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National League

NLA: Den ZSC Lions fehlt noch ein Sieg zum Schweizer Meistertitel!

0:2 lagen die ZSC Lions nach den ersten 20 Minuten zurück. Doch sie kämpften sich zurück und siegten in der Overtime mit 3:2. Lugano Goalie Merzlikins zeigte erneut eine grandiose Leistung, Maxim Lapierre dagegen brachte den Zürcher Anhang in Rage.

Die Lions gaben sich in den ersten 20 Minuten zwar viel Mühe, doch gab es Parallelen zum Spiel vom vergangenen Montag. Man machte die Tore nicht und leisteten sich zudem Fehler in der Verteidigung, wo die Zuordnung nicht stimmte. Dies wurde von Lugano gnadenlos ausgenutzt. Elvis Merzlikins weiter hervorragend und liess sich mit Flachschüssen nicht bezwingen. Dies bekam der eine oder andere ZSC-Spieler zu spüren. Aber immerhin setzten die Gastgeber den Körper besser ein als noch am Montag, trotzdem agierten die Luganesi mit äußerst gefährlichen Angriffen. Beim 0:1 der Bianconeri standen sich zwei Zürcher an der blauen Linie gleich selber im Weg. Giovanni Morini schnappte sich den Puck und spielte backhand auf Loic Vedova und der Youngster traf zum 1:0. Der Zürcher-Goalie Lukas Flüeler dabei chancenlos. Bei zweiten Lugano Treffer in der 16. Minute ging ein weiterer gröberer Fehler der Lions voraus, ZSC-Captain Patrick Geering in Überzahl, verlor den Puck neben dem eigenen Gehäuse an Lugano’s Lapierre, welcher verzögerte und Goalie Flüeler in Unterzahl zum 0:2 bezwang.

Zuvor hatte der ZSC Glück, nicht bestraft zu werden, als Sebastién Reuille, der sich allein vor das Zürcher Tor gespielt hatte, bei der Schussabgabe gehindert und gelegt wurde. Die Referee’s aber pfiffen nicht. Dafür wurde Lugano Sekunden später, wegen zuvieler Spieler auf dem Eis bestraft und Lapierre mit dem Shorthander beantwortete. In den zwei Überzahlsituationen der Lions im ersten Drittel brachten die Zürcher nichts zustande. Einen Schuss von Chris Baltisberger konnte der Lugano-Keeper an der Stockhandseite abwehren.

Im Mitteldrittel erfolgte eine eindrückliche Reaktion der Gastgeber, als sie nur 37 Sekunden nach dem Anpfiff auf 1:2 verkürzen konnten. Phil Baltisberger fing einen Pass eines Luganesi in der Luft ab, Fredrik Pettersson in der Tessiner Zone passte zu Drew Shore. Dieser Schuss wurde von einem Lugano-Verteidiger unhaltbar für Merzlikins abgelenkt. Von nun an spielten die ZSC Lions konsequent auf den Körper und setzten die Bianconeri unter großen Druck. Doch die Luganesi blieben weiter gefährlich. Julian Walker mit einer Drehung und später Matteo Romanenghi verpassten. Luca Cunti und Luca Fazzini mit einer Riesenmöglichkeit scheiterten ebenfalls am hervorragenden Lukas Flüeler. Aber auch Elvis Merzlikins spielte weiterhin in Weltklasseformat. Weitere Tore fielen in diesem 2.Drittel keine mehr, doch konnten die Zürcher zumindest viel Moral für das Schlussdrittel tanken.

Zu bemerken ist noch die zehnminütige 10 Minuten Disziplinarstrafe im ersten Drittel. Die Zürcher machten im letzten Drittel genau da weiter wo sie im mittleren Abschnitt aufgehört hatten und der 2:2 Ausgleich Tatsache. Pius Suter hatte das Bully gewonnen, der Puck kam bis zur blauen Linie, Christian Marti’s Schuss zurück konnte Suter erfolgreich ins gegnerische Tor ablenken. Von nun an führten die Lions die Regie und Lugano sah sich dazu gezwungen auf andere Mittel zurückzugreifen, dabei  schlüpfte Topskorer Maxim Lapierre wieder in seine Rolle als Provokateur.

Als Lapierre nach seinem Scheitern an Flüeler in der 49. Minute grundlos in den Zürcher Goalie fuhr, rächte Reto Schäppi seinen Torhüter und wurde für vier Minuten auf die Strafbank verbannt. Lugano’s Topskorer kam mit zwei Minuten davon. Raffaele Sannitz kopierte die Aktion von Lapierre in Überzahl, doch diesmal wurde von den Schiedsrichter auf eine Goaliebehinderung entschieden und Sannitz musste neben Lapierre Platz nehmen. Der Verlängerung stand nichts mehr im Wege, die vier Minuten Überzahl liessen die Lions aber unbenutzt verstreichen. In der 53. Minute erfolgte eine Strafe gegen Alessio Bertaggia wegen hohen Stocks

Es folgte die erste Overtime. Gregory Hofmann setzte schon nach wenigen Sekunden in Szene, doch sein Schuss wurde von Flüeler mit dem Beinschoner abgewehrt. Die Zürcher mit mehr Möglichkeiten, doch Pettersson traf in der 63. Minute nur den Pfosten, wurde aber in der 67. Minute bei einem Alleingang regelwidrig gestoppt, setzte aber den folgenden Strafschuss an den Pfosten. Raphael Prassl in der 64. Minute hatte das halbleere Tor vor sich, aber Merzlikins konnte die Scheibe aus der Luft fangen. Auch Phil Baltisberger (71.) und Roman Wick (72.) scheiterten.
Ein katastrophaler Fehler von Bobby Sanguinetti in der 75. Minute beendete die Verlängerung mit dem 3:2 Sieg der ZSC Lions. Somit führen die Lions in der Serie gegen Lugano mit 3:1 und könnten am Samstag in Lugano zum neunten Mal Schweizer Meister werden.

Telegramm:
ZSC Lions – Lugano 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0) n.V.
Tore: 3. Vedova (Morini) 0:1. 16. Lapierre (Ausschluss Romanenghi!) 0:2. 21. Shore (Pettersson, Phil Baltisberger) 1:2. 42. Suter (Marti, Chris Baltisberger) 2:2. 75. Chris Baltisberger (Schäppi) 3:2
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Sjögren, Vey (alle verletzt), Seger, Pelletier, Bachofner, Karrer, Hinterkircher (alle überzählig), Lugano ohne Chiesa, Bürgler, Brunner, Ronchetti (alle verletzt), Etem, Klasen (beide überzählig). 67. Pettersson verschiesst Penalty gegen den Pfosten.

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