Der EC iDM VSV arbeitet weiterhin intensiv an der Weiterentwicklung des eigenen Nachwuchses. Geschäftsführer Martin Winkler sprach im Interview mit MeinBezirk.at offen über die aktuelle Situation rund um junge Eigenbauspieler und die Herausforderungen beim Übergang vom Nachwuchs- in den Profibereich.
Große Lücke zwischen Nachwuchs und Kampfmannschaft
Besonders die große Lücke zwischen der U20 und der Kampfmannschaft beschäftigt die Verantwortlichen in Villach seit längerer Zeit. Winkler verwies dabei mehrfach auf die Vorteile eines zusätzlichen Teams in der Alps Hockey League, wie es der EC-KAC mittlerweile etabliert hat.
„Genau deshalb funktioniert das Modell beim KAC mit der Alps-Mannschaft aktuell so gut, weil junge Spieler dort Schritt für Schritt aufgebaut werden“, erklärte der Finanzvorstand der Adler. Kurz- und mittelfristig könne auch der VSV ein ähnliches Modell andenken, allerdings sei die Finanzierung dabei ein entscheidender Faktor.
Grundsätzlich sei man offen für eine Mannschaft in der Alps Hockey League, da diese jungen österreichischen Spielern wichtige Spielpraxis auf höherem Niveau ermöglichen würde. Gleichzeitig könnte ein solches Projekt auch helfen, Talente länger in Villach zu halten.
VSV will mehr heimische Spieler
Winkler stellte klar, dass der Verein keineswegs bewusst auf heimische Spieler verzichten wolle. „Ich persönlich hätte sehr gerne mehr heimische Spieler im Kader“, so der VSV-Geschäftsführer gegenüber „MeinBezirk“. Besonders die Besetzung der vierten Linie sei intern immer wieder Thema: „Es kann nicht sein, dass wir keinen eigenen Spieler für die vierte Linie haben.“ Laut Winkler gebe es aktuell keinen Nachwuchsspieler, dem die Trainer bereits dauerhaft den Schritt in den Profikader zutrauen würden.
Langfristig wäre es für den Verein bereits ein großer Erfolg, wenn alle zwei Jahre ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die Kampfmannschaft schaffen würde.
Nachwuchsbereich wird neu aufgestellt
Auch organisatorisch stellt sich der Nachwuchsbereich neu auf. Nach dem Abgang von Robert Moser übernimmt künftig Darius Aalai den organisatorischen Bereich, während Marco Pewal als sportlicher Ansprechpartner für die Trainer fungieren soll.
Vor allem mit der neuen zweiten Halle erhofft sich der Verein künftig bessere Trainingsbedingungen sowie mehr Möglichkeiten für die Entwicklung junger Spieler. Neben zusätzlichen Eiszeiten sollen auch Infrastruktur und Off-Ice-Bereich modernisiert werden.
Bild: VSV/STEFAN









