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EC KAC

ICEHL: Der KAC trauert um einen ehemaligen Star-Stürmer!

Einer der prägendsten Importspieler in der Geschichte der Rotjacken, der Kanadier Tom Lemon, ist am Samstag in seiner Heimat verstorben.

Der EC-KAC trauert um seinen Stürmerstar der frühen 1960er-Jahre: Am frühen Sonntagmorgen erreichte den Klub die Nachricht, dass Tom Lemon am Samstag im General Hospital von Hamilton in der kanadischen Provinz Ontario im 88. Lebensjahr verstoben ist.

Der flinke und trickreiche Angreifer war im Verlauf der ersten Kunsteisbahnsaison in Klagenfurt zu den Rotjacken gestoßen: Als der Wechsel der Heimspielstätte vom Freiluftplatz in der Glangasse in die überdachte Stadthalle, bis heute die Heimat des Rekordmeisters, einen enormen Professionalisierungsschub für den Klub bedeutete, da die Dauer der Saison schlagartig von drei auf sechs Monate verlängert wurde, sorgte Tom Lemon am Eis für die großen und entscheidenden Momente. Angeführt vom Kanadier, Goalgetter und Galionsfigur in einem, holten sich die Athletiker gleich in der ersten Spielzeit mit ihm (1959/60) ihren damals fünften österreichischen Meistertitel der Geschichte.

Tom Lemon sollte letztlich fünf Saisonen lang für den KAC stürmen, seine Treffer erzielte er dabei meist auf internationaler Ebene, da in der heimischen Meisterschaft teilweise nur dann Legionäre eingesetzt werden durften, wenn auch der jeweilige Gegner solche aufbieten konnte. Freilich war eine Spielzeit damals noch ganz anders strukturiert: Gut zwei Drittel der Saisonspiele bestanden aus Freundschafts- und Turnierspielen gegen internationale Gegner, die österreichische Meisterschaft wurde in sechs bis zwölf Runden und ohne Playoffs ausgespielt.

Zu Beginn seines zweiten Jahres in Klagenfurt verletzte sich Tom Lemon schwer, im aggressiv geführten Freundschaftsspiel in Bad Tölz wurde der kaum zu stoppende Stürmer so gefoult, dass er sich einen doppelten Unterarmbruch zuzog. Doch der Kanadier kämpfte sich zurück, stand ab Saisonmitte wieder am Eis und blieb den Rotjacken letztlich bis zum Ende der aufgrund der Olympischen Winterspiele in Innsbruck stark verkürzten Saison 1963/64 treu. Zum Abschluss seiner Zeit in Klagenfurt konnte er sich über sein zweites Championat mit dem KAC freuen. Bemerkenswert: Erst mehr als drei Jahrzehnte später, im Zeitraum 1990 bis 1996, spielte ein Legionär (James Burton) noch länger für die Athletiker, als es einst Tom Lemon getan hatte.

Nach seinen fünf Jahren bei den Rotjacken ließ Tom Lemon seine aktive Laufbahn als Spielertrainer auf der schwedischen Ostseeinsel Gotland ausklingen. Danach kehrte er in seine kanadische Heimat zurück, wo 1972 seine Tochter Lisa zur Welt kam. Ihr und insbesondere seiner Frau Betty, mit der er schon zu seiner Zeit in Klagenfurt verheiratet war und in wenigen Tagen den 64. Hochzeitstag gefeiert hätte, gilt das tief empfundene Mitgefühl der gesamten Organisation des EC-KAC.

Ruhe in Frieden, Tom Lemon!

www.kac.at

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