AlpsHL

Italienische Eishockeylegende hängt die Skates an den Nagel!

Über 1.000 Spiele für mehrere Vereine, über 150 Länderspiele für Italien, darunter die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2006 und bei elf Weltmeisterschaften. Nun hat der 42-jährige Christian Borgatello seine lange Karriere beendet und dies mit folgendem Statement auf der Homepage seines Heimatvereins HC Meran kundgetan:

 

Heute ist wahrlich kein leichter Tag für mich, aber es ist der Tag der Besinnung und der Dankbarkeit. Mit meinem H.C.M. in dieser ALPS-Saison nochmals in den Play-off zu spielen, aber auch für alle anderen Vereine wie dem H.C. Bozen, die Rittner Buam, dem H.C. Mailand, H.C. Pustertal, H.C. Sterzing, Dundee Stars und Fehervar auflaufen zu dürfen und das Trikot der italienischen Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften und den olympischen Spielen in Turin überzustreifen, war mir wirklich eine große Ehre.

In all diesen 26 Jahren als Spieler habe ich stets nach Erfolgen und Siegen und Titeln gestrebt, während ich immer mit sehr viel Leidenschaft trainiert und vollem Einsatz gespielt habe. Wer mich kennt, weiß wie ich diesen Sport wirklich liebe und wie schwer mir diese Entscheidung gefallen ist, aber für mich sicher die richtige, speziell nach so einer positiven Saison für das Team und mich persönlich! Es ist mir aber auch klar geworden, dass es jetzt mit 42 Jahren auch genug sein kann und deshalb ist leider der Tag gekommen zu sagen:

Thank you all, but that’s it!
Ich habe jeden Moment dieser 26 Jahre als Spieler in den verschiedenen Mannschaften mehr als genossen, aber es war auch viel Glück mit dabei, diesen Sport so lange und ohne größere Verletzungen ausüben zu dürfen. Nun freue ich mich aber das nächste Kapitel in meinem Leben beginnen zu können und mehr wertvolle Zeit mit meiner Familie teilen zu können.

Wenn ich, auch mit etwas Stolz, auf meine doch nicht schlechte Karriere zurückblicke, sind da doch einige Menschen denen ich meinen aufrichtigen Dank für die Unterstützung schulde:

Meiner Frau Renate. Sie hat mich während meiner gesamten sportlichen Laufbahn stets begleitet und mir den nötigen Rückhalt gegeben, damit ich auf und neben dem Eis mein Bestes geben konnte. Ohne ihre Unterstützung und Liebe hätte ich nie so lange auf gutem Niveau spielen können. Obwohl ich den aktiven Sport sehr vermissen werde, freue ich nun darauf, viel mehr Zeit mit ihr und meinen beiden Töchtern zu verbringen.

Mein leider viel zu früh verstorbener Vater, meine Mutter und meine Schwester haben mir die perfekte Kombination aus Leidenschaft und Disziplin mitgegeben und lehrten mich, was harte Arbeit und Zielstrebigkeit bewirken können. Alles, was ich bin und alles, was ich erreicht habe, verdanke ich meinen Eltern und meiner Familie.

Viele der Spieler, welche ich während dieser ganzen Zeit kennen gelernt habe, wurden über die Jahre großartige Teamkollegen oder Gegner, sowie herausragende Persönlichkeiten. Die Kämpfe in den Spielen, die Leidenschaft beim Training oder der Spaß und die Gespräche in der Kabine und den Busfahrten führten teils zu lebenslangen Freundschaften, und ich bin sehr froh darüber, einige dieser Wegbegleiter als meine besten Freunde betrachten zu können. Ich werde ihnen, sowie allen Trainern und den verschiedenen Präsidenten die über diesen Jahre an mich geglaubt haben, immer sehr dankbar sein.

Und „last but not least“ möchte ich mich natürlich auch bei all den treuen Fans der verschiedenen Mannschaften, bei denen ich spielen durfte, sowie den verschiedenen Medien und den Reporten recht herzlich bedanken.

Pfiat enk!
Enker Skizzo #50!

Pic: Max Patttis

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