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National League

NLA: Eklat im Finale – Schiedsrichter-Boss von EVZ-Fan tätlich angegriffen!

Ein umstrittener Schiri-Entscheid sorgte im 4. Finalspiel zwischen Bern und Zug für großen Wirbel. Alle Hockeyexperten sprachen von einer Fehlentscheidung, außer dem ehemaligen Referee Nadir Mandioni. Die Folge waren überbordende Emotionen in der Zuger Bossard-Arena. 

Garrett Roe’s Treffer zum 1:1 Ausgleich wurde von den Unparteiischen nicht anerkannt und Schiedsrichter-Chef Brent Reiber auf der Medientribüne von einem Zuger Anhänger tätlichen angegriffen.  Zornesröte in manch einem Gesicht auf den Tribünen in der Zuger Bossard-Arena.

Immer wieder wurde diese Torszene vom Ausgleichstreffer des EV Zug auf dem Video-Würfel abgespult. Der Grossteil des Zuger Publikums verstand nicht, warum der Ausgleich für den EVZ von den Referee’s Mark Lemelin und Micha Hebeisen nicht gutgeheissen wurde.

Lemelin taxierte sofort auf kein Tor, da er bei Roes’s Schuss eine Behinderung am Berner Goalie gesehen hatte. Dabei fuhr Zug‘s Everberg in den Torraum, berührte Goalie Genoni, der dabei auch seinen Stock verlor und sich nicht mehr richtig positionieren konnte, da Everberg im Weg stand, als Roe’s Geschoss hinter ihm einschlug. Everberg jedoch war unfreiwillig mit Genoni in Berührung gekommen, da er zuvor vom Bern’s Beat Gerber in den Torraum geschubst wurde.

Natürlich sahen sich Lemelin und Hebeisen die heikle Szene im Video-Raum mehr als nur einmal an, blieben aber bei ihrem ersten auf dem Eis gefällten Entscheid (Regel Nummer 150 und 183 des Regelbuchs), wo es unter anderem heisst, „je nach Betrachtungsweise.“ Doch bei dieser Regel sind sich aber auch die Experten nicht ganz einig.

Der während der MySports Live-Übertragung zugeschaltete Ex-Ref Nadir Mandioni stützte den kein-Tor-Entscheid noch bevor die Schiedsrichter anhand der Videobilder definitiv entschieden hatten. Mandioni begründete den Entscheid damit, dass Everberg nach dem Schubser von Gerber genügend Spielraum gehabt hätte um den Torraum wieder zu verlassen ohne den Goalie dabei zu behindern. Everberg tat dies nicht, von da her sei der Treffer nicht korrekt. Ex-Profi-Schiedsrichter Stéphane Rochette aber sah den Vorfall anders als Mandioni und anerkannte den Treffer als korrekt.

Die Wut des Zuger Volkes aber zu spüren, bekam Schiedsrichter-Chef Brent Reiber, der die Partie auf der Medientribüne mitverfolgt hatte als plötzlich Unglaubliches passierte: Ein Anhänger des EVZ verliess seinen Sitzplatz, stürmte nach einem vorangegangenen kurzen Wortwechsel zu Reiber und ging ihn tätlich an indem er ihm einen Schlag ins Gesicht versetzen wollte! Reiber wurde zum Glück nur an der Schulter getroffen, was er auch bestätigte, wollte aber den Vorfall nicht dramatisieren sondern meinte, es sei Playoff-Final, indem sich zwei großartige Mannschaften auf dem Eis gegenüber stehen und nicht der Zeitpunkt um über einen emotionalen Ausbruch abseits des Eisrinks zu diskutieren.

Der EV Zug aber wird das unrühmliche Geschehen neben dem Eis überprüfen. Laut dem Sicherheitschef wurden die Personalien der betreffenden Person festgestellt und welcher das Stadion umgehend verlassen musste. Danach soll der Sachverhalt genauer abgeklärt werden, um entsprechende Sanktionen einzuleiten. Der Sicherheits-Chef bestätigte zudem, dass sich der fehlbare Zuger-Fan bei Brent Reiber entschuldigt und ihm die Hand gereicht habe und sie sich mehr oder weniger versöhnt haben.

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