Dass Marco Rossi ein Kämpfer ist, hat er mehrfach unter Beweis gestellt. Sukzessive hat der 22-Jährige an sich gearbeitet und belohnt sich aktuell mit Toren und Assists in der NHL. Der ÖEHV hat beim Vorarlberger nachgefragt, wo er in St. Paul gerne hingeht, ob er selbst kocht oder gerne mal über die Stränge schlägt, wie er sich nach seinen ersten Toren fühlt und was er zur WM mitbringen würde, wenn diese morgen losgehen würde.
Marco, du hast nach
Saisonende und der WM 2023 intensiv an dir gearbeitet. Wie viel
Muskelmasse hast du bis zum Start der neuen Saison nochmals
zugelegt?
Marco Rossi: „Das waren ca. sechs bis sieben Kilo.“
Um fokussiert zu bleiben,
braucht man auch mal eine Auszeit. Hast du gewisse Lieblingsplätze
in St. Paul?
Marco Rossi: „Ich gehe sehr oft in das La Grolla. Ein Italiener mit
sehr gutem, authentischen italienischem Essen. Oder ins Cossetta,
auch ein italienischer Spot. In diese beiden Lokale gehe ich sehr
oft.“
Das Thema Ernährung ist
generell ein zentrales bei Spitzensportlern. Kochst du selbst, bzw.
hast du einen klaren Ernährungsplan, den du verfolgst?
Marco Rossi: „Ich lerne seit zweieinhalb Jahren zu kochen, da meine
Freundin in eine Kochschule geht. Sie liebt es zu kochen, kocht
sehr gut und bereitet auch hauptsächlich das Essen für uns zu. Aber
sie hat es mir beigebracht, damit ich weiß, wie es geht, sollte sie
mal nicht da sein.“
Schlägst du auch manchmal
über die Stränge und gönnst dir einen Burger, Spare Ribs oder
ähnliches?
Marco Rossi: „Ja. Ich achte natürlich sehr genau auf meine
Ernährung. Allerdings verbrennen wir so viel, da tut es auch gut,
sich mal einen Burger oder eine Pizza zu gönnen.“
Gegen die Toronto Maple
Leafs gelang dir Mitte Oktober dein erster Treffer in der NHL.
Aktuell stehst du bei sechs Toren und vier Assists – wie fühlst du
dich?
Marco Rossi: „Sehr gut. Ich habe lange gewartet, aber der Sommer
war sehr gut für mich. Ich wusste, es wird passieren und ich
probiere es einfach weiter.“
Würde morgen die WM
starten, was würdest du ins Team hineinbringen? Mit welchen Tipps
würdest du in der Kabine zur Seite stehen?
Marco Rossi: „Das Wichtigste ist immer, dass wir oben bleiben. Das
ist das Erste. Natürlich stecken wir uns Ziele. Gegen jene Gegner
auf Augenhöhe wollen wir möglichst einen klaren Sieg einfordern.
Gegen große Nationen kann man natürlich sagen, es wäre super zu
gewinnen, aber da muss man realistisch sein. Man muss das Beste
daraus machen und Spiele gegen solche Gegner genießen, weil nicht
viele Spieler spielen mal gegen Superstars aus Kanada, den USA oder
anderen Topnationen. Da sollte man das Beste mitnehmen und schauen,
was sie machen und wie sie spielen. Aber man muss realistisch
sein.“
Welche Rolle nimmst du bei
Minnesota ein und wie lautet das nächste Ziel?
Marco Rossi: „Persönlich, dass ich immer weiter mache, weiter Tore
schieße, hungrig bleibe, Punkte mache und so der Mannschaft helfen
kann. Als Mannschaft gilt es zurück in die Siegesserie zu kommen.
Wir haben zuletzt oft verloren, das ist nicht lustig und drückt auf
die Stimmung. Wenn man gewinnt, ist alles anders – die Trainings,
die Stimmung. Von da her wollen wir zurück in die Siegesserie
kommen.“
www.eishockey.at, Bild: www.facebook.com/minnesotawild








