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National League

NLA: Der EV Zug ist Schweizer-Meister 2020/21

Der EV Zug gewinnt zum zweiten Mal in seiner Hockeygeschichte nach 1998 den langersehnten Schweizer-Meistertitel. In der „best-of-5“ Finalserie gegen Genéve-Servette setzten sich die Zuger im gestrigen Spiel mit 5:1 durch und gewannen den Final auf schnellstem Weg gegen die hartnäckigen Genfer mit 3:0. Dabei glänzte Gregory Hofmann als Meisterschütze, indem er zweimal traf.

Der EV Zug ist somit der erste Meister seit 23 Jahren, der nicht aus Bern, Davos, Lugano oder Zürich kommt, jene vier Teams, die bisher den Meistetitel unter sich ausmachten.
Die Innerschweizer nutzten ihre individuelle Klasse, hatten die grösseren Energiereserven und durften verdientermassen den Pokal in Empfang nehmen. Dies nach einer turbulenten und von der Coronavirus-Pandemie geprägten Saison 2020/21. Deshalb mussten die Halbfinale und der Final nicht wie normal „best-of-7“ Serie gespielt werden, anhand des zuvor dicht gedrängten Programms vor dem Beginn der Weltmeisterschaft.

Die Parolen der Genfer lautete, dass man für mehr Verkehr vor dem Zuger Goalie sorgen müsse und im Slot besser arbeiten. Doch diese Durchhalteparolen im dritten Finalspiel fand keine sportliche Antwort seitens der Romands. Vor dem ersten Überzahlspiel der Genfer in der 13.Minute brachten sie nur zwei Schüsse aufs gegnerische Tor, obwohl sie aktiver agierten als noch in den ersten zwei Partien. Ihre Angriffsbemühungen versandeten bereits bevor sie überhaupt in die Nähe des Tors kamen, taten sich erneut schwer um überhaupt in eine Abschlussposition zu kommen, welche Genoni nicht sehen konnte.

Die Zuger Defensive abgeklärter und cleverer, waren auch bei den Rebounds schneller zur Stelle und blieben in der Offensive geduldig, auch wenn sie dabei zuerst einige Chancen versiebten und das 1.Drittel zum dritten Mal 0:0 endete. In der 24. Minute aber vermochte sich Hofmann im Slot zu behaupten und erzielte den 1:0 Führungstreffer und den EVZ einen Schritt näher am krönenden Titel. Für den Ausgleich der Genfer sorgte Tömmernes kurz vor der zweiten Pause.

Mit viel Tempo starteten die Servettien in das letzte Drittel und dem Versuch, den erstmaligen Führungstreffer zu erzielen. Doch Hofmann mit seinem zweiten Tor in der 49.Minute und Klingberg eine Minute später machte die Genfer Hoffnungen zunichte. Drei Minuten vor Spielende sorgte Albrecht für das 4:1 und kurz vor Schluss traf Simion zum 5:1 ins leere Tor.

Die Genfer bissen sich die Zähne am hervorragenden Genoni aus. Sowieso taten sie sich in der Meisterschaftsentscheidung äusserst schwer mit dem Tore schießen. Der Grund war Leonardo Genoni und die überragende Defensive des EVZ. Genoni feierte seinen sechsten Meistertitel nach drei mit Davos und zwei mit Bern, außerdem sind zwei Gegentore (1:0, 2:1, 5:1) in einer Best-of-5-Finalserie ein Rekord. Mit 3,33Toren pro Spiel ist es aber das torärmste Playoff-Final der Geschichte. 2007 waren es zwischen Davos und Bern deren 3,7.

Der Sieg des EVZ fiel zwar um zwei Tore zu hoch aus, doch der ist Titel hochverdient, hatten sie doch die Qualifikation wie nie ein Team zuvor dominiert. Auch konnte die Eishockey-Saison 2020/21 trotz Corona mehr oder weniger regulär zu Ende gespielt werden, trotz der kurzfristigen Einführung der Pre-Playoffs und die Verkürzung der Best of 7 auf die Best-of-5 Serie. 

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