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EBEL

EBEL: Erstes Westbahnderby geht an die Capitals

Die Vienna Capitals konnten zum Saisonauftakt einen Erfolg in der Stahlstadt Linz bejubeln. In der „Keine Sorgen Eisarena“ der Black Wings setzte man sich im Penaltyschießen durch.

Beide Mannschaften starteten mit viel Speed aus der Sommerpause. Wien hatte die besseren Chancen, doch Linz traf. Und das bereits nach vier Spielminuten. Dan DaSilva blieb mit seinem Schuss an einem gegnerischen Verteidiger im Slot hängen, die Scheibe lag kurz frei und Brian Lebler reagierte am schnellsten. Der neue Kapitän der Oberösterreicher erzielte mit seinem berüchtigten Handgelenkschuss das 1:0. Unmittelbar danach mussten die Hausherren eine heikle Phase überstehen. Der Torschütze bekam eine vierminütige Strafe, die Wiener blieben in Überzahl aber letztlich zu ungefährlich. In der 13. Spielminute erzielten die Capitals dann aber ihren ersten Saisontreffer. Nikolaus Hartl fälschte im Slot einen Schuss von Dominic Hackl für Michael Ouzas unhaltbar ab. Die Black Wings machten sich das Leben im ersten Abschnitt durch einige unkluge Strafen selbst schwer. Vor allem offensiv störten die Perioden in Unterzahl den Spielfluss. Die Wiener konnten aber in Überzahl kaum Gefahr erzeugen und somit ging es mit einem verdienten 1:1 in die Pause.

Im Mittelabschnitt kam Rafael Rotter nach nicht mal einer Minute wegen eines groben Schnitzers in der Linzer Defensive zu einer Großchance. Ouzas konnte jedoch mit einem starken Reflex abwehren. Nur kurz danach schlug der Puck aber hinter dem Linzer Schlussmann ein. Nach einer traumhaften Kombination über Kelsey Tessier und James Arniel vollendete Riley Holzapfel vor dem Tor zum 2:1 für die Gäste. In der 27. Spielminute hatte Alex Wall den 2-Tore-Vorsprung auf der Schlägerschaufel. Ouzas war aber wiederum spektakulär mit der Fanghand dran und vereitelte die Großchance. Wie aus dem Nichts konnten die Black Wings drei Minuten später ausgleichen. Andreas Kristler bekam die Scheibe perfekt von Daniel Woger serviert und traf nach einem überlegten Haken über den Schoner von Jean Philippe Lamoreux. Der Treffer wirkte für die Linzer wie ein Weckruf, denn innerhalb der nächsten Spielminuten hatten Lebler, Kristler und Co. einige hochkarätige Torchancen. Zwei Minuten vor Schluss bekamen die Fans noch eine traumhafte Aktion zu sehen. Kevin Kapstadt schlenzte den Puck halbhoch vor das Tor und Corey Locke traf den Puck direkt aus der Luft mit voller Wucht. Lamoreux verkürzte den Winkel jedoch perfekt und konnte abwehren.

Obwohl beide Teams wieder mit viel Schwung aus der Kabine kamen dauerte es im letzten Spielabschnitt fünf Minuten bis zur ersten großen Chance. Emilio Romig traf bei einem schnell vorgetragenen Angriff der Capitals die Stange. Im Anschluss nahmen jedoch wieder die Hausherren das Zepter in die Hand. Die Linzer überzeugten durch traumhafte Kombinationen und eine wahnsinnige Präzision bei ihrem Passspiel, im Abschluss fehlte aber die nötige Kaltschnäuzigkeit. Aber auch die Gäste aus Wien ließen einige Chancen aus. Bei einigen Situationen kamen Spieler völlig unbedrängt vor dem Gehäuse von Ouzas zum Schuss, verfehlten aber deutlich. Und somit ging es bereits im ersten Saisonspiel für beide Mannschaften in die Verlängerung.

In der Overtime überschlugen sich die Ereignisse. Einige Strafen und gute Chancen auf beiden Seiten, aber es ging ohne weitere Tore ins Penalty-Shootout. Den entscheidenden Penalty erzielte am Ende Christopher DeSousa.

Erste Bank Eishockey Liga
EHC Liwest Black Wings Linz : Vienna Capitals – 2:3 n.P. (1:1|1:1|0:0|0:0|0:1)
Tore:
1:0 Lebler (4.)
1:1 Hartl (13./PP)
1:2 Holzapfel (22.)
2:2 Kristler (30.)
2:3 DeSousa (65./PS-SO)

www.hockey-news.info , Bild: fodo.media/Harald Dostal

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