ICEHL

Mailand in die ICEHL? Kaum Grundlagen sorgen für Skepsis!

Der mögliche Einstieg eines Teams aus Mailand in die ICE Hockey League sorgt weiter für Diskussionen – und stößt ligaweit offenbar auf große Skepsis.

Kaum Grundlagen vorhanden

Wie Insider Bernd Freimüller berichtet, soll das Thema in den kommenden Wochen offiziell behandelt werden. Hinter den Kulissen ist die Stimmung unter den elf stimmberechtigten Klubs jedoch alles andere als euphorisch. Ein Hauptgrund: Noch nie habe es einen Bewerber mit derart wenigen Grundlagen gegeben.

Aktuell fehlt es der Mailänder Organisation praktisch an allem, was für einen Ligastart nötig wäre – weder eine geeignete Halle noch ein Kader im Erwachsenen- oder Nachwuchsbereich stehen bereit. Auch ein funktionierender Funktionärsstab ist bislang nicht ersichtlich. Für zusätzliche Stirnrunzeln sorgt der kolportierte Geldgeber: Mit House of Doge soll laut Freimüller ausgerechnet ein Unternehmen aus der Kryptowelt den Einstieg finanzieren.

Reisen und Widerstand

Neben den strukturellen Fragezeichen sind auch die logistischen Herausforderungen ein Thema. Vor allem für die Teams aus dem Osten der Liga würden deutlich längere Reisezeiten anfallen. 

Warum die Liga dennoch prüft

Trotz der massiven Bedenken muss sich die Liga ernsthaft mit der Bewerbung beschäftigen – auch auf Druck der eigenen Situation. Ligamanager Christian Feichtinger präsentiert solche Projekte traditionell optimistisch, doch der Hintergrund ist klar: Die Liga kämpft seit Jahren mit der Unsicherheit, dass einzelne Teams wegfallen könnten.

Neue Organisationen bringen nicht nur frische Impulse, sondern auch dringend benötigte finanzielle Mittel. Neben einer Aufnahmegebühr müssen sie zusätzliche Garantien hinterlegen, um fehlende Sponsor- und TV-Einnahmen zumindest teilweise zu kompensieren.

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