NHL-Export Marco Kasper hat die Olympiapause für einen Heimatbesuch in Klagenfurt genutzt. Im Gespräch mit der „Kleinen Zeitung“ erzählte der Stürmer über die bisherige Saison, Trade-Gerüchte und die Olympischen Spiele.
„Die Spielergewerkschaft schreibt den Spielern während Olympia eine zwölftägige Trainingspause vor“, erklärt der Stürmer der Detroit Red Wings gegenüber der „Kleinen Zeitung“. Viele Profis seien heimgeflogen oder hätten Urlaub gemacht. „Bei mir war es eine Mischung.“ Einerseits habe er die freie Zeit mit Familie und Freunden verbracht, andererseits intensiv trainiert: „Ich habe mit der U20 des EC KAC sowie individuell auf dem Eis gearbeitet.“ Der Fokus lag dabei auf spielerischen Elementen mit Puckbesitz und auf der Kraft-Ausdauer.
Schwieriger Saisonstart
Die laufende NHL-Saison verlief für Kasper zunächst alles andere als optimal. „Ich hatte einen schweren Start, vor allem offensiv ist nicht viel gelungen“, sagt er offen. Möglicherweise habe er „zu große Erwartungen“ an sich selbst gehabt. Doch anstatt zu verzweifeln, setzte er auf Beharrlichkeit: „Ich habe einfach hart weitergearbeitet.“
Auch aufkommende Trade-Gerüchte in Nordamerika ließen ihn kalt. „Das habe ich eigentlich nicht so wirklich mitbekommen und auch gar nicht darüber nachgedacht“, betont Kasper. In der NHL müsse man sowieso auf alles gefasst sein. Um Ablenkungen zu vermeiden, meldete er sich sogar von Instagram ab: „Ich habe mich auf mich konzentriert.“
Play-off-Kurs mit Detroit
Mittlerweile steht der 20-Jährige in der ersten Sturmreihe – gemeinsam mit Lucas Raymond und Dylan Larkin. Die Red Wings sind nach zehn Jahren erstmals wieder auf Play-off-Kurs. „Das Erreichen des Play-offs ist natürlich das große Ziel“, stellt Kasper klar. Allerdings sei die Atlantic Division „extrem eng“, weshalb „jedes Spiel schon fast Play-off-Charakter“ habe. „Jeder Punktgewinn kann am Ende entscheidend sein.“
Olympia ohne Kasper
Das olympische Eishockeyturnier verfolgt er mit großem Interesse. „Die Euphorie ist riesengroß, vor allem, weil nach zwölf Jahren endlich wieder NHL-Spieler daran teilnehmen.“ Kanada und die USA seien „vom Papier her sicher die klaren Favoriten“, doch auch Schweden und Finnland würden ein Wörtchen mitreden. Er würde es jedem seiner Kollegen vergönnen, mit der Goldmedaille zurückzukommen.
Dass er selbst nicht dabei ist, schmerzt: „Natürlich tut es weh. Die Olympischen Spiele sind für jeden Sportler das Highlight in einer Karriere.“ Das Scheitern in der Qualifikation sei besonders bitter gewesen: „Da haben wir sicher nicht unser bestes Eishockey gespielt.“ Dennoch blickt Kasper nach vorne. „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können“, sagt er mit Blick auf 2030.
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