Der Finaleinzug des HC Gröden in der Alps Hockey League hätte eigentlich ganz im Zeichen des sportlichen Erfolgs stehen sollen. Mit einem überraschenden 4:2-Seriensieg gegen den amtierenden Meister aus Zell am See gelang den Südtirolern eine der größten Sensationen der Saison. Doch statt ausschließlich zu feiern, sorgte Headcoach Marcel Skokan mit einem ungewöhnlichen Nachspiel für Schlagzeilen, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet.
Provokation aus dem Netz als Auslöser
Auslöser für den verbalen Schlagabtausch waren Kommentare eines Zell-Fans in den sozialen Medien. Diese hatten den Gröden-Coach offenbar so sehr geärgert, dass er nach dem Finaleinzug öffentlich darauf reagierte. Skokan ließ seinem Frust freien Lauf und bezeichnete den User unter anderem als „verrückten alten Mann“ sowie als „respektlos“.
„Es war eher ein Spaß“
Im Nachhinein relativierte der Slowake seine Aussagen jedoch. Laut eigener Aussage habe er sich zwar provoziert gefühlt, die Reaktion sei aber nicht allzu ernst gemeint gewesen. „Mit meiner Mannschaft habe ich ausgemacht, dass wir ihm schreiben, wenn wir ins Finale einziehen. Es war eher ein Spaß“, erklärte Skokan gegenüber der „Krone“. Gleichzeitig betonte er, niemanden persönlich beleidigen zu wollen.
Entschuldigung folgt prompt
Trotz der hitzigen Worte zeigte sich der Trainer einsichtig. Sollte sich der betroffene Fan tatsächlich angegriffen gefühlt haben, tue ihm das leid. Damit ruderte Skokan zumindest teilweise zurück und versuchte, die Wogen zu glätten.
Sportlicher Triumph bleibt im Fokus
Ungeachtet der Social-Media-Debatte bleibt der sportliche Erfolg bestehen. Gröden steht verdient im Finale und hat bereits bewiesen, dass man auch gegen favorisierte Teams bestehen kann. Ob die zusätzliche Motivation durch kritische Fans dabei eine Rolle spielte, ließ Skokan zumindest durchblicken.
Pic: HCG / Matthäus Kostner









