Die Diskussion rund um die „Motivationsversuche“ von 99ers-Präsident Herbert Jerich gegenüber einem Spieler der Vienna Capitals hat nun auch offiziell die Liga erreicht und könnte für die Graz99ers spürbare Folgen haben – das berichtet die „Kleine Zeitung“.
Was zunächst wie ein harmloser Austausch vor der letzten Runde des Grunddurchgangs in der ICE Hockey League wirkte, entwickelt sich zunehmend zu einem brisanten Fall. Jerich hatte versucht, die Capitals zusätzlich zu motivieren, im entscheidenden Spiel gegen den KAC alles zu geben.
Liga ermittelt – Rechtskommission prüft den Fall
Nachdem der WhatsApp-Schriftverkehr publik wurde, reagierte die Liga umgehend. Liga-Boss Christian Feichtinger bestätigte, dass der Fall an die Rechtskommission weitergeleitet wurde. Diese soll nun klären, ob hier gegen Regularien oder ethische Standards verstoßen wurde.
Auch bei den Grazern selbst zeigt man sich einsichtig. General Manager Bernd Vollmann betonte, dass Jerich seine Aktion mittlerweile als unangemessen erkannt habe: In einer Profiliga sei ein derartiger Versuch der Einflussnahme nicht akzeptabel – selbst wenn er „scherzhaft gemeint“ gewesen sei.
Mögliche Strafen: Von Geldbuße bis Punkteabzug
Die Bandbreite möglicher Sanktionen ist groß. Theoretisch reichen die Optionen laut „Kleiner Zeitung“ von einer einfachen Geldstrafe bis hin zu schwerwiegenderen Maßnahmen wie einem Punkteabzug oder sogar Transferbeschränkungen. Letztere gelten jedoch als eher unwahrscheinlich.
Man geht derzeit davon aus, dass die Liga eine moderate Lösung bevorzugen wird – konkret eine Geldstrafe gegen den Klub oder Verantwortliche.
Bild: HCI / PAPA Productions
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