Der mögliche Einstieg eines Teams aus Mailand in die ICE Hockey League sorgt weiterhin für Diskussionen – konkrete Details zum Projekt sind jedoch noch rar.
Wie Insider Bernd Freimüller auf „laola1.at“ berichtet, stehen hinter dem Projekt zwei Geldgeber: die Kryptowährungsfirma House of Doge, die mit Dogecoin arbeitet, sowie das Südtiroler Unternehmen intercom/Dr. Leitner GmbH. Unterstützt wird das Vorhaben zudem vom italienischen Eishockeyverband unter Präsident Andrea Gios. Unternehmer Christof Leitner war mit seiner Marke „Realice – Ice Rink Technologien“ bereits am Bau der Eisanlagen für die Olympischen Winterspiele in Mailand beteiligt.
Auch erste Verbindungen zum Sport bestehen: „House of Doge“ ist seit 2025 beim Schweizer Klub HC Sierre engagiert und hält Anteile am italienischen Fußballverein US Triestina Calcio 1918.
Mögliche Heimstätte noch „unbekannt“
Ein großes Fragezeichen ist weiterhin die Spielstätte. Diskutiert wird eine temporäre Arena mit rund 4.000 Plätzen auf dem Messegelände Fiera Milano Rho, wo eine der Olympiahallen nach den Spielen neu aufgebaut werden könnte. Ein konkreter Zeitplan existiert allerdings noch nicht.
Auch organisatorisch steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen: Weder ein Teamname noch sportliche Verantwortliche stehen fest. Als möglicher Kandidat für eine führende Rolle gilt der in der Schweiz erfahrene Sportmanager Chris McSorley, der ebenfalls beim HC Sierre tätig ist.
Finanzieller Anreiz für die ICEHL
Für die Liga ist Mailand definitiv von Interesse. Die Metropole bietet einen großen Markt, und zusätzliche Investoren sind aufgrund begrenzter Sponsorengelder und TV-Einnahmen willkommen. Wie bei früheren Bewerbern müssten auch die Mailänder eine Eintrittsgebühr sowie eine finanzielle Garantie hinterlegen – zunächst für ein zweijähriges Probe-Engagement.
Die Chancen auf eine Aufnahme gelten derzeit jedoch als maximal 50 Prozent. Zu viele Fragen sind noch offen, weshalb die Ligavertreter nach den Erfahrungen mit Asiago Hockey vorsichtiger geworden sind.









