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National League

NLA: Kantersiege für Kloten und Lugano, Ambri siegt in Verlängerung

Überraschender Sieg für den EHC Kloten auswärts in Davos dank vier Toren innerhalb von drei Minuten im Startdrittel.

Gegen Kloten hatte man erwartet, dass der HCD aus seinem alljährlichen Loch nach dem Spengler-Cup herausfinden würde, doch bestätigte sich die Prognose nicht und der HC Davos verlor zum vierten Mal in Folge. Kloten hingegen durfte für einmal die volle Punktzahl mit nach Hause nehmen.

Trotzdem und aufgrund der aktuellen Tabellenlage, begann die Partie wie erwartet mit dem Führungstreffer der Bündner. Der Tscheche Kousal erzielte den Treffer im ersten Davoser Powerplay. Doch konnte der EHC Kloten die Partie innerhalb von 125 Sekunden mit vier Treffern von 1:0 auf ein 1:4 wenden, dies bereits im ersten Drittel. Abbott traf völlig alleingelasssen zum 1:1 Ausgleich, Leone profitierte von einem Abpraller von der Bande zum 2:1, Bieber mit seinem ersten Tor nach 13 Spielen ohne Erfolg, erzielte das 3:1 und schliesslich erhöhte Sallinen 38 Sekunden später auf 4:1. Arno Del Curto hatte genug gesehen und wechselte Van Pottelberghe gegen Gilles Senn aus.

Doch der Goaliewechsel inspirierte die Davoser wenig bis gar nicht, denn auch Senn musste in der 57. und 59. Minute zwei Schüsse von Bieber und Abbott passieren lassen. Davos Davos zwar bemüht agierte jedoch viel zu kompliziert im gesamten Spielaufbau, vieles passte nicht mehr zusammen, ausserdem trotz ihrem Tempohockey rannte man vergeblich gegen den Kloten Torhüter Luca Boltshauser an. Denn nach dem Ausgleich der Flughafenstädter im ersten Drittel, wirkte vor allem die Davoser Defense desorientiert und kassierten die vierte Niederlage hintereinander.

Dank dem ersten Sieg gegen den HCD in dieser Saison sollten die Zürcher Unterländer wieder etwas an Selbsvertrauen zurückgewonnen haben, was gerade im Hinblick auf den Abstiegskampf im März wichtig werden wird. Zudem ist es den Klotener Gästen in dieser laufenden Saison noch nie gelungen, soviele Treffer zu erzielen.

Ambri und Zwerger mit dem Zusatzpunkt gegen die ZSC Lions auswärts
Zum 2. Mal hintereinander verbuchten die ZSC Lions in einem Heimspiel nur einen Punkt gegen ein schlechter platziertes Team. Ambri hingegen effizienter und kämpferischer, liess sich selbst beim Restausschluss ihres Topskorer D’Agostini nicht aus Ruhe bringen.

24 Stunden nach dem verdienten 4:2-Sieg in Bern unterlagen die Stadzürcher im Heimspiel gegen den Vorletzten der Tabelle Ambri mit 2:3 nach der Verlängerung. Und wie Trainer Kossmann schon nach der Heimniederlage seines Teams gegen Gottéron (3:4 n.V.) immer wieder anprangert hatte, finden die Lions immer einen Weg in eine Niederlage mit einem Treffer Unterschied. So standen die Stadtzürcher auch gegen die Biancoblu einem Sieg näher und dominierten die Partie in den ersten 20 Minuten mit 42:27 Schüssen. Kein Treffer gelang den Zürchern im ersten Abschnitt trotz sechsminütigem Powerplay. Trotzdem gingen sie nach 6 Minuten im zweiten Abschnitt durch zwei Tore von Fabrice Herzog in Führung und durften durch das angebliche Stockfoul von D’Agostini nochmals während drei Minuten in Überzahl spielen.

Zuvor konnte Ambri den ersten Gegentreffer 54 Sekunden später mit dem Ausgleich von Marco Müller korrigieren. Dann traf Jeff Taffe im ersten Powerplay für die Nordtessiner zum 2:1 und in der Verlängerung war es Ambri-Captain Michael Fora, welcher bei seiner ersten Schussabgabe das Siegtor zum 3:2 erzielte. Somit verlor der ZSC erneut mit einem Tor Unterschied.

ZSC-Coach führte die ungenügende Effizienz auf den Effort vom Abend zuvor gegen den SC Bern zurück. Beachten sollte man auch die vielen krankheitsbedingten oder das Verletzungslazarett der Lions, wo viele wichtige Spieler wie Nilsson, Marti, Sjögren Shore Korpikoski wegen Hirnerschütterungen fungieren. Auch Roman Wick war wegen einer am Freitag erlittenen Knieverletzung unter den Abwesenden, wodurch der ZSC gezwungenermassen auf Spieler der GCK Lions zurückgreifen musste.

Nach der 4:0 Klatsche vom Vorabend gegen die SCL Tigers, beendete Lugano seine Torflaute mit einem 7:1 Kantersieg in der Resega gegen Genéve-Servette
Mit dem hohen 7:1 Sieg gegen die Calvin-Städter schossen sich die Luganesi den Frust aus dem Leib. Lugano schlug im 2 Drittel zu und machte dabei gleich das halbe Dutzend voll. Lajunen begann das Skore mit dem 1:0 Führungstreffer und weitere Spieler reihten sich in der Skorerliste ein. Luganos Schlüsselspieler war der Finne Jani Lajunen, welcher die Bianconeri nach elf Minuten die Führung brachte und den Lugano-Motor wieder in Gang setzte. Der HC Lugano, welcher bisher die zweitmeisten Tore in der NLA erzielte hatte, brachte in der vergangenen Woche gegen den EV Zug (2:0) und am Freitagabend gegen die SCL Tigers (0:4) keinen einzigen Treffer zustande.

Lugano startete mit viel Druck ins  erste Drittel und der Genfer Schlussmann Giovannini stand sogleich im Fokus. Hofmann, Vauclair und Bertaggia vergaben erste Möglichkeiten, aber auch seitens von Genf vergaben Douay und Almond aus bestern Positionen. In der 12. Minute fiel der erste Treffer für Lugano, als Giovannini einen Abschluss von Hofmann nicht festhalten konnte. Brunner erwischte die Scheibe und Lajunen traf mit dem Ablenker zum 1:0. Drei Minuten vor der ersten Pause ein erstes Überzahlspiel der Gäste wobei eine zwei gegen eins Situation entstand und Reuille direkt abschloss, doch Giovannini rettete spektakulär.

Lugano durfte das 2.Drittel mit einem Powerplay beginnen, wobei Sanguinetti nach 30 Sekunden per Weitschuss zum 2:0 traf. Ein Fehler von Riva führte ein zu einer Chance für Rod, woraus aber eine Strafe gegen Riva resultierte und Merzlikins von Riat und Gerbe geprüft wurde. Lugano kaum komplett, musste Hofmann eine Strafe wegen hohem Stock absitzen. Glück für die Bianconeri, dass Fransson und Simek ihre Chance für einen Anschluss nicht wahrnahmen, da das Boxplay der Bianconeri für einmal wieder einwandfrei funkionierte. Auch Bertaggia und Cunti vermochten sich durchzusetzen und erhöhten auf 3:0. Kaum  angespielt, konnte Lugano ein weiteres Mal in Überzahl agieren, aber der Genfer Keeper neutralisierte gleich drei gefährliche Abschlüsse, musste aber den Weitschuss von Vauclair passieren lassen. Im Anschluss durften auch die Servettien ein Powerplay spielen, wobei Löffel nach dem Pass von Richard mit seinem Direktschuss zum 4:1 einschoss. Die Freude bei den Gästen kurz, da Giovannini den Schuss von Vauclair nicht behändigen konnte. Cunti, welcher Vauclair hinterher gefolgt war, verwertete den Rebound zum 5:1. Reuille mit dem Zuspiel zu Morini, der Backhand zum 6:1 traf. Eine weitere Strafe der Genfer nutzte Brunner aus zentraler Position zum 7:1 Schlussergebnis.

Das letzte Drittel endete mit einem Schaulaufen des HC Lugano, derweil sich die Gäste mit ihren vielen Strafen selber schwächten. Lugano hingegen hofft dank diesem Kantersieg wieder zu ihrer alten Heimstärke zurückzufinden.

Weitere Begegnungen:

Biel nicht zu stoppen
Der EHC Biel ist weiterhin nicht aufzuhalten. Nach einem starken Auftritt und Sieg im Berner Derby gegen den SC Bern, holten die Seeländer einen 0:2 Rückstand auf und siegten am Schluss mit 4:3. Damit punktete Antti Törmänen auch in seinem 10. Spiel als Bieler Coach.

Fribourg mit dritten Sieg in Folge
Das vom Verletzungspech verfolgte Fribourg-Gottéron behauptet sich dennoch im Strichkampf und feierten nach zwei Siegen gegen die Lions und gegen den EVZ den dritten Erfolg in Serie gegen ein Spitzenteam. Den Anfang machte Verteidiger Yannick Rathegeb in Überzahl und der 1:0 Führung nach 35.Minuten. 84 Sekunden später erhöhte Cervenka auf 2:0, worauf die Innerschweizer auf diesen Doppelschlag nicht mehr reagieren konnten. Zu Beginn des letzten Drittels erhöhte Gottéron durch Andrey Bykow, Matthias Rossi (2x) und Mathieu Maret innert sechs Minuten zum Schlussergebnis von 6:0.

Resultate vom 13.1.2018

Davos – Kloten 2:6 (2:4, 0:0, 0:2)
Tore: 8. Kousal (Sciaroni, Ambühl/Ausschluss Santala) 1:0. 9. (8:37) Abbott (Bozon) 1:1. 10. (9:12) Leone (Grassi, Schlagenhauf) 1:2. 10. (9:34) Bieber (Ramholt) 1:3. 11. (10:42) Sallinen 1:4. 20. (19:22) Kessler (Walser, Dino Wieser) 2:4. 57. Bieber (Sallinen, Abbott) 2:5. 59. Abbott (Sallinen) 2:6.
Bemerkungen: Davos ohne Lindgren, Jörg, Kindschi, Jung, Chris Egli, Rödin (alle verletzt) und Buck (überzähliger Ausländer), Kloten ohne Schelling (gesperrt), Dominik Egli, Bader, Weber, Lemm, Bircher und von Gunten (alle verletzt).

ZSC Lions – Ambri-Piotta 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) n.V.
Tore: 27. (26:04) Herzog (Schäppi, Künzle) 1:0. 27. (26:58) Müller (Kubalik, Guggisberg) 1:1. 29. Taffe (Ausschlüsse Chris Baltisberger, Phil Baltisberger) 1:2. 38. Herzog (Bachofner) 2:2. 62. (61:22) Fora 2:3.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Karrer, Korpikoski, Marti, Nilsson, Pelletier, Shore, Sjögren, Wick (alle verletzt) und Miranda (krank), Ambri-Piotta ohne Bianchi, Emmerton und Pinana (alle verletzt).

Lugano – Genf-Servette 7:1 (1:0, 6:1, 0:0)
Tore: 12. Lajunen (Brunner, Hofmann) 1:0. 21. (20:30) Sanguinetti (Cunti, Lajunen/Ausschluss Rubin) 2:0. 28. Cunti (Bertaggia) 3:0. 30. Vauclair (Hofmann/Ausschluss Richard) 4:0. 31. Loeffel (Richard/Ausschluss Wellinger) 4:1. 33. Cunti (Vauclair, Bürgler) 5:1. 34. Morini (Reuille) 6:1. 40. Brunner (Sanguinetti, Cunti/Ausschluss Simek) 7:1.
Bemerkungen: Lugano ohne Klasen, Ulmer (beide verletzt) und Furrer (krank), Genf-Servette ohne Da Costa (gesperrt), Bays, Spaling, Jacquemet, Mercier, Bezina, Descloux, Vukovic, Hasani und Schweri (alle verletzt). Sannitz verletzt ausgeschieden

Biel – Bern 4:3 (0:1, 4:1, 0:1)
Bemerkungen: Biel ohne Tschantré (verletzt) und Lofquist (überzähliger Ausländer), Bern ohne Moser, Rüfenacht (beide verletzt) und Noreau (überzähliger Ausländer).

Fribourg-Gottéron – Zug 6:0 (0:0, 2:0, 4:0)
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Glauser, Kienzle, Rivera, Schilt, Sprunger, Vauclair, Waeber (alle verletzt) und Birner (überzähliger Ausländer), Zug ohne Diem (gesperrt) und Grossmann (verletzt).

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