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EBEL

EBEL-Playoffs: Linz schafft in Overtime den Serienausgleich!

©PSR/Hannes Draxler

Die Black Wings Linz schaffen den mühevollen Serienausgleich gegen die Graz99ers. Nach einer 3:1 Führung mussten die Oberösterreicher in letzter Minute den Ausgleich hinnehmen, holten sich aber in der ersten Minute der Overtime den Sieg.

Die Hausherren begannen mit viel Druck und starteten gut in das zweite Spiel dieser Serie. Graz hingegen agierte in der Anfangsphase zu undiszipliniert und schwächte sich durch einige Strafen selbst. Die Black Wings konnten eine dieser Überzahl-Situationen bereits früh nutzen und gingen nach knapp sechs Minuten in Führung. Michael Davies bediente Dan DaSilva ideal und der Kanadier ließ sich diese Chance nicht entgehen. Er stellte aus kurzer Distanz auf 1:0 für die Oberösterreicher. Nach dem Führungstreffer hatten die Hausherren die beste Phase im ersten Spielabschnitt. Vor allem in nummerischer Überlegenheit erspielten sie sich zahlreiche gute Chancen, verpassten es allerdings während dieser Druckperiode die Führung auszubauen. Die 99ers bestraften die Inkonsequenz der Black Wings und erzielten in der 14. Spielminute entgegen dem Spielverlauf den Ausgleich. Der ehemalige Linzer Erik Kirchschläger traf aus der Distanz zum 1:1. Michael Ouzas war bei dem Gegentreffer die Sicht verstellt. Nach dem Ausgleich kamen die Grazer immer besser ins Spiel und die Linzer wirkten verunsichert. Die Gäste konnten diese Verunsicherung jedoch nicht ausnutzen und somit ging es mit einem 1:1 in die erste Drittelpause.

Die 99ers schafften es nicht den Schwung aus der Schlussphase des ersten Drittels mitzunehmen. Linz übernahm nach der überstandenen Unterzahl die Kontrolle und ging kurz nach Wiederbeginn zum zweiten Mal  in diesem Spiel in Führung. Nach einem Scheibenverlust der Gäste traf Kapstad zum 2:1. Robin Rahm konnte den ersten Schuss von Aaron Brocklehurst nur prallen lassen und Kapstad drückte den Puck aus kurzer Distanz über die Linie. Wie schon im ersten Abschnitt spielten die Gäste aus der Steiermark zu undiszipliniert und kassierten einige Strafen. Die Oberösterreicher nutzten das eiskalt aus und DaSilva erhöhte in der 25. Spielminute mit seinem zweiten Powerplay-Tor an diesem Abend auf 3:1. Der EHC spielte sehr konsequent in der Defensive und setzte die Gegner mit einem aggressiven Forechecking bereits früh unter Druck. Daher kamen die 99ers im Mitteldrittel kaum zu gefährlichen Aktionen. Lediglich im Powerplay kurz vor Schluss zeigten die Gäste einige gute Kombinationen, der letzte Pass war aber meist zu ungenau. Brian Lebler kam Sekunden vor Drittelende direkt von der Strafbank und hatte noch die Großchance auf das 4:1. Rahm verkürzte den Winkel allerdings geschickt und hielt seine Mannschaft mit dem Save im Spiel.

Die Gäste kamen völlig verändert aus der Kabine und spielten von Beginn an mutig nach vorne. Bei ihren zahlreichen guten Möglichkeiten hatte aber immer wieder Ouzas was dagegen, der die Zwei-Tore-Führung seiner Mannschaft mit einigen guten Paraden verteidigte. In der 50. Spielminute hauchte Dwight King seiner Mannschaft allerdings noch einmal gehörig Hoffnung ein. Der 29-jährige Kanadier wollte den Treffer in Überzahl unbedingt und prüfte Ouzas innerhalb kürzester Zeit mehrmals. Er belohnte seinen Einsatz selbst mit dem Anschlusstreffer. Die 99ers wollten den Ausgleich nach dem Tor von King unbedingt und spielten konsequent nach vorne. Die Black Wings standen defensiv sehr tief und verteidigten routiniert. Zwei Minuten vor Spielende warfen die 99ers alles nach vorne und ersetzten ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Nach einer Strafe wegen Spielverzögerung gegen Corey Locke hatte Graz in doppelter Überzahl die große Chance das Spiel zu drehen. Zuerst hatten die Hausherren bei einem Stangenschuss von Ty Loney Glück. Elf Sekunden vor Spielende kannte die Euphorie im Gäste-Sektor allerdings keine Grenzen mehr. Ausgerechnet der ehemalige Linzer Oberkofler schickte seine Mannschaft in die Overtime. Nach einem abgefälschten Puck stand der Österreicher goldrichtig und traf aus kurzer Distanz zum 3:3.

In der Verlängerung dauerte es nicht lange bis zur Entscheidung. Nach knapp einer Minute erzielte Kevin Kapstad den Siegestreffer. Er verwertete den Abpraller nach einem Schuss von DaSilva aus kurzer Distanz. Die Black Wings glichen somit in der best-of-seven-Viertelfinal-Serie auf 1:1 aus.

Erste Bank Eishockey Liga – Viertelfinale:
EHC LIWEST Black Wings Linz : Moser Medical Graz99ers – 4:3 n.V. (1:1|2:0|0:2|1:0)

Tore:
1:0 DaSilva (7./PP)
1:1 Kirchschläger (14.)
2:1 Kapstad (23.)
3:1 Kapstad (25./PP)
3:2 King (50./PP)
3:3 Oberkofler (60./PP)
4:3 Kapstad (61.)

Stand in der Serie: 1:1

www.hockey-news.info , www.erstebankliga.at , Bild: PSR/Hannes Draxler

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