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EBEL

EBEL: Der Druck auf Präsident Freunschlag steigt: Wird Linz ein Fall fürs Gericht?

Linz-Boss Peter Freunschlag steht schwer in der Kritik und massiv unter Druck. Doch bislang scheint er der Sache noch nicht allzu große Bedeutung einzuräumen. Dabei scheint es nicht viele Varianten zu geben…

Rückblick: Wie wir berichteten (zum Artikel) gibt es in Linz einen großen Clinch zwischen Boss Freunschlag und dem restlichen Vorstand. Grund: Verschiedene Ansichten die Personalie Christian Perthaler betreffend. Diesen wollte Freunschlag degradieren, was der restliche dreiköpfige Vorstand nicht unterstützte. Doch diese Einverständnis braucht Freunschlag dank kurioser Vereinsstatuten gar nicht.

Da er als Präsident eine doppelt zählende Stimme hat und außerdem zugleich als Kassier des Vereins noch eine Stimme hat, kann er in Vereinsfragen, selbst wenn er mit einer Meinung zu einer Entscheidung alleine dasteht, seine Sichtweise durchziehen. Der Grund ist, dass bei Pattstellung das Wort des Vereinsoberhaupts zählt.

Und genauso verhält es sich im Fall Perthaler: Freunschlag steht mit seiner Idee Perthaler als Sponsorenbetreuer einzusetzen alleine da, kann sie statutenmäßig aber durchziehen. Zwar wird der langjährige Manager dieses „Angebot“ vermutlich nicht annehmen, doch es zeigt, dass Freunschlag damit jegliche Macht besitzt um wegweisende Vereinsentscheidungen im Alleingang durchzuziehen.

Die drei Vizepräsidenten üben nun Druck auf Freunschlag aus, dass die Stauten ehestmöglich angepasst werde müssen. Karl Egger, Peter Zauner und Peter Matausch hatten in erster Emotion sogar ihren geschlossenen Rücktritt angekündigt, gehen nun aber in den Kampfmodus über.

„Der Verein ist größer als jede Einzelperson und es ist nicht haltbar dass er von einem Menschen regiert wird“, so Egger gegenüber der „Oberösterreichischen Nachrichten“. Juristische Schritte werden überlegt, sollte Freunschlag nicht einlenken: „Das lassen wir gerade prüfen – über das Freiheitsgesetz und andere Quellen. Das, was hier abläuft, verträgt sich nicht mit unserem Recht. Aus unserer Sicht muss es zu einem schnellen Einlenken von Seiten des Präsidenten und zu einer Reparatur der Statuten kommen.“

Klar ist: Für Freunschlag wird’s eng, er ist zum Handeln gezwungen. Reagiert er nicht, wird es nur noch enger für ihn. Doch welche Optionen hat er? Ändert er die Statuten nicht, wird es eine Sache für die Gerichte, denn Gelder werden ausbleiben. Und in der Causa Perthaler? Alle drei Vizepräsidenten und ein Großteil der Sponsoren stehen hinter der Vereinsikone. Und es sich mit Sponsoren zu verscherzen wäre in Zeiten der Coronakrise, die fast alle Unternehmen vor wirtschaftliche Herausforderungen stellt, keine gute Idee.

Von Freunschlag selbst wartet man vergeblich auf ein Statement. Lediglich eine kurze Radio-Stellungnahme mit den Worten: „Sobald die Vernunft wieder siegt und wir gemeinsam mit Herrn Perthaler eine Lösung haben, haben sich auch alle anderen Wogen wieder beruhigt“ lässt erahnen dass er sich des Umfangs der Problematik nicht unbedingt bewusst sein dürfte…

Pic: foto-dostal.at

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