EC VSV

ICEHL: Wird die Legionärsregelung in der Liga missbraucht?

Im einzigen Spiel am gestrigen Feiertag gewannen die Villacher Adler mit 5:2 auswärts bei den Pioneers Vorarlberg. Ein Blick auf das Kaderblatt der Blau-Weißen stößt aber bei einigen sauer auf, denn die Draustädter boten nicht die zwölf notwendigen Österreicher auf.

Die „Kleine Zeitung“ warf nach dem Spiel zwischen den Pioneers Vorarlberg und dem EC VSV einen genauen Blick auf die Aufstellung und fand dabei heraus, dass bei den Villacher Adlern lediglich elf Österreicher aufschienen. Mit John Hughes und Dominik Grafenthin sind zwei davon erst vor kurzem eingebürgert worden.

Das Regulativ ist jedoch etwas schwammig formuliert. Im Englischen Wortlaut findet man dieses im sogenannten Gamebook der ICEHL:

„A minimum of 12 domestic players must be indicated on the official game sheet. Out of these 12 players a minimum of 2 domestic players must be in the age category U24. Only in provable situations, that makes it impossible for a club to reach to full 22-players line-up i.e., due to injuries/sickness, there might be less then 12 domestic players listed on the official game roster – in no case these domestic players can be replaced by players of any other category.“

Was bedeutet dies nun? Grundsätzlich müssen zwölf einheimische Spieler auf jedem Spielbericht stehen. Zwei davon müssen sogar unter 24 Jahre alt sein. Nun wird es aber interessant, denn die Regel besagt, dass nur in nachweisbaren Situationen, die es dem Verein unmöglich machen, die vollen 22 Spieler im Kader aufzuweisen, dürfen weniger als zwölf einheimische Spieler auflaufen. Es ist jedoch verboten, dass Legionäre in so einem Fall einen Österreicher ersetzen.

Im konkreten Fall vom gestrigen Spiel war folgendes geschehen: Die Villacher mussten beim Spiel im Ländle auf Julian Payr, Maximilian Rebernig, Elias Wallenta, Philipp Lindner sowie Niklas Wetzl verzichten. Wetzl ist jedoch nicht verletzt, sondern kehrte wieder zurück zu seinem Stammverein nach Kitzbühel. Der VSV nahm nach Vorarlberg also nur zwei Tormänner und 19 Feldspieler mit.

Hat der VSV nun korrekt gehandelt? Die einfache Antwort lautet: Ja. Man hätte aber diesen Trubel vermeiden können, in dem man einen jungen Österreicher mitgenommen hätte. Egal ob die Regel nun eingehalten, umgangen oder gebrochen wurde, eines steht fest, die Liga muss in diesem Fall definitiv nachschärfen, denn die „Kleine Zeitung“ berichtet zudem auch, dass es heuer nicht das erste Mal war, dass ein Team weniger als zwölf heimische Cracks aufgeboten hat.

www.hockey-news.info, Bild: Rothmund_Pioneers.hockey

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