Der wöchentliche Blick auf
das Eishockeygeschehen rund um die österreichischen Legionäre in
diversen Ligen Europas. Die neue Saison bringt neue
Legionärsgesichter in Schweden, der Schweiz, Deutschland und
Ungarn.
Am Beginn steht die Aufzählung der einheimischen Exporte. Wie immer
beginnen wir mit dem hohen Norden.
Schweden:
Denise Altmann (Linköping, SDHL)
Lukas Haudum (Malmö, SHL)
Konstantin Komarek (Karlskrona, SHL)
Deutschland:
Mathias Lange (Iserlohn, DEL)
Alexander Höller (Dresden, DEL2)
Harry Lange (Bad Nauheim, DEL2)
Andre Lakos (Bad Tölz, DEL2)
Schweiz:
Dominic Zwerger (Ambri, NLA)
Stefan Ulmer (Lugano, NLA)
Patrick Obrist (Kloten, NLA)
Stefan Müller (Lugano/Ticino, NLA/NLB)
Bernd Wolf (Bern/Visp, NLA/NLB)
Martin Ulmer (Olten, NLB)
Ungarn:
Daniel Nageler (Dunaujvaros, Erste ungarische Liga)
Denise Altmann gehört zu den besten Damen im österreichischen Eishockeysport. (Bild: Axel Pettersson – eigenes Werk, CC BY 4.0, Von Axel Pettersson – Eigenes Werk, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58284040)
Denise Altmann ist
Kapitänin
Nach Anna Meixners Rückkehr nach Wien ist Denise Altmann die letzte
verbliebene Dame im europäischen Legionärspool für diese Saison.
Und Altmann wurde in Linköping eine weitere Ehre zu Teil. Die
29-jährige Stürmerin zählt seit Jahren zu den Stützen des Teams in
der höchsten Spielklasse der Damen und heuer trägt Altmann das „C“
auf der Brust als Mannschaftkapitänin. Und dies scheint sie
nochmals zu beflügeln. 10 Spiele wurden in der SDHL bis dato
gespielt und Linköping lacht von der Tabellenspitze. Altmann
ist 16 Scorerpunkten (5 Tore und 11 Assists) zusammen mit Pernilla
Winberg die Topscorerin der Löwinen.
Und die schwedischen
Buben?
Mehr oder weniger erfolgreich sind Lukas Haudum mit Malmö und
Konstantin Komarek mit Karlskrona in die Saison gestartet. Haudums
Team erwischte dabei des etwas besseren Start. Haudum zählt
mittlerweile zum Stamm des SHL-Teams und konnte in vier Spielen
einen Assistpunkt verbuchen. Für den 20-jährigen Stürmer sicherlich
kein schlechter Start. Malmö steht nach zwei Siegen und zwei
Overtimerniederlagen auf Tabellenrang 5.
Konstantin Komarek hat bereits zwei Spiele mehr in den Beinen. Bei
Karlskrona soll er eine Führungsrolle im Team, das sich im Umbruch
befindet, übernehmen. Mit zwei Punkten (1 Tor / 1 Assist) und einer
„-3“ in der Plus/Minus-Wertung begann die neue Saison wohl eher
durchwachsen für den Wiener. Aber wer Komarek kennt weiß, dass
er alles versuchen wird sich durchzubeißen und den aktuell
Tabellen-7. (aber eben mit mehr Spielen als andere Team)
voranzubringen.
DEL
Goalie Mathias Lange bekam in Iserlohn einen, in Österreich gut
bekannten, Torhüterkollegen. Ex-Graz Torhüter Sebastian Dahm wurde
nach dem Abgang von Chet Pickard geholt. Doch die Roosters
sind denkbar schlecht in die Saison gestartet. Aktuell hängt die
rote Laterne der DEL in Iserlohn. Nur zwei Siege in neun Spielen
stehen für Lange und Co. zu Buche. Der 32-jährige Goalie kam auch
schon zu einigen Einsätzen. Wurde im Vorjahr noch oft rotiert im
Tor der Roosters so sollte Dahm die Nr. 1 im Kasten von Iserlohn
sein. Doch dieser hat sich nun eine langwierige Verletzung
zugezogen, was weiter Einsätze für Lange bedeutet. Doch in Iserlohn
muss sich vieles ändern will man in der Tabelle vorrücken.
(www.sport-bilder.at)
DEL2
Neu in der DEL2 ist Andre Lakos. Der 38-jährige Wiener heuerte beim
EC Bad Tölz an. Und immerhin: Mit einem Tor und 4 Assists liegt es
sicher nicht an Lakos dass die Tölzer Löwen alle ihre bisherigen
Saisonspiele verloren haben und mit einem Torverhältnis von -15 am
letzten Platz der Tabelle liegen. Alexander Höller fühlt sich in
Dresden nach wie vor richtig Wohl. Der Tiroler wurde heuer einer
der Assistantcaptains seines Teams. In seinen sechs
Saisonspielen konnte sich Höller auch bereits über zwei Tore und
zwei Assists freuen. Dresden liegt aktuell auf Platz 6 der Tabelle,
einen Platz hinter Harry Langes Bad Nauheim. Womit wir schon beim
letzten der DEL2-Legionnäre angekommen wären. Lange ist aus Bad
Nauheim nicht mehr wegzudenken, nur mit dem Punktesammeln will es
bis dato noch nicht so recht klappen. Lange konnte sich in der
neuen Saison noch nicht in die Scorerlisten eintragen.
NLA – Ein Jungspund macht
auf sich Aufmerksam
Die Rede ist dabei von Dominic Zwerger. Zwerger kann auch eine
recht erfolgreiche Zeit in der WHL in Nordamerika zurückblicken.
Sowohl bei den Spokane Chiefs als auch bei den Everett Silvertips
sammelte der 21-jährige Dornbirner konstant Punkte. Nun ereilte ihn
der Ruf aus der „alten Heimat“, absolvierte der Stürmer ja auch den
ersten Teil seiner Nachwuchsausbildung in der Schweiz, und
dass mit dem HC Ambri-Piotta gleich ein NLA-Klub sich die
Dienste Zwergers sichert freut natürlich umso mehr. Und der Center
startete auch gleich stark in die Saison. Zwerger erzielte in neun
Spielen ebensoviele Scorerpunkte (4 Tore und 5 Assists) und ist
damit an 12. Stelle der NLA Scorerwertung (teamintern auf Platz 2).
So erfreulich der Start für Zwerger persönlich ist, so durchwachsen
schaut die Bilanz des Teams aus. Mit nur zwei Siegen in den neun
Spielen befindet man sich auf Platz 10 (von 12 Teams) in der
NLA.
Für Stefan Ulmer begann die Saison in Lugano denkbar schlecht. Schon im ersten Spiel verletzte sich der Verteidiger bei einem Check und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Sein Team ist aktuell auf Tabellenplatz 5 zu finden. Auch Patrick Obrist wurde vom frühen Verletzungspech nicht verschont. Der 24-jährige Stürmer vom HC Kloten (derzeit nur Vorletzter der NLA) verletzte sich in der Vorbereitung und viel ein Monat lang aus. Mittlerweile feierte Obrist sein Comeback in den letzten beiden Spielen, allerdings konnte er noch nicht Anschreiben.
Zwei Legionäre gibt es noch bei den Eidgenossen die in den Diensten von NLA-Klubs sind, aber in die NLB verliehen wurden. Goalie Stefan Müller und Verteidiger Bernd Wolf. Müller kam bei den Tricino Rockets in zwei von drei Saisonspielen zum Einsatz, aber alle Spiele wurden verloren. Wolf darf sich über einen gelungen Saisonstart freuen. Für den EHC Visp gab der 20-jährige bis dato einen Assist. Fix zum Kader des NLB-Teilnehmers Olten gehört Martin Ulmer (Stefans Bruder). Und dort zählt der 29-jährige Stürmer zu den konstantesten Scorern. Mit zwei Toren und einem Assist (in 5 Spielen), gehört Ulmer zu den Vätern des guten Saisonstarts der Mäuse.
11.12.2016, Keine Sorgen Eisarena Linz, AUT, EBEL, Liwest Black Wings Linz vs EV Villacher SV, im Bild Michael Ouzas (BWL), Daniel Nageler (VSV)
Einen Neuen haben wir
noch
Daniel Nageler versucht sich zum ersten Mal in seiner Karriere im
Ausland. Und zwar in Ungarn bei Dunaujvaros in der höchsten
ungarischen Liga. Wie die EBEL ist besteht auch diese Liga aus
Teilnehmer mehrerer Länder. Auch Österreich ist durch das Farmteam
der Vienna Capitals vertreten. Mit ASC Corona Brasov und
SC Csíkszereda sind auch zwei rumänische Teams dort gemeldet.
Nageler liegt mit seinem Team im Mittelfeld der Tabelle nach sechs
Spieltagen. Nageler durfte sich bis dato über ein Tor und eine
Vorlage für sein neues Team freuen.










