Nach dem dramatischen Zwischenfall beim Play-off-Spiel des KAC gegen Fehervar gibt es erstmals vorsichtig positive Nachrichten: Verteidiger Jordan Murray ist laut „Krone“-Infos wieder bei Bewusstsein. Der 33-jährige Kanadier wird weiterhin im Klinikum Klagenfurt medizinisch betreut.
Murray war am Dienstagabend in der 18. Spielminute auf der Spielerbank kollabiert und erlitt einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Sofort wurden lebensrettende Maßnahmen eingeleitet. Mehrere Minuten lang kämpften Ärzte und Sanitäter um das Leben des Eishockey-Profis, ehe er stabilisiert und ins Krankenhaus gebracht werden konnte.
Unter den Ersthelfern befand sich laut „Kronen Zeitung“ auch der Klagenfurter Kinder- und Notarzt Christoph Arneitz, der als Zuschauer in der Halle war. Als er bemerkte, dass Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt wurden, eilte er zur Spielerbank, um zu helfen.
Gemeinsam mit den KAC-Teamärzten Hannes Florianz und Günther Bachler, einem Anästhesisten aus dem Klinikum sowie einem Flugretter arbeiteten die Helfer Hand in Hand. „Wir hatten alle Hände voll zu tun. Die Basismaßnahmen der Wiederbelebung wurden sehr gut umgesetzt. Auch eine Defibrillation kam zur Anwendung“, schilderte Arneitz gegenüber der „Krone“.
Besonders wichtig sei das Zusammenspiel aller Beteiligten gewesen. „Alle haben als Einheit zusammengehalten. Jeder hat versucht zu helfen. Die Rettungskette funktionierte perfekt – von der medizinischen Versorgung bis zum Management rundherum“, so der Notarzt.
Die Ereignisse haben Mannschaft und Fans tief erschüttert. Das Training des KAC wurde am Mittwoch abgesagt, die Spieler wurden über den Gesundheitszustand ihres Teamkollegen informiert. Auch die nächsten Spiele der Viertelfinalserie gegen Fehervar wurden vorerst ausgesetzt. Frühestens am Montag könnte die Serie in verkürzter Form fortgesetzt werden.
Bild: EC-KAC/Wolfgang Jannach
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