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ÖEL-Halbfinale: Matchpucks für Kapfenberg Kängurus und den EHC Lustenau!

Teil zwei im Halbfinale der Ö Eishockey Liga: Der HC Kufstein trifft am Samstag in der Eisarena Kufstein auf den EHC Lustenau. Die Vorarlberger führen in der Best-of-Three-Serie mit 1:0 und können auswärts den Final-Einzug fixieren. Sollte Kufstein in der Serie ausgleichen, steigt die Entscheidungspartie am Dienstag, 03. März. Der SC Hohenems fightet im Eisstadion Hohenems gegen Kapfenberg. Die Steirer könnten mit einem Sieg im Ländle ebenfalls bereits das Final-Ticket buchen. Bei Serienausgleich durch den SC Hohenems findet das alles entscheidende Spiel am Mittwoch, 04. März statt.

Halbfinale 1 – Spiel 2: HC Kufstein vs. EHC Lustenau

Sa., 28. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisarena
Der HC Kufstein trifft am Samstag im Halbfinal-Heimspiel in der Eisarena Kufstein auf den EHC Lustenau. Die Vorarlberger führen in der Best-of-Three-Serie nach dem 4:1-Sieg in der Rheinhalle mit 1:0 und können auswärts in der Festungsstadt den Final-Einzug fixieren. Die Dragons können nur mit einem Heimsieg ihre Saison verlängern und das Entscheidungsspiel am Dienstag in Lustenau erzwingen.

Im ersten Match hielt Kufstein gegen die dominanten Löwen im ersten Drittel voll dagegen, Goalie Thomas Pfarrmaier ließ keinen Gegentreffer zu. Nach einem schnellen und schnörkellosen Konter über Clemens Paulweber, der einen Gegenangriff einleitete sowie den finalen Pass spielte, und Herbert Steiner lagen die Unterinntaler durch Christian Pittl plötzlich mit 1:0 voran.

Mit einem Doppelschlag zum Ausgleich und zur erstmaligen Führung früh im zweiten Abschnitt durch Chris D’Alvise und Adem Kandemir stellten die Gastgeber binnen zwei Minuten die Weichen auf Serienführung. Goalgetter D’Alvise noch im zweiten Drittel und Riku Tiainen im Schlussabschnitt fixierten den am Ende souveränen Heimsieg für die Lustenauer, die ihr fünftes Saisonspiel gegen die Dragons gewinnen konnten.

Die Kufsteiner hoffen auf die Unterstützung ihrer lautstarken Heimfans und müssen gegen die Offensivpower der Vorarlberger defensiv noch kompakter und disziplinierter agieren, um Chancen auf den Serienausgleich zu haben. Wie die Lustenauer zu knacken sind, haben in der laufenden Saison der EHC Kundl beim knappen 2:1-Heimsieg Anfang Jänner und der SC Hohenems beim 3:2-Sieg im Derby Ende Jänner im Herrenried gezeigt. 

Kufsteins Obmann Roland Luchner ist überzeugt, dass sein Team ein Spiel drei in Lustenau erreichen kann: „Das Ergebnis aus dem ersten Halbfinalspiel geht leistungsmäßig in Ordnung: Lustenau hat sehr abgeklärt und clever agiert. Das Gute an einer Playoff-Serie ist aber eben, dass es nach einer verlorenen Partie erst 0:1 steht und man im nächsten Match die Chance auf den Ausgleich hat. Diese Chance gilt es zu nutzen: Wir spielen zuhause vor voller Hütte mit den Fans im Rücken, dieses Halbfinale soll nicht nach zwei Partien entschieden werden – und unser Team hat definitiv die Klasse, zurückzukommen und eine Entscheidung erst in Spiel drei zu erreichen.“

Lustenaus Head Coach Dániel Fekete erwartet hochmotivierte Kufsteiner, die gegen das Habfinal-Aus kämpfen werden und weiß, was nötig ist, um ins Finale einzuziehen: „Für Kufstein ist dieses Match ein Endspiel. Sie müssen gewinnen, um sich nicht vorzeitig in die Sommerpause zu verabschieden. Aus diesem Grund erwarten wir eine hochmotivierte Kufsteiner Mannschaft, die uns bis zur letzten Minute fordern wird. Mit einer ähnlichen Leistung wie am vergangenen Samstag können wir auch dieses Spiel für uns entscheiden. Unser Torhüter Felix Beck sowie die Verteidigung zeigten eine sehr gute Leistung. Im Sturm müssen wir unsere Möglichkeiten noch konsequenter in Tore ummünzen!“

Halbfinale 2 – Spiel 2: SC Hohenems vs. KSV Kängurus

Sa., 28. Februar 2026, 18:30 Uhr, Eisstadion Hohenems
Der SC Hohenems fightet am Samstag im Eisstadion Hohenems gegen die KSV Kängurus um den Verbleib in der Best-of-Three-Serie. Die Steirer siegten am vergangenen Wochenende in Kapfenberg nach 0:3- sowie 1:4-Rückstand mit einer spektakulären Aufholjagd in den letzten Minuten noch mit 5:4 nach Penaltyschießen und haben auswärts im Ländle die Chance, mit einem Sieg frühzeitig das Final-Ticket zu buchen. Wie für Kufstein in der anderen Halbfinal-Serie gilt auch für den SC Hohenems im Heimspiel die einfache Ausgangslage: „Siegen oder fliegen!“

Das Match in der Böhlerstadt war nichts für schwache Nerven. Die Steinböcke erwischten die Kängurus im ersten Abschnitt auf dem falschen Fuß und konterten sich durch Treffer von Patrick Spannring und Fabian Mandlburger zu einer 2:0-Führung. Im zweiten Drittel erkannten die Steirer den Ernst der Lage und drehten offensiv auf. Der dritte Treffer der Partie fiel knapp nach Halbzeit jedoch auf der anderen Seite, Hohenems führte durch Eric Ockert sogar mit 3:0.

Als Manuel Trost aus dem Slot mit einem Wristshot rasch auf 1:3 verkürzte, keimte bei den Fans erstmals Hoffnung auf, die Eric Ockert mit einem herrlichen Tor zum 4:1 neuneinhalb Minuten vor dem Ende vermeintlich endgültig zunichtemachte. In einer 5:3-Überzahl verkürzte Lukas Draschkowitz auf 2:4, danach folgten die dramatischsten Schlussminuten in der jüngeren Kapfenberger Eishockeygeschichte. Mit zwei Treffern binnen einer Minute durch Pierre Graf zum 3:4 und Neal Unterluggauer zum 4:4-Ausgleich retteten sich die Kängurus in die Overtime, überstanden dort eine 3:4-Unterzahl und siegten im Penaltyschießen durch ein Tor von Florian Hoppl noch mit 5:4.

Hohenems-Sportdirektor Matthias Fritz weiß, dass jetzt für den Finaleinzug nur noch Siege zählen: „Es war über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe, wobei Kapfenberg den Druck im Verlauf der Partie immer weiter erhöhen konnte. Nach einigen unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen gerieten wir bei 3:5-Unterlegenheit beziehungsweise 4:5 zunehmend unter Druck. Mit etwas Glück hätten wir zuvor bereits das 5:1 erzielen können, was dem Spiel wohl eine andere Richtung gegeben hätte. Am Ende musste die Entscheidung im Penaltyschießen fallen, wo wir trotz drei Pfostenschüssen knapp unterlagen. Jetzt gilt es, das Spiel schnell abzuhaken, wieder aufzustehen und den Fokus nach vorne zu richten – denn ab jetzt zählen nur noch Siege!“

Kapfenbergs Spielertrainer Kristof Reinthaler blickt vor dem möglichen Entscheidungsspiel seines Teams in Hohenems auf das nervenaufreibende Heimspiel zurück und will konsequentes Eishockey über 60 Minuten sehen: „Das war eine nervlich sehr anstrengende Partie für uns. Wir haben es uns im ersten Drittel selber sehr schwer gemacht, wir haben das erste Drittel völlig verschlafen, das war katastrophal aus unserer Sicht. Jeder einzelne hat dann einen Schritt mehr gemacht und härter gearbeitet. Immerhin sind jetzt die Playoffs, wir stehen im Halbfinale, wir haben ein gutbesuchtes Stadion gehabt und wenn man da nicht Gas gibt, wann dann? Wir waren dann glücklich, dass wir nach dem 4:4 in die Verlängerung gehen konnten. Wir haben das Playoff-Auftaktspiel nach Overtime im Penaltyschießen verloren, wir haben unsere Lehren draus gezogen. Wir haben das Drei gegen Drei gut gespielt, im Penaltyschießen ist das eine Glückssache und das Glück ist auf unserer Seite gewesen. Wir müssen im Auswärtsspiel über 60 Minuten gut spielen, wenn wir die ersten 20 Minuten so gespielt hätten wie die restlichen 40 Minuten, wäre da definitiv schon mehr drin gewesen. Da müssen wir uns selbst an der Nase nehmen und schauen, dass wir das das nächste Mal besser machen!“

 

Ö Eishockey Liga 2025/2026 – Playoff – Halbfinale

Spiel 2:

HC Kufstein vs. EHC Lustenau
Sa., 28. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisarena Kufstein – >> zum Livestream

SC Hohenems vs. KSV Kängurus
Sa., 28. Februar 2026, 18:30 Uhr, Eisstadion Hohenems – >> zum Livestream

Spiel 3 (Falls nötig):

EHC Lustenau vs. HC Kufstein
Di., 03. März 2026, 19:30 Uhr, Rheinhalle Lustenau

KSV Kängurus vs. SC Hohenems
Mi., 04 März 2026, 18:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg

Spiel 1:

EHC Lustenau vs. HC Kufstein 4:1 (0:1,3:0,1:0)
Sa., 21. Februar 2026, 17:30 Uhr, Rheinhalle Lustenau
Torschützen EHC Lustenau: Christopher D’Alvise (24:41 Min., 33:10 Min.), Adem Kandemir (26:45 Min.), Riku Tiainen (49:57 Min.)
Torschütze HC Kufstein: Christian Pittl (15:16 Min.)

KSV Kängurus vs. SC Hohenems 5:4 n.P. (0:2,1:1,3:1,0:0,1:0)
Sa., 21. Februar 2026, 18:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
Torschützen KSV Kängurus: Manuel Trost (34:01 Min.), Lukas Draschkowitz (54:01 Min./PP2), Pierre Graf (57:34 Min.), Neal Unterluggauer (58:34 Min.), Florian Hoppl (65:00 Min./Entscheidender Penalty)
Torschützen SC Hohenems: Patrick Spannring (02:22 Min.), Fabian Mandlburger (12:21 Min.), Eric Ockert (30:21 Min., 50:29 Min.)

www.eishockey.at, Pic: KSV/Randeu

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