Den Sack zumachen konnten die ZSC Lions in der Serie gegen den EV Zug erst in der Verlängerung. Der SC Bern, der erwartungsgemässe der Sieger aus der Serie gegen Genéve, folgt den Lions und wird der Halbfinalgegner der Zürcher sein. Wer gegen den HC Lugano antritt ist noch offen, die Serie zwischen Biel und Davos geht weiter.
Im Fribourger-Team gab es nur eine Veränderung, Chris Rivera, der Routinier, kehrte in die Mannschaft zurück. Bei Lugano gab es gegenüber vom vergangenen Samstag zwei Änderungen: Ryan Johnston wurde an Stelle von Linus Klasen eingesetzt und Julien Vauclair mit seinem Debut in diesen Playoffs. Somit waren Massimo Ronchetti und Riccardo Sartori überzählig.
40 Minuten lang ging es in der Resega sehr turbulent zu und her, wobei Lugano auch in dieser 5.Partie den besseren Start erwischte. Nach einem Foul von Tristan Vauclair, liefen bei den Bianconeri im anschliessenden Powerplay die Kufen heiss. Jani Lajunen brachte bei seinem zweiten Anlauf den Puck backhand an Goalie Brust vorbei, doch wurde das Tor erst nach einer Videokonsultation gegeben. Zuvor waren Lajunen, Lapierre und Cunti gescheitert. Die Gäste mit dem Versuch zu reagieren, doch Stalder, allein vor Merzlikins stehend, scheiterte. In der 8. Minute ein Fehler der Luganesi, die es verpassten den Puck zu befreien und Julien Sprunger diese Gelegenheit zum 1:1 Ausgleich verwertete.
Nach einem weiteren Fehler von Lugano, kam Fribourg’s Mottet, der allein vor Merzlikins zum Abschluss, doch der Goalie rettete. Fazzini verpasste die erneute Führung für Lugano nach dem Zuspiel von Cunti. Meunier für Gottéron versuchte es zweimal, doch der Weg ins Netz hinter Merzlikins, fand die Scheibe erst, als Birner einen Schuss zur Führung zum 2:1 ins Tor ablenken konnte.
In der 25. Minute mit seinem Vorstoss bis ins Angriffsdrittel der Gäste, dabei lancierte er Sannitz, der mit seinem Direktschuss zum 2:2 traf. Erhitzte Gemüter gab es nach einem Check von Cunti gegen Glauser, welcher eine Weile benommen liegen blieb, später jedoch wieder mittun konnte. In einem Fribourger Powerplay hatte Gottéron Keeper Brust Glück weil er einen Schuss nicht behändigen konnte und seine Verteidiger retteten. Später musste er jedoch den Schuss von Julien Vauclair passieren lassen und erneut lagen die Platzherren in Front. Die Freude währte aber nicht lange, da gegen Ulmer eine Strafe angezeigt wurde und Rossi unhaltbar für Merzlikins zum 3:3 traf. Danach ein Rencontre zwischen Brust und Romanenghi, wobei beide je eine Strafe kassierten. Als Gottéron zusätzlich noch mit einer weiteren Strafe belegt wurde, kam Lugano zu einer vier gegen drei Überzahl-Situation, dabei hämmerte Hofmann die Scheibe zum 4:3 unhaltbar ins gegnerische Gehäuse.
Das Schlussdrittel konnte Gottéron in Überzahl beginnen und erhielten dadurch die Möglichkeit für einen Ausgleich in doppelter Überzahl. Doch Lugano überstand diese gefährliche Phase unbeschadet. Nun lief die Zeit gegen Fribourg-Gottéron und Coach sah sich zu einem Timeout gezwungen, wobei er Goalie Brust durch einen sechsten Feldspieler ersetzte. Für die entgültige Entscheidung zum 5:3 traf Gregory Hofmann ins leere Tor.
SC Bern entscheidet Serie
4:1 für sich
Nach der Niederlage in Genf reagierte der SC Bern umgehend und
zieht mit dem klaren 5:2 Sieg vor eigenem Publikum und der dem 4:1
Erfolg in der Serie gegen die Rhonestädter in den Halbfinal ein.
Das Resultat fiel mit dem 5:2 zwar deutlich aus, doch war die
Partie in den ersten 40 Minuten ziemlich ausgeglichen, obwohl der
SCB druckvoll ins Spiel startete. Doch es waren die Genfer, welche
wie bereits am Samstag durch Jeremy Wick in Führung ging. Doch
gewann am Schluss nicht die Mannschaft, welche das erste Tor
erzielt hatte.
Niederlage für den HC Davos
auswärts in Biel und geraten in der Playoff-Viertelfinal-Serie 2:3
in Rücklage.
Den Seeländern fehlt somit nur noch ein Sieg zur ersten
Halbfinal-Qualifikation seit 28 Jahren. Biel führt nach dem
4:2-Heimsieg gegen die Bündner in der Serie nun mit 3:2. Die
Davoser schlugen sich in dieser fünften Partie gleich selber. Der
EHC Biel lag nach 26 Minuten bereits mit 3:0 vorne. Zwei von drei
Gegentreffer kassierte der HCD unmittelbar nach Ablauf unzähliger
Strafen. 33 Strafminuten innerhalb der ersten 23 Minuten leistete
sich das Del Curto Team. Dabei wurde Gregory Sciaroni anhand eines
Crosschecks bereits kurz vor dem ersten Pausentee unter die Dusche
geschickt. Die Konzentration der Davoser liess mehr als zu Wünschen
übrig, denn eine Strafe kassierten sie, bereits in Unterzahl
spielend, wegen zuvieler Spieler auf dem Eis, Enzo Corvi leistete
sich ein Beinstellen gegen Jonas Hiller nach fünf Minuten in der
Angriffszone. Dieser erste Davoser Ausschluss nutzte Biel zwei
Minuten später zur 1:0 Führung.
Verdienter Sieg der ZSC
Lions in der Overtime
Die Lions hätten bereits die Partie für den Einzug ins Halbfinale
bereits in der regulären Spielzeit klarmachen können. Doch
verpassten Fabrice Herzog und Pius Suter in dem vermeintlichen
letzten Drittel, zwei grosse Möglichkeiten zur 3:1 Führung.
Hingegen gelang dem Zuger Nolan Diem, gut fünf Minuten vor Ende der
Partie, per Ablenker den 2:2 Ausgleich.
Den ersten Hieb in den Nacken mussten die Zentralschweizer im
mittleren Abschnitt einstecken, als Chris Baltisberger im Powerplay
und Pius Herzog mittels einem Doppelschlag die 1:0-Führung der
Zuger innerhalb von 20 Sekunden zunichte machten und ihrerseits zur
1:2 Führung in Führung gingen. Der EVZ hingegen vergab den Sieg
hauptsächlich im Powerplay, als sie dreimal im 2. Drittel ihre
Chancen, den Vorsprung auf ein 2:0 auszubauen, vergeigten. Im
Powerplay waren die Innerschweizer zu statisch und behäbig, bei den
Abschlüssen zu unpräzis. Deshalb ist der Sieg der Stadtzürcher
letztlich nicht unverdient.
In der Abstiegsrunde, wo die Entscheidungen bereits gefallen sind, verlieren der HC Ambri-Piotta und Dominic Zwerger in der Valascia 2:5 gegen die SCL Tigers. Noch höher fällt die Niederlage des EHC Kloten gegen Lausanne aus, die Flughafenstädter verlieren mit 2:7.
Ambri und Kloten, die sich in der kommenden Woche im Abstiegs-Playoff gegenüber stehen, bemühten sich allerdings nicht gross um Punkte und sparten an Energie. Ambri lag zwar bis zur 33. Minute mit 2:0 in Front, gaben aber das Spiel innert zehn Minuten aus der Hand. Der Anschlusstreffer der Tigers erzielte der U18-Internationale Keijo Weibel in seinem ersten Einsatz in der NLA. Yannick Albrecht, Eero Elo und im Finish Emanuel Peter und Yannick Blaser führten durch ihre Treffer die Wende zugunsten der Langnauer ein.
Auch Lausanne sparte an der Energie, führten aber bereits nach 19 Minuten mit 3:0. Philippe Schelling, Harri Pesonen und Benjamin Antonietti (in Unterzahl) waren die Torschützen. Zwischen den Pfosten standen Luca Boltshauser (Kloten) und Sandro Zurkirchen (Lausanne). Cristobal Huet, der wie Lausanne’s Captain John Gobbi und Stürmer Florian Conz ihre Karrieren nach dieser Saison beenden, wird möglicherweise nur noch am kommenden Samstag im letzten Heimspiel gegen die Emmentaler zum Einsatz kommen.
Telegramme:
Lugano – Fribourg-Gottéron
5:3 (1:2, 3:1, 1:0) Stand 4:1
Tore: 5. Lajunen (Ausschluss Tristan Vauclair)
1:0. 8. Sprunger (Holös) 1:1. 17. Birner (Maret) 1:2. 25. Sannitz
(Johnston) 2:2. 31. Julien Vauclair (Sannitz/Ausschluss Bykow) 3:2.
33. Rossi (Cervenka/Ausschluss Ulmer) 3:3. 38. Hofmann (Lapierre,
Sanguinetti/Ausschlüsse Romanenghi; Rossi, Rivera) 4:3. 60. (59:12)
Hofmann 5:3 (ins leere Tor).
Bemerkungen: Lugano ohne Brunner, Bürgler, Chiesa
(alle verletzt), Etem, Klasen, Ronchetti, Fontana und Sartori (alle
überzählig), Fribourg-Gottéron ohne Slater, Abplanalp, Rathgeb
(alle verletzt) und Chiquet (überzählig). Lajunen verletzt
ausgeschieden (39.).
Zug – ZSC Lions 2:3 (1:0,
0:2, 1:0, 0:1) n.V. Stand 4:1
Bemerkungen: Zug ohne Morant (verletzt) und Holden
(überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson,
Sjögren, Marti (alle verletzt), Pelletier und Vey
Bern – Genève-Servette 5:2
(0:1, 2:0, 3:1) Stand 4:1
Bemerkungen: Bern ohne Raymond (verletzt),
Aaltonen, Burren, Wolf und Heim (alle überzählig), Genève-Servette
ohne Keränen, Spaling, Almond, Descloux, Mercier und Schweri (alle
verletzt), Küng, Heinimann, Holdener und Grossniklaus (alle
überzählig).
Biel – Davos 4:2 (2:0, 2:2,
0:0) Stand 3:2
Bemerkungen: Biel ohne Maurer (gesperrt), Valentin
Lüthi (verletzt) und Micflikier (überzähliger Ausländer), Davos
ohne Ambühl, Kessler, Lindgren, Schneeberger, Dino Wieser (alle
verletzt).
Ambri-Piotta – SCL Tigers 2:5 (1:0, 1:2, 0:3) Tore: 13. Kubalik (Lhotak, Taffe) 1:0. 26. Lhotak (Kubalik) 2:0. 33. Weibel (Gyger, Blaser) 2:1. 37. Albrecht (Nils Berger, Andersons) 2:2. 44. Elo (Gagnon) 2:3. 57. Peter (Weibel, Gerber) 2:4. 60. (59:55) Blaser (Ausschlüsse Trisconi; Huguenin) 2:5 (ins leere Tor).
Kloten – Lausanne 2:7 (0:3, 1:1, 1:3) Tore: 11. Schelling (Eigenmann) 0:1. 16. Pesonen (Frattin) 0:2. 19. Antonietti (Ausschluss Vermin!) 0:3. 26. Schlagenhauf (Praplan, Hollenstein) 1:3. 36. Frattin (Pesonen) 1:4. 49. Pesonen 1:5. 52. Vermin (Frattin) 1:6. 53. Trachsler (Kparghai) 2:6. 53. In-Albon (Zangger, Schelling) 2:7









