Ein Kärntner Derby bringt im Vorfeld immer viel Brisanz mit. Beim heutigen Aufeinandertreffen geht es zudem noch um wichtige Punkte um die Play-Off Qualifikation. Vor diesem Spiel geht aber der ehemalige Crack und derzeitige TV-Experte Daniel Welser mit beiden Kärntner Vereinen hart ins Gericht.
In der heutigen Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ lässt man Daniel Welser zu Wort kommen. Der ehemalige KAC und Salzburg Crack kritisert den VSV dabei scharf, aber auch der KAC kommt nicht wirklich gut weg. Beim VSV hinterfragt er vor allem den Einsatz des Nachwuches sowie die fragwürdige Legionärspolitik: „Mich überrascht, dass der VSV eigentlich überhaupt nicht auf den eigenen Nachwuchs setzt. Sie wollen den Erfolg sichtlich erzwingen. Das ist zwar legitim. Doch der Klub zerstört die Aufbauarbeit für die nächsten Jahre.“
Hauptverantwortlich dafür sieht er Head Coach Rob Daum, der immer wieder auf die Legionäre setzt. Laut Welser dürfen sich diese Fehler um Fehler erlauben (namentlich wird hier Andrew Desjardins genannt), ein Österreicher wird aber bei jeder Kleinigkeit sofort bestraft. Besonders leid tut es Welser um Tormann Alexander Schmid: „Da wird ein junges Talent verbrannt.“
Trotz aller Kritik sieht Welser auch die aktuelle Situation beim VSV. Immerhin erreichte man letzte Saison das Halbfinale und steht aktuell auch auf Rang 4 in der Tabelle. Der 39-jährige sieht hier aber ein Konstrukt, welches nicht nachhaltig gestaltet ist und irgendwann auch droht zusammenzubrechen.
Bei den Rotjacken hingegen kritisiert Welser vor allem die Spielweise. In seinen Augen wirken die Spieler gehemmt und können ihrer Kreativität nicht nachgehen. Dass die Klagenfurter so aber auch zwei Meistertitel gewonnen haben, ist für Welser nicht genug, denn der KAC steht für eine moderne, attraktive Spielweise, so wie es auch im Nachwuchs gelebt wird.
www.hockey-news.info, Bild: VSV/Krammer