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NLA: Schweiz diskutiert über Einführung eines Salary Cap in der Light-Version!

In der National League wird über einen Salary Cap nachgedacht, weil aber dieser nach dem Modell NHL aus rechtlichen Gründen in der Schweiz praktisch nicht möglich ist, überdenkt man eine Light-Version, ähnlich wie in der russischen KHL.

In der herrschenden chaotischen Corona-Finanzkrise denken die Clubs der Schweizer Nationalliga über eine Erhöhung der Import-Spieler nach, entweder durch eine komplette Abschaffung der Begrenzung oder einem Kompromiss von vier auf acht Ausländer pro Team.

Auch über einen Salary Cap ähnlich wie in der NHL wird seit vielen Jahren immer diskutiert, die Idee aber gleich wieder im Keim erstickt. Eine feste Obergrenze des Lohnes ist in der Schweiz aus kartellrechtlichen Gründen nicht möglich, außer man würde sich wie in der NHL anhand einer Spielergewerkschaft darauf einigen. Doch bisher waren die Spieler am längeren Hebel und erhöhten die Löhne Jahr um Jahr, weil sich die Clubs ungeniert und großzügig immer wieder überboten und die Saläre damit weiter in die Höhe trieben.

Nun aber zwingt die aktuelle Krise manchen Club zum Umdenken. Laut „watson.ch“ wird über eine Light-Version eines Salary Caps nachgedacht, über welchen im August abgestimmt werden könnte und anhand von etwa vier Übergangsjahren bis zur Spielzeit 2024/25 endgültig eingeführt werden soll.

Dabei soll die Obergrenze der Lohnsumme angeblich auf etwa 7 Millionen Franken festgelegt werden, die Untergrenze auf 5 Millionen Franken. Weil aber einige Clubs die Untergrenze bereits jetzt schon erfüllen, müssten einige Clubs die Löhne senken. Dabei gibt es aber einen Unterschied gegenüber der NHL, denn man kann/darf die Grenze überschreiten, müsste aber „Luxussteuer“ zahlen, wobei der Betrag an jene Clubs geht, welche sich an die Obergrenze halten.

Das System ist nicht neu, da in Russland auf die Saison 2008/09 hin die Kontinentale Hockey Liga (KHL) gegründet wurde, welche die verstaubte und altmodisch gewordene Superliga ersetzte, welche mit der NHL konkurrierte, gleichzeitig aber auch viel neues aus der NHL zu jener Zeit, vom Salary Cap bis zum Draft, offene Grenzen, dem Allstar-Game bis hin zu den Cheerleadern übernommen wurde, einfach auf russische Art.

Eine Untergrenze gibt es auch in der KHL, damit finanzschwache Clubs über eine gewisse sportliche Substanz verfügen. Ebenso gibt es eine Obergrenze, welche jedoch mit Ausnahmeregelungen und einer Luxussteuer so durchweicht wurde, damit die gut unterstützten Großclubs wie SKA St. Petersburg oder ZSKA Moskau ihr Portemonnaie weiterhin weit öffnen konnten und man einfach eine Luxussteuer von 20 % zugunsten der ärmeren Clubs auf den Tisch blätterte.

Dies hatte die Folge, dass die KHL sich im Gegensatz zur NHL weiter unausgeglichen zeigte und wie in alten Zeiten durch die Zweiklassengesellschaft schunkelte. Der Lohndruck für anderen Teams wurde zwar gesenkt, dennoch konnten sogenannte Eishockey-Stars weiterhin Millionen scheffeln, während die Löhne für durchschnittlichere Spieler bei durchschnittlichen Vereinen sich in einem etwas bescheideneren Rahmen halten mussten.

Mit einem ähnliches Konzept will das Schweizer Eishockey wieder vernünftige Saläre einführen, damit will man verhindern, dass manche Clubs in den Ruin getrieben werden. Anhand der mangelnden Ausgabendisziplin sah es bereits schon so aus, als ob im Schweizer Eishockey nichts mehr gehen würde, da keine Lohntransparenz existiert.

Würde ein „Salary Cap light“ eingeführt werden, müssten sämtliche Kontrakte über den Liga-Schreibtisch gehen und neu abgestempelt werden und klarerweise dürfte man die Spieler nicht zusätzlich über „schwarze Kasse“ bezahlen, wie es beim HC Lugano über Jahre hinweg gang und gäbe war, bis am Ende die Tessiner Staatsanwaltschaft eingreifen musste.

Photo: GEPA pictures/ Jasmin Walter

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