Österreich

Vereine vor dem Aus? – Eishallen-Schließungen spitzen Krise zu

NICHT VERWENDEN!

In mehreren Städten Österreichs wurden zuletzt Eishallen geschlossen oder deren Betrieb stark eingeschränkt. Hohe Energiekosten und Sparmaßnahmen setzen Betreibern massiv zu. Die Folgen treffen nicht nur den Profisport, sondern vor allem den Nachwuchs- und Breitensport.

So wurde etwa das Eisstadion in Bruck bereits im Herbst geschlossen, in Frohnleiten wich die Eisfläche einer Ballsporthalle. Auch in Mödling endet der Betrieb des Eislaufplatzes. Diese Entwicklungen sind kein Einzelfall, sondern Teil eines bundesweiten Trends: Immer mehr Standorte können sich den energieintensiven Betrieb nicht mehr leisten.

Der Österreichische Eishockeyverband (ÖEHV) zeigt sich alarmiert. Geschäftsführer Alexander Helwig warnt gegenüber der „Kronen Zeitung“ vor einer schleichenden Aushöhlung der Infrastruktur. Problematisch sei nicht nur die sinkende Zahl an verfügbaren Eisflächen, sondern auch die verkürzten Betriebszeiten vieler Anlagen. Dadurch würden Trainingsmöglichkeiten eingeschränkt, Spielpläne ausgedünnt und Nachwuchsprogramme gefährdet.

Besonders kleinere Vereine stünden unter Druck: Können Trainings- und Spielbetrieb nicht mehr aufrechterhalten werden, drohe im Extremfall die Auflösung.

Dabei gehe es um mehr als sportliche Erfolge. Der Verband betont die gesellschaftliche Bedeutung von Bewegung und Vereinsleben. Sport fördere nicht nur körperliche Fitness, sondern auch Teamgeist, Disziplin und mentale Gesundheit. Investitionen in die Sportinfrastruktur seien daher auch als präventive Maßnahme im Gesundheitsbereich zu sehen.

Der ÖEHV fordert daher ein klares politisches Bekenntnis zum Sportstandort Österreich. Neben kurzfristigen Unterstützungsmaßnahmen brauche es langfristige Strategien, um energieeffiziente Modernisierungen von Eishallen voranzutreiben und den Betrieb leistbar zu halten.

Bild: Unsplash

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