Im Kellerduell zwischen Kloten und Servette oder der Partie „Not gegen Elend“ konnte sich der Genfer Coach Craig Woodcroft vorerst etwas Luft verschaffen. Sein Team gewann auswärts in Kloten mit 2:1 nach den vorhergehenden fünf Niederlagen. Kloten mit zwei absolvierten Partien mehr und sechs Punkten mehr auf dem Konto liegen weiter am Schluss der Tabelle. Genf arbeitete sich dank den drei Punkten auf Platz zehn vor.
Nach der 0:3 Niederlage 24 Stunden zuvor gegen Ambri, zeigten die Genfer nun eine Reaktion. Die Mannschaft zeigte viel Disziplin und trat sehr engagiert auf. Dass die Romands nach zwei gespielten Drittel nur mit 2:0 führten, dafür sorgte Klotens Goalie Luca Boltshauser, welcher einen starken Auftritt und einige starke Paraden zeigte.
Der abgelenkten Treffer von Juraj Simek auf Pass von Henrik Tömmernes in der 8. Minute war für den Kloten Keeper jedoch unhaltbar. Mit dem zweiten Treffer der Gäste und dem hervorragenden Zuspiel von Tanner Richard zu Tömmernes, welcher von der Strafbank kam, wurde Boltshauser herrlich veräppelt. Auch an diesem Abend gelang den Zürcher Unterländer kein anständiges Powerplay, zu kompliziert agierten sie. Dennoch gelang ihnen 10 Minuten vor Spielende dank Schlagenhauf den Anschluss zum 1:2 zu erzielen. Kloten jetzt richtig angespitzt machte nun mächtig Druck. Doch wollte ihnen trotz den 45 Torschüssen der Ausgleich nicht mehr gelingen.
Kloten liegt momentan mit fünf Punkten hinter den auf dem elften Platz liegenden Tigers und deren sechs hinter Genéve-Servette und der Druck auf den Kloten Trainer Pekka Tirkkonen nimmt fortwährend zu, während der Genfer Coach Craig Woodcroft vorläufig tief durchschnaufen konnte. Auch ist die Leistung der Rhonestädter etwas höher einzustufen, da sie ohne ihre fünf Schlüsselspieler antreten mussten und wie bereits schon am Vorabend gegen Ambri mit nur zwei Ausländer agieren konnten.
Lugano mit dem fünften Sieg
und dem Assist von Ulmer zum 4:1
Der HC Lugano durfte auswärts in Fribourg den fünften Sieg in Serie
feiern. In dieser Partie gelang dem treffsicheren Gregory Hofmann,
welcher insgesamt neun Tore aus sieben Partien erzielte, kein
Treffer. Dank seinen Toren stehen die Bianconeri in nahem Kontakt
mit der Tabellenspitze und belegen den dritten Rang. Beteiligt am
Sieg der Luganesi war Hofmann dennoch, leitete er doch in der 53.
Minute den entscheidenden Konter ein, welchen Luca Fazzini mit
seinem Schuss unter die Torlatte zum 3:1 abschloss. Das Tor von
Walker auf Zuspiel von Ulmer zweieinhalb Minuten vor Schluss ins
leere Goal zum 4:1 machte schliesslich alles klar.
Bei Gottéron hingegen macht es den Anschein, als ob der Wurm drin
sässe. Nach ihrem ausgezeichneten Saisonstart sind sie teils ein
Schatten ihrer selbst. Der ganze Schwung, den sie nach den ersten
sechs gewonnenen Partien liess man liegen und konnten aus den
letzten sechs Partien nur noch einen Sieg heimfahren. Gottéron zwar
ambitioniert, doch zeigten sich ihre Schlüsselspieler zu wenig
effizient und ideenlos. So vergab zu Beginn des letzten Drittels
Roman Cervenka mit seinem Pfostenschuss und kurz danach liess
Yannick Rathgeb die besten Chancen für einen 2:2 Ausgleich aus. Mit
dieser Niederlage landete der einstige Tabellenleader auf dem
5.Tabellenplatz.
Kein Sarault-Effekt beim
Lausanne HC
Gleich bei seinem ersten Spiel als interim
Coach musste Yves Sarault eine erste, wenn auch knappe 1:2
Niederlage hinnehmen.
Lausanne verzeichnete zwar den besseren Start und ging bereits nach
58.Sekunden durch Sandro Zangger in Führung, doch den Elan konnte
man nicht mitnehmen, Was folgte war ein Doppelschlag der
Nordtessiner gegen Ende des ersten Drittels. Innert 57 Sekunden
konnten Eliot Berthon und Cory Emmerton das Spiel zugunsten der
Leventiner wenden. Doch war Ambri’s zweiter Treffer umstritten und
wurde erst nach einer Videokonsultation anerkannt. Reklamiert wurde
ein Schlittschuh-Tor von D’Agostini. Doch konnte das Viedeo
beweisen, dass der Amerikaner den Puck nicht mit Absicht mit einem
Bein über die Linie abgelenkt hatte.
Trotzdem verpassten die Biancoblu vier Gelegenheiten im Powerplay
zu Tore umzumünzen und damit die Partie vorzeitig zu beenden. Das
Debüt von Sarault missglückte, da die Lausanner indessen wieder in
das alte Muster zurückfielen.
Dominic Zwerger blieb in dieser Partie ohne Scorerpunkte.
Weitere Begegnungen:
Zug bleibt
Tabellenleader
Die Innerschweizer feierten in der 12 Meisterschaftspartie dieser
Saison den zehnten Sieg und verteidigte damit die Tabellenführung.
Der EV Zug und diesjährige Finalist für die Playoffs bezwang den
EHC Biel vor eigener Kulisse mit 3:2 in der Overtime.
ZSC bekundet weiterhin Mühe
gegen ebenbürtige Teams
Die ZSC Lions haben weiterhin Mühe gegen Spitzenteams mitzuhalten.
So verpassten sie erneut einen ersten Saisonsieg gegen den SC Bern,
obwohl sie mindesten ebenbürtig waren. Die Berner liessen sich
durch den 0:1 Rückstand nach 8 Minuten durch Mattias Sjögren nicht
beirren und drehten das Spiel im mittleren Drittel mittels drei
Treffern. Dank ihrer Effizienz und Kaltiblütigkeit schaffte es der
SCB in die Verlängerung.
Telegramm: Runde 12 und 13 vom 13.10.2017
Kloten – Genève-Servette
1:2 (0:1, 0:1, 1:0)
Tore: 8. Simek (Tömmernes, Jacquemet) 0:1. 29.
Tömmernes (Richard) 0:2. 50. Schlagenhauf (Leone, Marchon) 1:2
Bemerkungen: Kloten ohne Ramholt, Kellenberger, Santala, von Gunten
und Harlacher. Genéve-Servette ohne Bays, Gerbe, Spaling, Romy,
Almond und Rod (alle verletzt).
Fribourg-Gottéron – Lugano
1:4 (0:1, 1:1, 0:2).
Tore: 12. Sanguinetti (Bertaggia, Cunti) 0:1. 28.
Rivera (Rathgeb) 1:1. 38. Klasen (Lajunen) 1:2. 53. Fazzini
(Hofmann) 1:3. 58. Walker (Ulmer) 1:4 (ins leere Tor).
Ambri-Piotta – Lausanne 2:1
(2:1, 0:0, 0:0).
Tore 1. (0:58) Zangger (Froidevaux, Pesonen) 0:1.
19. (18:18) Berthon (Goi) 1:1. 20. (19:15) Emmerton
(D«Agostini/Ausschluss Froidevaux) 2:1. –
Zug – Biel 3:2 (0:0, 1:0,
1:2, 1:0) n.V.
Bern – ZSC Lions 4:3 (0:1, 3:1, 0:1, 1:0) n.V.










