National League

NLA: Fabio Hofer und Benjamin Baumgartner treffen!

Biel schafft auf Anhieb das Break im Playoff-Viertelfinal gegen Biel und führt nun in der Berner Derby-Serie mit 2:0. Bern hingegen verliert nicht nur das Spiel, am Ende auch die Nerven

Der SCB steht auch im zweiten Spiel des Playoff-Viertelfinals gegen Biel mit dem Rücken zur Wand. Für eine Wende dieser Serie zugunsten der Berner spricht nicht mehr viel. Das zweite Viertelfinale hatte mit Playoff-Hockey nicht viel zu tun, es gestaltete eher als ein Abend der offenen Tore.

Die Berner erwischten zwar einen Traumstart, gleich in seinem ersten Einsatz gelang Chris DiDomenico das 1:0, nachdem sich Biels Tino Kessler zuvor von Oscar Lindberg hatte abkochen lassen. Trotzdem sorgte die Führung für keine Ruhe beim SCB, im Gegenteil, sie verloren sogar den Kopf. So konnte Biels Toni Rajala ungehindert übers ganze Eis laufen und seelenruhig den 1:1 Ausgleich erzielen, 64 Sekunden später stand es bereits 2:1 für die Seeländer. Später duellierten sich Mike Künzle und Mika Henauer vor dem Berner Tor, dies am Rande der Legalität oder auch darüber. Von hinten kam Noah Schneeberger zum Schuss, welcher als einziger in diesem ganzen Durcheinander den Überblick behielt. Es war das erste Tor des Verteidigers seit über drei Jahren, in den Playoffs traf er sogar seit 8 Jahren nicht mehr. 

Am Ende kam beim SCB auch noch Pech dazu, als ein Schuss von Yannick Rathgeb durch Thierry Bader unhaltbar ins eigene Tor abgelenkt wurde. Immerhin waren die Berner postwendend zu einer Reaktion imstande, als Benjamin Baumgartner einen Hammerschuss von Ramon Untersander am Bieler Goalie Säteri, der zum zweiten Mal vor Vaterfreuden steht, vorbei ins Tor ablenkte. Der zum zweiten Mal vor Vaterfreuden stehende finnische Keeper. Nach diesen wilden ersten 18 Minuten schien sich das Ganze ein wenig zu beruhigen, bis der SC Bern in der 36. Minute nach einem schlechten Wechsel Fabio Hofer gewähren liess. Es ist das zweite Gegentor, an dem SCB-Goalie Wüthrich eine gewisse Mitschuld trug. Aber auch die Bieler hatten einen Nackenschlag zu verdauen. Luca Cunti, der nach einer Hirnerschütterung eben erst zurückgekehrte, wurde am Boden liegend unglücklich vom rückwärtsfahrenden Zgraggen am Kopf getroffen verschwand sofort in die Kabine und kehrte nicht mehr zurück.

Dennoch spulte der EHC Biel sein Programm cool runter und gerieten kaum in Gefahr, diese Partie noch zu verlieren. Der SCB hingegen steht in diesen Viertelfinals weiter mit dem Rücken zur Wand und es gibt  kaum noch Argumente, die für eine wundersame Wende sprechen. Dem Ende entgegen sieht auch offenbar DiDomenico entgegen, denn vier Sekunden vor Spielschluss brannten bei ihm die Sicherungen durch und prügelte sich mit Ramon Tanner. Dafür kassierten er und Tanner einen Restausschluss. Auf dem Weg in die Kabine legte sich DiDo mit dem halben Staff des EHC Biel an und musste von Medienchef Reto Kirchhofer beinahe gewaltsam weggezerrt werden.

Lugano gleicht die Serie gegen Genéve-Servette aus
Lugano gleicht in der Viertelfinalserie gegen den Qualifikationssieger Genève-Servette zum 1:1 aus. Das Team von Jungtrainer Luca Gianinazzi gewinnt zu Hause 2:0.

Die Anhänger des HC Genéve-Servette wurden am vergangenen Dienstag mit dem 6:3 Sieg ihres Teams noch mit Toren verwöhnt, dieses Mal dauerte es bis zur 32. Minute, ehe der schwedische Verteidiger Calle Andersson den Bann durchbrach indem er Lugano in Führung brachte. Luganos Topskorer Daniel Carr erhöhte in der 53. Minute nach einem herrlichen Konter auf 2:0.

Der Genfer Tanner Richard scheiterte eine Minute später in Unterzahl alleine vor Mikko Koskinen, welcher im Nachhinein weitere gute Chancen der Genfer zu Nichte machte. Den Genfern fehlten vor allem die  Geniestreiche des krank gemeldeten schwedischen Verteidigers Henrik Tömmernes.

As erste Drittel verlief weitgehend ereignislos, dafür passierte im zweiten Abschnitt so einiges. Zuerst standen die Servettien einem Tor näher, aber bei der Spielhäfte vergab Luganos Michael Granlund eine Topchance zur 1:0 Führung. In der 34. Minute checkte der 100 Kilo schwere Genfer Topskorer Teemu Hartikainen Marco Zanetti gefährlich in die Bande, was aber nicht geahndet wurde und die Emotionen danach hochkochten. Auf die Strafbank geschickt wurde nur Luganos Calvin Thürkauf. Die Gäste, in die in der Qualifikation das beste Powerplay spielte und am Dienstag zweimal in Überzahl trafen, zogen jedoch keinen Nutzen daraus, dabei hatte Luganos Julian Walker die beste Möglichkeit hatte.

Bern – Biel 2:4 (2:3, 0:1, 0:0) Stand 0:2
Tore: 2. DiDomenico (Moser, Lindberg) 1:0. 14. (13:21) Rajala 1:1. 15. (14:25) Schneeberger (Brunner) 1:2. 18. (17:14) Kessler (Rathgeb) 1:3. 18. (17:57) Untersander (Kahun) 2:3. 36. Hofer (Rathgeb) 2:4. Strafen: 6mal 2 plus 5 Minuten (DiDomenico) plus Spieldauer (DiDomenico) gegen Bern, 3mal 2 plus 5 Minuten (Tanner) plus Spieldauer (Tanner) gegen Biel. Bemerkungen: Bern ohne Sven Bärtschi, Sceviour (beide verletzt), Gelinas und Karhunen (beide überzählige Ausländer), Biel ohne Hischier (verletzt) und Sheahan (überzähliger Ausländer). Bern von 56:54 bis 58:10 und ab 58:28 ohne Torhüter.

Lugano – Genève-Servette 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) Stand 1:1
Tore: 32. Andersson 1:0. 53. Carr (Zanetti) 2:0. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. Bemerkungen: Lugano ohne Arcobello und Connolly (beide verletzt), Genève-Servette ohne Berthon, Le Coultre, Rod (alle verletzt) und Tömmernes (krank). Genève-Servette ab 56:41 ohne Torhüter.

Erneut keine Tore für Ajoie
Die SCL Tigers gewannen auch das zweite Abstiegs-Playoff- Spiel gegen den Qualifikationsletzten Ajoie. Durch den Sieg in Pruntrut stellten die Emmentaler in der Best-of-7-Serie auf 2:0.

Für seinen zweiten Shutout benötigte der Langnauer Goalie Luca Boltshauser 32 Paraden. benötigte für seinen zweiten Shutout in Folge 32 Paraden. Zehn Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit sorgte  Cody Eakin mit dem Treffer zum 2:0 für die entgültige Entscheidung. Kurz zuvor hatte der Kanadier  Kanadier mit einer Rettungsaktion den 1:1-Ausgleich für Ajoie verhindert.

Ajoie hatte immer wieder starke Phasen, aber mit vereinten Kräften fanden die Emmentaler immer eine Lösung um ein Gegentor zu verhindern.  Ajoie-Topskorer Philip-Michael Devos vergab zudem im letzten Drittel in einem Powerplay eine hochkarätige Chance zum 1:1-Ausgleich. Dafür rettete der Kanadier Cody Eakin für Langnau für seinen bereits geschlagenen Keeper noch vor der Torlinie. Nolan Diem seitens der Jurassier hatte kurz danach das 2:0 der Gäste auf dem Stock.

Die Führung zum 1:0 hatten die Tigers durch Axel Holmström zur Spielmitte im Powerplay erzielt. Für den schwedischen Center  26-jährigen schwedischen Center war es der zweite Treffer im neunten Spiel für die Langnauer. Schon am Dienstag waren die SCL Tigers beim 4:0-Auftaktsieg in der Ilfis-Halle in Überzahl in Führung gegangen. Damals war Eakin der Torschütze gewesen.

Abstiegs-Playoff 2. Spiel
Ajoie – SCL Tigers 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) Stand 0:2
Tore: 29. Holmström (Rossi/Powerplaytor) 0:1. 50. Eakin (Saarela, Schilt) 0:2. Bemerkungen: Ajoie ohne Rouiller (gesperrt), Kohler, Pouilly (beide verletzt) und Bakos (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Egle und Rautio (beide überzählige Ausländer). Ajoie ab 56:13 ohne Torhüter.

Bild: https://www.facebook.com/ehcbofficial

 

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