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DEL: Eklat nach falschem Videostudium!

Am Freitag kam es bei der Partie zwischen den Fischtown Pinguins und Iserlohn Roosters zu einem wahren Eklat. Die Unparteiischen gaben einen Treffer, obwohl der Puck klar an die Latte ging. Die Pinguins verloren dadurch die Partie und der Trainer tobte danach.

Beim Stand vom 2:2 geschah dieser schier unglaubliche Vorfall. Iserlohns Casey Baileys nahm den Schuss, welcher an die Latte ging. Der erste Entscheid der Schiedsrichter lautete auch „No-Goal“. Danach ging es aber zum Videostudium welches ganze sieben Minuten in Anspruch nahm. Plötzlich zeigten die Schiedsrichter auf den Punkt und entscheiden auf „Good-Goal“.

Auf Grund dieser Entscheidung gewannen die Roosters schlussendlich das Spiel. Fischtown Pinguins Coach Thomas Popiesch, hielt sich zunächst noch zurück und meinte, dass er bereits viel Geld zahlen musste, weil er Schiedsrichter kritisierte. Gegenüber einer lokalen Zeitung ging er aber mit den Referees doch noch hart ins Gericht:

„Das ist grob fahrlässig. Das ist ja nicht einfach nur mal so eine Fehlentscheidung, das ist bösartig. Wenn andere Leute sowas in ihrem Beruf machen, kostet sie das ihren Job. Jeder Volldepp hat gesehen, dass der Puck an der Latte war. Da gibt es keine zwei Meinungen,“ meinte er gegenüber der „Nordsee-Zeitung“.

Nach dem Protest eingelegt wurde meldete sich auch die DEL zu Wort. Die Liga gesteht den Fehler zwar ein, meint aber im selben Atemzug auch, dass man dem Protest nicht stattgeben kann, da es sich um eine Tatsachenentscheidung handle. Das vollsändige Liga-Statement gibt es hier:

„Am Freitag (06.01.23) kam es im Spiel zwischen den Iserlohn Roosters und den Fischtown Pinguins Bremerhaven zu einer Fehlentscheidung, durch welche ein Tor der Heimmannschaft aus Iserlohn trotz Videobeweis fälschlicherweise anerkannt wurde. Dabei ging der Schuss in Minute 16:23 im dritten Drittel gegen die Latte, nicht ins Tor.

Die Umstände der Entscheidungsfindung wurden im Nachgang und in Rücksprache mit allen Beteiligten durch die Liga detailliert geprüft. Ein technischer Defekt kann ausgeschlossen werden. Das gesichtete Bildmaterial aus den vorhandenen Perspektiven reichte nach Wahrnehmung der Schiedsrichter aus, um die Entscheidung auf dem Eis zu widerlegen und auf Tor zu entscheiden. Auf dem Eis hatten die Schiedsrichter zunächst auf kein Tor entschieden.

Die Schiedsrichter sowie die Ligagesellschaft bedauern den Fehler sehr.

Nach dem Spiel reichte Bremerhaven Protest gegen die Wertung der Partie ein. Diesem Protest kann nicht entsprochen werden, da auch bei der Bewertung des Videos eine Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter vorlag. Dies ist kein Protestgrund im Sinne der Spielordnung der PENNY DEL.“

www.hockey-news.info, www.penny-del.org, Bild: DEL

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