Die Aufwärtstendenz beim HC Lugano setzt sich fort. Mit dem 4:2 Heimsieg gegen den SC Bern dank einem starken Mitteldrittel feierten die Luganesi ihren dritten Sieg in Folge.
Nach einem zurückhaltenden Beginn nahmen die Bianconeri im 2. Drittel richtig Fahrt auf, drehten den 1:2-Rückstand durch die Treffer von Lapierre, Klasen und Topskorer Hofmann bis zur 36. Minute zumverdienten 4:2 Sieg. Stefan Ulmer blieb ohne Skorerpunkte. Der SCB, der zuvor durch Calle Andersson in der 5. und dem Shorthander von Jan Mursak in der 17. Minute zweimal in Führung gegangen war fanden danach keine Antwort mehr. Die Berner traten mit der gleichen Mannschaftsaufstellung an, welche sie schon die in den beiden Derbys gegen Fribourg-Gotteron bestritten hatten. Beim HC Lugano wurde nur Ronchetti durch Jecker ersetzt.
Zu Beginn der Partie in Lugano kam es zu einer umstrittenen Szene. Nach dem Weitschuss von Andersson jubelten die Berner Gäste über den Führungstreffer., doch machte es Anschein als ob Sciaroni die Scheibe abgelenkt hatte. Die Referees’s schauten den Videobeweis lange an und gaben den Treffer aber schliesslich. Sieben Minuten später spielte Berger einen Pass zu Kämpf, verpasste jedoch das halbleere Gehäuse. Eine Antwort der Luganesi kam durch eine Möglichkeit von Hofmann, der aber vergab. Sannitz kam seitlich vor dem Berner Goalie Genoni zum Abschluss, die Scheibe kam zurück und Sannitz beförderte diese zu Haapala, der zum 1:1 Ausgleich traf. Kurze Zeit später hätte Haapala beinahe seinen zweiten Treffer erzielt, doch Genoni unter Mithilfe seiner Verteidiger verhinderten das Tor. Zum ersten Powerplay des Spiels kamen die Hausherren, liefen jedoch in einen Konter. Blum mit dem Zuspiel zu Mursak, der beim chancenlosen Merzlikins zum 1:2 traf.
Nach 83 Sekunden im 2.Drittel versuchte es Lapierre aus spitzem Winkel und erwischte Genoni zum 2:2 Ausgleich. Den Schwung nahmen die Bianconeri gleich mit und Sannitz nach einem Abwehrfehler des SCB stand allein vor Genoni, der abwehrte und auch kurz danach einen gefährlichen Schuss von Haapala parierte. Dann folgte ein Break der Gastgeber. Löffel spielte einen Pass zu Klasen, der der alleine vor Genoni auftauchte und ihn zur 3:2 Führung bezwang. Nach einem Scheibenverlust des Gegners bediente Sannitz Gregory Hofmann, welcher auf 4:2 erhöhen konnte.
Das letzte Drittel begannen die Berner mit viel Druck, doch die Bianconeri verteidigten sich gekonnt und kamen selber zu Möglichkeiten. In der Schlussphase liess der Berner Coach Jalonen wie üblich ohne Torhüter spielen und Ebbett kam zu einer letzten Torchance, doch Merzlikins liess sich nicht nicht mehr bezwingen, derweil die Luganesi durften den dritten Sieg in Serie feiern konnten.
Überfordertes Ambri
verliert im Seeland
Grosse Effizienz und eine starke Reaktion zeigte der EHC Biel bei
seinem höchsten 6:0 Heimsieg gegen Ambri seit 1992.
Ein fulminanter Start und die Dominanz gegenüber der Leventiner
bereits im Startdrittel war sehr erdrückend. Sechs verschiedene
Akteure erzielten die Tore der Seeländer, davon vier in Überzahl.
Die Partie bereits zu Beginn des 2.Drittels anhand eines zweiten
Überzahlspiels der Bieler praktisch entschieden. Bereits nach den
ersten 20 Minuten durch die Treffer von Neuenschwander, Lüthi und
Brunner zumindest vorentschieden. Wenige Sekunden nach dem Anpfiff
ins Mitteldrittel folgte das 4:0 durch Riat in doppelter Überzahl.
Augenblicke später fiel das 5:0 der Gastgeber im einfachen
Powerplay Jason Fuchs, dem ehemaligen Ambri-Stürmer. Die 5:0
Rücklage führte zu einem Goalie-Wechsel der Leventiner. Daniel
Manzato, der an dem hohen Rückstand schuldlos war, wurde durch
Benjamin Conz ersetzt. Danach kamen beide Teams noch zu einigen
Gelegenheiten um im Powerplay zu reüssieren, aber nur noch Anssi
Salmela mit seinem Tor zum 6:0 vermochte diese letzte Chance zu
nutzen und Biel’s Goalie Hiller feierte seinen hochverdienten
Shutout.
Hatten die Leventiner in der 6. Minute des Startdrittels bei einer Konterchance von Dominik Kubalik eine erste Topchance, brachte Neuenschwander sein Team noch in derselben Minute in Führung. Lüthi drei Minuten später erhöhte auf 2:0, wobei dieses Tor erneut nach einer Top-Chance für Ambri’s Topskorer Kubalik fiel. Danach leistete Ambri so gut wie keine Gegenwehr mehr und das Spiel flaute zunehmend ab, zudem traf Damien Brunner im Powerplay kurz vor Ende des 1. Drittels noch zum 3:0. Noch nie in dieser laufenden Saison lagen die Biancoblu bereits nach den ersten 20 Minuten mit 3:0 in Rückstand. Tabellenleader Biel hingegen beendete seine kleine Krise nach zwei Niederlagen in Folge, Ambri dagegen kassierte die dritte Niederlage hintereinander.
Weitere Partien:
Die Lakers unterliegen Davos im Penaltyschiessen, damit unterbricht der HCD seine Negativserie im Kellerduell gegen Rapperswil. Es wäre aber noch verfrüht zu sagen, dass die Negativserie für den HC Davos mit dem Penaltysieg beendet ist, denn die Punkte bringen den beiden am Tabellenende festsitzenden nicht wirklich viel.
Erst spät und nicht unverdient kamen die Bündner zu zwei Meistersachafts-Punkten nach dem Penaltyschiessen, lagen aber trotz dem Chancenplus in der 42. Minute in Rücklage. Die Lakers führten dank Roman Schlagenhauf mit 1:0, zehn Minuten vor Spielende scheitere Smolenak am Pfosten. Der Ausgleich der Davoserfiel erst spät, Rödin’s traf erst in der 56. Minute. Zuvor hatten sich die Lakers nach einer schwachen Phase nach der Spielmitte wieder gefangen und spielten gutes Eishockey. und belohnten sich zu Beginn des 2. Abschnitts mit der 1:0 Führung. Das Heimpublikumhonorierte die Führung mit toller Stimmung. Noch besser wurde es als der Puck kurz darauf ein zweites mal hinter Lindbäck landete. Das vermeintliche 2:0 aber wurde nach einer Videokonsultation wegen eines Kicktors aberkannt. Dem HCD wurde ein Treffer in der Verlängerung anhand einer Kickbewegung nicht gegeben. Nun musste das Penaltyschiessen entscheiden. Enzo Corvi als letzter und einziger Spieler der zehn angetretenen Schützen verwertete seinen Versuch auf eine kuriose Art. Nachdem ihm die Scheibe entglitten war, musste er umkehren. Der Treffer wurde erst nach einem Videostudium der Schiedsrichter anerkannt, da sich der Puck noch in der Vorwärtsbewegung befand.
Tigers weiter nicht zu
stoppen
Die SCL Tigers weiter im Hoch sind kaum zu stoppen und feierten
einen ungefährdeten Sieg 4:1 Heimsieg gegen die schwach agierenden
ZSC Lions und feiern den 5.Sieg aus den letzten sechs Spielen.
Matchwinner war Chris DiDomenico als Doppeltorschütze und insgesamt
drei Skorerpunkten.
Lausanner Torreigen
auswärts in Genf
Lausanne kommt dank dem 6:4 bei Genève-Servette zum dritten Sieg in
Folge. Machten im mittleren Abschnitt aus einem 0:1-Rückstand eine
5:2-Führung. Davon fielen fünf von sieben Toren der beiden Teams in
den ersten beiden Dritteln im Powerplay, drei davon zu Gunsten der
Gäste innerhalb von 107 Sekunden gegen Ende des 2. Drittels. Joël
Vermin glänzte Lac Léman-Derby mit seinen beiden Treffern als
Doppeltorschütze
Resultate vom 30.10.2018
Lugano – Bern 4:2 (1:2,
3:0, 0:0)
Tore: 5. Andersson 0:1. 12. Haapala (Sannitz) 1:1.
17. Mursak (Blum/Ausschluss Haas!) 1:2. 22. Lapierre (Vauclair,
Loeffel) 2:2. 35. (34:54) Klasen (Loeffel) 3:2. 36. (35:56) Hofmann
(Sannitz, Haapala) 4:2
Bemerkungen: Lugano ohne Lajunen (krank), Cunti,
Bertaggia und Sartori, Bern ohne Marti (gesperrt) und Untersander
(verletzt). – Fazzini nach dem ersten Drittel verletzt
ausgeschieden.
Biel – Ambri-Piotta 6:0
(3:0, 2:0, 1:0)
Tore: 6. Neuenschwander (Schmutz) 1:0. 12. Lüthi
(Moser, Schmutz) 2:0. 19. Brunner (Fuchs /Ausschluss Kostner) 3:0.
21. (20:41) Riat (Pouliot, Brunner/Ausschluss Kostner, D’Agostini)
4:0. 22. Fuchs (Kreis, Riat/Ausschluss D’Agostini) 5:0. 58. Salmela
(Rajala/Ausschluss Guerra) 6:0.
Bemerkungen: Biel ohne Diem, Forster (beide
verletzt), Fey (krank), Suleski, Petrig (beide Ajoie) und Tanner
(La Chaux-de-Fonds). Ambri ohne Lerg, Bianchi, Goi, Pinana (alle
verletzt), Rohrbach, Moor, Stucki, Anthony Neuenschwander, Joël
Neuenschwander und Smith (alle Ticino Rockets).
Rapperswil-Jona – Davos 1:2
(0:0, 0:0, 1:1, 0:0) n.P.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Casutt,
Helbling, Wellman, Gilroy, Schweri und Spiller, Davos ohne Sandell
(alle verletzt) und Lindgren (überzähliger Ausländer). Kicktore von
Aulin (44.) und Rödin (62.) aberkannt.
SCL Tigers – ZSC Lions 4:1
(1:0, 2:0, 1:1)
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Johansson
(überzähliger Ausländer) sowie Dostoinow (verletzt), ZSC ohne
Geering, Nilsson, Wick, Flüeler, Suter und Hinterkircher (alle
verletzt), Pettersson (überzähliger Ausländer) sowie Marti
(gesperrt). 500. Spiel in der höchsten Spielklasse von Flurin
Randegger
Genève-Servette – Lausanne
4:6 (1:0, 1:5, 2:1)
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bouma, Wingels,
Petschenig und Rubin (alle verletzt), Lausanne ohne Emmerton
(überzähliger Ausländer), Simic, Boltshauser, Froidevaux und
Zangger (alle verletzt). – 43. Simek verletzt ausgeschieden.









