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NHL

NHL: Das waren die bisherigen Österreich-Exporte (2/2)

Marco Rossi wird mit ziemlicher Sicherheit in der Nacht auf Freitag sein NHL Debüt feiern. Grund genug auf die bisherigen österreichischen Cracks in der besten Liga der Welt zu blicken.

In unserer ersten Ausgabe beschäftigten wir uns mit Reinhard Divis, Christoph Brandner und Thomas Pöck, heute wollen wir uns die nächsten vier Österreicher in der NHL genauer ansehen.

2003 folgte eine Sternstunde für den österreichischen Eishockey-Sport. Thomas Vanek wurde in der ersten Runde an fünfter Stelle von den Buffalo Sabres gedraftet. Bis heute wurde kein Österreicher so hoch gedraftet. Vanek ging den harten Weg, bereits im zarten Alter von 15 Jahren zog es ihn nach Übersee. Dieser Entschluss sollte sich bezahlt machen, denn nach drei Jahren in der USHL und einem Jahr am College, war klar, dass Vanek für höheres bestimmt war. Nach seinem Draft kam es in der NHL zum Lock-Out, daher verbrachte er die Saison in der AHL bei den Rochester Americans. Für ihn war dieses Jahr sehr gut um sich an das hohe Tempo zu gewöhnen.

2005 war es dann schlussendlich so weit und Vanek lief erstmals für die Buffalo Sabres in der NHL auf. Von Beginn an überzeugte die Nummer 26 mit herausragenden offensiven Qualitäten und einem Torinstinkt, der nicht so häufig vorkam. Auf Grund dessen signierte er auch Sieben-Jahres-Vertrag bei den Sabres, der ihn 50 Millionen US-Dollar einbrachte. In Summe scorte Vanek mehr als 500 Punkte für Buffalo, ehe er zum Ende seines Vertrages zu den New York Islanders getradet wurde. Auch dort wollte man ihn behalten, er entschied sich aber nach einem kurzen Abstecher in Montreal für einen Vertrag bei den Minnesota Wild. Leider war dieser Entschluss im Nachgang betrachtet nicht die richtige Entscheidung. Minnesota entschied sich zu einem Buy-Out, danach spielte Vanek noch für Detroit, Florida, Vancouver und Columbus, ehe er 2019 seine Karriere beendete.

Thomas Vanek blickt auf 1029 NHL Spiele zurück, in denen er 373 Tore erzielte und 416 weitere Treffer vorbereitete. Bis heute gilt Vanek als der erfolgreichste österreichische Eishockey Spieler.

Im Jahr 2006 wurden mit Michael Grabner und Andreas Nödl gleich zwei Österreicher gedraftet. Die Vancouver Canucks zogen Grabner in der ersten Runde an 14. Position, Nödl folgte in Runde zwei als 39., gewählt von den Philadelphia Flyers.

Michael Grabner galt als großes Talent in der heimischen Nachwuchsszene, bereits mit 16 Jahren spielte er in der Kampfmannschaft des EC VSV und durfte dort sogar Play-Offs spielen. Danach zog es den Flügelstürmer nach Nordamerika, über Spokane und Manitoba, kam Grabner schließlich zu seinem NHL Debüt für die Vancovuer Canucks. Er konnte sich dort allerdings nie wirklich durchsetzen und als viele schon ein kurzes NHL Engagement befürchteten, gaben ihn die New York Islanders eine Chance und diese nützte der Villacher.

Grabner spielte drei gute Jahre für die Isles, ehe er nach Toronto geholt wurde. Nach eher mäßigen Leistungen wurde er überraschend von den New York Rangers verpflichtet und dort spielte er groß auf. In zwei Saisonen traf der Goalgetter gleich 52 Mal und bereitete weitere 19 Treffer vor. Nach einem Gastspiel bei den New Jersey Devils, signierte Grabner einen Drei-Jahres-Vertrag bei den Arizona Coyotes. Nach einer schweren Augenverletzung betrat er allerdings 2020 zuletzt das NHL Eis. Auch wenn es nie einen offiziellen Rücktritt gab, wird Grabner wohl nicht mehr in der NHL auflaufen.

Auch Andreas Nödl ging mit 17 Jahren in die USA um dort je zwei Jahre in der USHL und der NCAA zu spielen. Sein Debüt in der NHL feierte der Wiener 2009, den Durchbruch schaffte er dann ein Jahr später. In der Saison 2010/11 erzielte er 22 Punkte in 67 Spielen und wurde von den Flyers sogar zum „am meisten verbesserten Spieler der Saison“ ausgezeichnet.

Danach ging es leider abwärts, in der Folgesaison spielte er nur noch zwölf Mal für Philly ehe er nach Carolina abgegeben wurde. Dort kam er noch auf insgesamt 56 Spiele. In Summe lief Nödl 183 auf NHL-Eis auf und schaffte es auf 36 Scorerpunkte. Nach seiner Nordamerika Karriere spielte er noch für den KAC, Salzburg und die Vienna Capitals.

Der aktuell einzig aktive NHL-Spieler ist Michael Raffl, der einen eher untypischen Weg hinlegte. Raffl spielte bis zu seinem 22. Lebensjahr für den VSV, ehe er für zwei Jahren in die zweite schwedische Liga wechselte. Er entwickelte sich dort aber enorm, so dass die Verantwortlichen der Philadelphia Flyers auf ihn aufmerksam wurden und ihn verpflichteten. Nach nur zwei Spielen in der AHL kam der „Call-Up“ und seither spielt Raffl in der NHL.

Insgesamt sieben Jahre war Philadelphia seine Heimat. Dort wusste man seine Vielseitigkeit zu schätzen. Raffl kann sowohl am Center, als auch am Flügel spielen, er kann in der ersten, aber auch in der vierten Linie spielen. Diese Vielseitigkeit ist auch sein größtes Plus. Zum Ende seines Vertrages wurde zu den Washington Capitals getauscht. Leider wurde es nichts mit dem Gewinn des Stanley Cups an der Seite von Superstar Alex Ovechkin. Im heurigen Sommer dann entschied sich Raffl für einen Ein-Jahres-Vertrag bei den Dallas Stars. Dort hält er aktuell bei acht Punkten nach 28 Spielen. In Summe spielte er bereits 542 NHL Partien (85 Tore und 86 Assists).

Pics: Credits: Giants27 (CC BY-SA 3.0), Lisa Gansky from New York, NY, USA – IMG_8537, CC BY-SA 2.0, Screenshot Washington Capitals

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