. Ein Blick auf die Play-Off-Statistiken zeigt unterdessen: Wien überzeugte in der „schönsten Jahreszeit“ bislang auf allen Linien.

Wien stoppte ungarische Tormaschine
6:1, 3:2, 1:0 und 6:0 – die spusu Vienna Capitals zogen in ihrer Jubiläums-Saison – der 20. in der gelb-schwarzen Vereinsgeschichte – im Eilzugstempo ins Halbfinale ein. Mit 16 Treffern und nur drei Gegentoren – gegen Hydro Fehervar AV19, jenes Team, das in der ersten Phase des Grunddurchgangs mit 136 Toren und einem Schnitt von 3,4 Treffern pro Spiel die Tormaschine der Liga war. „Wir haben natürlich nie damit spekuliert Fehervar „sweepen“ zu können. Wir haben im Vorfeld die Teufel genau analysiert und viele Daten zusammengetragen. Diese zeigten, dass wir mit ihnen bis zum Serienstart praktisch auf Augenhöhe spielten. Fehervar war ein wenig besser in der Performance der Special Teams und beendete auch die erste Grunddurchgangs-Phase mit ein paar Punkten mehr als wir. Wir stellten uns daher auf eine lange, enge Serie ein. Entscheidend war im Endeffekt, dass wir die Ein-Tor-Unterschied-Spiele, also Game 2 und 3, gewinnen konnten“, analysiert Head-Coach Dave Cameron.

Goalgetter Loney, Wand Starkbaum
Statistisch gesehen überzeugte sein Team, das in der erfolgreichen Viertelfinal-Serie gegen die Ungarn mit 15 Österreichern, darunter 13 Wiener, acht Eigenbau-Spieler bzw. sieben Cracks, die 24 Jahre oder jünger sind, auftrat, auf allen Linien. Stürmer Ty Loney führt die Play-Off-Scorer-Wertung mit fünf Toren und vier Assists deutlich an, und liegt über die gesamte Saison gesehen nur noch einen Treffer hinter dem bislang besten Goalgetter Brian Lebler (33, Linz). Hinten ließen die Caps mit nur drei Gegentreffern die wenigsten von allen acht Teams in den Viertelfinale-Serien zu. Ein wesentlicher Grund dafür ist Goalie Bernhard Starkbaum. Der 35-jährige Routinier parierte 87 von 90 Schüssen auf sein Tor und hält aktuell in den Play-Offs bei einer starken Fangquote von 96,6 Prozent. „Fehervar hat mit sehr viel Tempo gespielt und machte es uns in gewissen Phasen – mit einem dominanten Auftreten – auch sehr schwer. Aber wir sind in diesen Situationen hinten sehr sicher gestanden, unser Goalie Bernhard Starkbaum hat sehr, sehr gut gehalten und stand wie eine Wand“, so Captain Mario Fischer.

Fromme Wiener
Im Gegensatz zur ersten Phase des Grunddurchgangs und vor allem zur Pick-Round, in der die Caps oft unnötige Strafen zogen, agierten die Cameron-Cracks in den Play-Offs bislang extrem diszipliniert. Rangierten die spusu Vienna Capitals vor dem Start der K.O.-Phase noch als „Strafenkönige“, mit im Schnitt 12,8 Strafminuten pro Partie, an letzter Stelle der ligaweiten Fairplay-Wertung, präsentieren sie sich im Viertelfinale äußerst fromm, mit nur 24 Strafminuten in vier Spielen – Bestwert!

Effiziente Special-Teams
Ebenfalls stark die Werte der Wiener Special-Teams: Sowohl im Powerplay (6 Treffer, 27,3%), als auch im Penalty-Killing (1 Gegentreffer in 10 Unterzahlspielen, 90%) liegen die spusu Vienna Capitals in den Play-Offs an der Spitze. Darüber hinaus rangieren mit Loney (+5), Grant Besse (+5), Alex Wall (+5) und Phil Lakos (+4) gleich vier Caps-Spieler in den Top 5 der Play-Off Plus-Minus-Wertung.

Zeit zum Regenerieren
Auf wen die spusu Vienna Capitals, denen in den Play-Offs zum achten Mal in ihrer Geschichte ein „Sweep“ gelang, im Halbfinale treffen, entscheidet sich erst in den nächsten Tagen, sobald die anderen Viertelfinal-Serien beendet sind. Die Caps haben somit mindestens zwei Tage mehr zum Regenieren. „In den Play-Offs spielt der Energie-Level eine wesentliche Rolle. Meine Spieler bekommen heute einen Tag trainingsfrei, um die Beine bzw. den Kopf auszulüften und kleinere Wehwehchen auszukurieren. Danach gehen wir die Vorbereitungen auf das Halbfinale an. Aber klar, die Möglichkeit die Akkus jetzt wieder voll aufzuladen ist sicher ein Vorteil. Denn mit müden Spielern kannst du keine Serie gewinnen“, so Head-Coach Cameron.

Die „Sweep-Historie“ der spusu Vienna Capitals

  • 2001/2002 – Viertelfinale: 4:0 gegen Graz
  • 2004/2005 – Halbfinale: 3:0 gegen EC VSV
  • 2007/2008 – Viertelfinale: 3:0 gegen Innsbruck
  • 2010/2011 – Viertelfinale: 4:0 gegen Graz
  • 2016/2017 – Viertelfinale: 4:0 gegen Innsbruck
  • 2016/2017 – Halbfinale: 4:0 gegen Bozen
  • 2016/2017 – Finale: 4:0 gegen EC-KAC
  • 2020/2021 – Viertelfinale: 4:0 gegen Fehervar AV19

www.vienna-capitals.at, Pic: Soós Attila (Hydro Fehérvár AV19)

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