Die vergangene Saison in der ICEHL hat einmal mehr gezeigt, wie viel individuelle Qualität in der Liga steckt – auch abseits der bereits fix gebundenen Topstars. Einige Spieler konnten sich im Grunddurchgang wie auch in den Playoffs nachhaltig ins Rampenlicht spielen und ihren Marktwert deutlich steigern. Besonders interessant: Mehrere dieser Akteure sind aktuell noch ohne offiziell bestätigten Vertrag für die kommende Spielzeit und somit potenziell verfügbar. Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf ausgewählte Namen, die mit starken Leistungen überzeugt haben. Hier geht es zu Teil 1!
Travis St. Denis (C/RW)
Der kanadische Routinier wechselte vor der Saison 2025/26 aus der DEL (zuletzt Straubing Tigers) zum EC Salzburg und brachte sofort seine Offensivqualitäten ein. Im Grunddurchgang kam der quirlige Center auf starke 43 Punkte (19 Tore, 24 Assists) in 47 Spielen und war damit ein wichtiger Bestandteil der Salzburger Offensive. Trotz seiner eher kleinen Statur überzeugt St. Denis mit Tempo und Abschlussstärke. In den Playoffs steuerte er in vier Spielen 2 Tore bei. Mit seiner Erfahrung aus AHL und DEL gilt er als verlässlicher Scorer, dessen Zukunft nach nur einem Jahr in Salzburg aktuell noch offen ist.
Nikita Scherbak (LW/RW)
Der russische Flügelstürmer wechselte zur Saison 2024/25 aus Frankreich (Angers) zum Villacher SV und konnte sich in der ICE Hockey League rasch als offensiver Schlüsselspieler etablieren. Im Grunddurchgang 2025/26 überzeugte er mit starken 43 Punkten (10 Tore, 33 Assists) in 43 Spielen und war damit einer der kreativsten Playmaker der Liga. Besonders auffällig ist seine Spielintelligenz und Übersicht im letzten Drittel, wo er mit präzisen Pässen regelmäßig Torchancen kreiert. In den Playoffs konnte Scherbak zwar nicht ganz an seine Produktion aus dem Grunddurchgang anknüpfen, steuerte aber dennoch 2 Punkte (0 Tore, 2 Assists) in 6 Spielen bei und blieb vor allem als spielgestaltender Faktor präsent. Der ehemalige Erstrundenpick der Montréal Canadiens bringt neben seiner NHL- und AHL-Erfahrung auch internationale Stationen aus der KHL, Tschechien und der Slowakei mit und verfügt damit über ein breites Profil.
Cole Schneider (W/C)
Der US-amerikanische Angreifer wechselte vor der Saison 2025/26 vom norwegischen Topklub Storhamar zum HC Bozen und bestätigte seine Rolle als erfahrener Offensivmotor in der ICE Hockey League. In seiner ersten ICEHL-Spielzeit lieferte Schneider mit 51 Punkten (18 Tore, 33 Assists) in 46 Spielen sofort ab und zählte damit zu den konstantesten Scorern seines Teams. Der 35-Jährige bringt eine außergewöhnlich lange Nordamerika- und Europa-Karriere mit, inklusive NHL-Einsätzen für die Buffalo Sabres sowie Stationen in der AHL, DEL und zuletzt in Norwegen, wo er 2024/25 mit 64 Punkten und einer Plus/Minus von +54 dominierte und Meister wurde. Mit seiner Erfahrung, Führungsqualität und konstanten Offensivproduktion zählt Schneider auch im fortgeschrittenen Karrierealter zu den interessantesten verfügbaren Routiniers im Markt. Ob es für ihn in Bozen weitergeht, ist aktuell offen – die Chancen dürften nicht schlecht stehen.
Bild: VSV/Krammer










